07/11/2023
Dramatischer Anstieg der Notfallmaßnahmen
Vor diesem Hintergrund kam diese Woche eine Nachricht herein, die Kommentierung verdient: Am 31. Oktober um 12:30 Uhr stieg die Anzahl der Notfall-Eingriffe ins Stromnetz nach Angaben der Bundesnetzagentur auf den Wert des gesamten Vorjahres, 12.633.
Schon letztes Jahr hatte es 4,2 Milliarden Euro gekostet, den Sonnen- und Windstrom auszugleichen. Dieses Jahr wird es wohl noch teurer.
Notfallmaßnahmen („Redispatchmaßnahmen“) sind Eingriffe, die benötigt werden, um das Stromnetz stabil zu halten. Mal fehlt Strom, dann müssen schnell regelbare Krafwerke hochgefahren werden, mal verstopft zu viel Wind- oder Solarstrom die Netze, und Kraftwerke müssen dann heruntergeregelt werden. Übrigens geht dies immer auf Kosten der Netzbetreiber, die diese Kosten über die Netzentgelte auf die Endverbraucher umlegen.
Im ganzen Jahr 2000 wurden sechs Notfallmaßnahmen benötigt, heute sind es mehrere pro Stunde, und jährlich steigt die Anzahl der notwendigen Eingriffe. Dies ist ein Effekt der Energiewende, der noch viel zu wenig bekannt ist.
Was wäre zu tun, um die Kosten für die Stromversorgung nicht ausufern zu lassen?
Zunächst müssten wir uns endlich eingestehen, dass die Stromversorgung mit jedem Windkraftwerk teurer wird, nicht preisgünstiger. Wenn uns dies erst einmal bewusst ist, können wir die politischen Mehrheiten herbeiwählen, um das Einspeisegesetz (EEG) abzuschaffen und einen Neustart in der Energiepolitik vollziehen.
Der Rückgriff auf Kraftwerke von weit her wird dadurch erschwert, dass die Übertragungsleitungen hierfür noch nicht gebaut sind.
Außerdem sollten wir Parteien in den Bundestag wählen, die sich klar dazu bekennen, die letzten acht noch zu rettenden Kernkraftwerke wieder in den Leistungsbetrieb zurückzuholen.
Es ist also kein Naturgesetz, dass Stromnetze immer schwerer zu kontrollieren sind. Dies ist die Folge von politischen Entscheidungen, und die können mit den richtigen politischen Mehrheiten wieder korrigiert werden.
https://www.nius.de/Energie/der-strompreis-wird-mit-jedem-windrad-teurer-nicht-guenstiger/69fbdef9-4d01-4788-b08d-b8fca9ea186c