15/03/2022
Bezüglich der Warnung des BSI (Bundesamt für digitale Sicherheit) gegenüber Kaspersky Produkten ist zu sagen:
- Es handelt sich dabei erst einmal um eine Warnung, Kaspersky Produkte nicht zu verwenden, weil die Möglichkeit besteht, dass „ein russischer IT-Hersteller selbst offensive Operationen durchführen kann, gegen seinen Willen gezwungen werden, Zielsysteme anzugreifen, oder selbst als Opfer einer Cyber-Operation ohne seine Kenntnis ausspioniert oder als Werkzeug für Angriffe gegen seine eigenen Kunden missbraucht werden.“
- somit begründet das BSI alleine schon die Möglichkeit, dass die weltweit operierende Firma Kaspersky, deren Datenserver aber schon seit 2018 in der Schweiz stehen und nicht in Russland - missbräuchlich eigenverantwortlich oder unter Zwang, Daten seiner Kunden ausspionieren könnte – als Begründung dafür, vor diesem Hersteller zu warnen
- Konkret wird aber hier nur gewarnt, dass die Möglichkeit besteht – ein konkreter Anlass ist aus dem BSI-Schreiben aber nicht zu entnehmen
- weiterhin sagt das BSI auch aus, dass „Unternehmen und Behörden mit besonderen Sicherheitsinteressen und Betreiber Kritischer Infrastrukturen sind in besonderem Maße gefährdet sein können“, das bedeutet im Umkehrschluss, dass man sich jetzt als Privatperson oder als Firma, die nicht unbedingt vertrauliche Daten zu schützen hat, auch nicht gleich alle Systeme abschalten muss
Zur möglichen Umstellung auf eine andere Sicherheitssoftware sagt das BSI weiter aus:
„Unternehmen und andere Organisationen sollten den Austausch wesentlicher Bestandteile ihrer IT-Sicherheitsinfrastruktur sorgfältig planen und umsetzen. Würden IT-Sicherheitsprodukte und insbesondere Virenschutzsoftware ohne Vorbereitung abgeschaltet, wäre man Angriffen aus dem Internet möglicherweise schutzlos ausgeliefert. Der Umstieg auf andere Produkte ist mit vorübergehenden Komfort-, Funktions- und Sicherheitseinbußen verbunden. Das BSI empfiehlt, eine individuelle Bewertung und Abwägung der aktuellen Situation vorzunehmen und dazu gegebenenfalls vom BSI zertifizierte IT-Sicherheitsdienstleister hinzuzuziehen.“
>> das sagt auch eindeutig aus, dass man jetzt nicht hektisch alle Leitungen unterbrechen oder auf eine X-beliebige Virenschutzsoftware ausweichen soll oder gar den Kaspersky gänzlich sofort entfernen sollte, da dann der Gefährdungsgrad eher stark steigen wird, statt zu sinken!
>> als mögliche Hersteller von Virenschutzsoftware aus Deutschland, kommen eigentlich nur AVIRA oder GDATA in Frage, was die bisherigen Testergebnisse der diversen Virenscanner betrifft, aber auch da gilt zu beachten (Auszug aus dem Internet):
„Kaum Antivirenprogramme aus Deutschland
Sicherlich sind die Produkte deutscher Unternehmen in diesem Bereich sehr überschaubar, solltet ihr anderen Herstellern misstrauisch gegenüberstehen. Doch G Data und Avira sind zwei starke Anbieter, die auch außerhalb Deutschlands einen guten Ruf genießen und seit vielen Jahrzehnten am Markt sind. Fakt ist: Einen 100%igen Schutz kann und wird es nie geben, das kann euch niemand versprechen.
Update, 1. Oktober 2017: Uwe Rehwald von ESET teilte mir freundlicherweise mit, dass auch Avira und G Data auf Funktionen anderer Firmen zurückgreifen. Avira nutzt hierbei die Cloud Security Technologie vom Commtouch(Israel), G-Data von Bitdefender (Rumänien). Ihm zufolge sollten Anwender in erster Linie darauf achten, dass bei der eingesetzten Software die „europäischen Datensicherheitsregularien“ eingehalten werden und sich ein Hersteller im Rechtsraum der europäischen Union bewegt.“
>>> Zu den Preisen Stand 15.03.2022:
>>aktuell steht der GDATA Total Security für 3 Geräte dabei mit 65,95 € im Shop von GDATA, die Internet Security kostet bei 3 Geräten 55,95 €, die einfache Lizenz wird hier mit 39,95 € angegeben.
>> Avira verlangt für seine 3-Geräte Lizenz aktuell 54,95 € bei der Internet Security
===========================================Wer es also wünscht, kann gerne von mir mit den „Deutschen Internet Security Paketen“ der beiden Hersteller ausgestattet werde, die bisherigen Kaspersky Lizenzen verlieren dann ihre komplette Restlaufzeit und leider ist es auch nicht möglich, die Kosten dafür zu erstatten, da diese Produkte natürlich mit der Aktivierung schon nicht mehr zurückzunehmen sind!
Es konnte nämlich niemand voraussehen, dass Herr Putin hier die Welt ins Chaos schickt – bei Bedarf bitte ich also um eine Nachricht per Mail an [email protected], falls diese Umstellung auf ein anderes Produkt gewünscht ist!
Bitte dann aber angeben, welche Software man zukünftig wünscht!
Norton ist z.B. auch kein deutsches Produkt, darum führe ich hier wirklich nur die zwei genannten Virenschutzpakete ins Feld – man kann aber natürlich auch weitere Optionen bei mir bestellen!
>>Vom zeitlichen Ablauf her ist aber eindeutig zu sagen, dass die Umstellung auf ein alternatives Produkt nicht innerhalb der nächsten Tage zu realisieren sein wird, zumal fast 100% meiner Kunden bisher Kaspersky genutzt hatten und sehr damit zufrieden waren; bitte gehen Sie also eher von Wochen für die Umstellung aus!!
Ich bitte auch darum, wirklich nur per Mail Anfragen zu stellen, da ganz sicher eine telefonische Auskunft aus zeitlichen Gründen gar nicht realisierbar wäre – da vermutlich nun fast alle von der BSI-Meldung absolut aufgeschreckt und verunsichert sind!
Herzliche Grüße:
ABLD-Beratung Anton Langwieser, 15.03.2022