21/07/2026
Immer mehr Bundesländer sagen Microsoft den Kampf an.
Was vor wenigen Jahren noch undenkbar schien, wird zunehmend Realität: Deutsche Landesverwaltungen setzen verstärkt auf Open-Source-Lösungen und verabschieden sich schrittweise von Microsoft-Produkten.
Schleswig-Holstein gilt dabei als Vorreiter. Das Bundesland hat bereits einen Großteil seiner Arbeitsplätze auf LibreOffice und Open-Source-E-Mail-Lösungen umgestellt. Ziel ist es, die Abhängigkeit von einzelnen US-Konzernen zu reduzieren und die digitale Souveränität zu stärken. Rund 80 % der Office-Arbeitsplätze wurden bereits migriert.
Doch Schleswig-Holstein bleibt nicht allein: Auch Hamburg prüft aktuell den schrittweisen Umstieg auf Open Source und testet entsprechende Alternativen. Selbst Bayern hat angekündigt, unabhängige Softwarelösungen für die öffentliche Verwaltung zu evaluieren.
Auch über die Landesgrenzen hinaus ist ein Umdenken zu beobachten: Die Schweizer Armee setzt verstärkt auf Open-Source-Technologien und investiert gezielt in digitale Souveränität. Damit verfolgt auch sie das Ziel, kritische IT-Infrastrukturen unabhängiger von einzelnen Softwareanbietern zu machen.
Dass diese Entwicklung inzwischen auch bei Microsoft wahrgenommen wird, überrascht kaum. Schließlich geht es nicht nur um einzelne Lizenzen, sondern um zehntausende Arbeitsplätze und eine strategische Neuausrichtung der öffentlichen Verwaltung.
Der Hintergrund ist klar:
🔹 Mehr digitale Souveränität
🔹 Weniger Herstellerabhängigkeit
🔹 Höhere Transparenz
🔹 Datenschutz und Kontrolle über die eigenen Daten
Natürlich ist der Wechsel kein Selbstläufer. Migrationen dieser Größenordnung sind technisch anspruchsvoll und erfordern eine sorgfältige Planung. Dennoch zeigt sich: Open Source ist längst keine Nischenlösung mehr, sondern wird zunehmend als ernsthafte Alternative betrachtet.
Wie sehen Sie/wie siehst Du die Entwicklung?
Sollten Behörden und Unternehmen ihre Abhängigkeit von einzelnen Softwareanbietern reduzieren – oder überwiegen die Vorteile etablierter Plattformen wie Microsoft 365?