05/05/2021
Ein Jahr harter Arbeit liegt hinter den IT-Verantwortlichen bei BelWü: Schulen bei der Digitalisierung voranzubringen.
Nun müssen sich tausende Schulen einen neuen IT-Dienstleister suchen.
Die Gründe sind derzeit unbekannt, und eine Stellungnahme zu diesem Vorgehen steht noch aus.
Die betroffenen Schulen werden zudem im Regen stehen gelassen:
„Wir können und dürfen Ihnen keine alternativen Anbieter vorschlagen. Bitte recherchieren Sie auf dem Markt.“, so heißt es in dem Bericht.
Dieses Vorgehen schmälert oder bremst weiter die so wichtige, überaus dringende Akzeptanz der Digitalisierung allgemein und man erkennt (mal wieder), wie überfordert auch die Politik mit ihren hochbezahlten Beratern ist.
Natürlich können wir uns nun freuen, wenn zukünftig Schulen unsere Dienste in Anspruch nehmen möchten und die Dringlichkeit auch im Schulsystem erkennt.
Dennoch geht es um mehr, als weitere "Insellösungen" zu schaffen:
Wie auch im Gesundheitswesen wird auch für die Schulen eine übergreifende Organisation mit managed Cloud-Services benötigt, in der alle Dienste zusammenlaufen und die Schulen an diese angebunden sind.
Hilfe und Unterstützung der Schulen vor Ort können und müssen sogar lokale IT-Dienstleister mit ihren kurzen Reaktionszeiten übernehmen.
Nur das hat unserer Meinung nach Zukunft.
So steht aber jetzt die digitale Landschaft des Schulsystems im Jahr 2021 erneut am Anfang.
Belwü war hier auf dem richtigen Weg und hat gezeigt, was mit größtenteils Open Source-Lösungen machbar ist.
Für uns ist dieses Vorgehen daher unbegreiflich und so müssen wir wiederholt zusehen, wie auf dem Rücken der betroffenen LehrerInnen, SchülerInnen und den Eltern die dringend notwendige Digitalisierung umgesetzt wird.
Baden-Württembergs Schul-IT-Politik schlingert: Kaum haben sich die Schulen beim Landeshochschulnetz gut eingerichtet, folgt der Rausschmiss aus dem BelWü.