04/09/2020
Möbelikone der .STOOL Hocker45 im September käuflich
Manche Sitzmöbel eigen sich zum Sitzen, andere sind Archetypen, Ikonen der Gestaltung. Der Hocker45 von .STOOL ist ohne Zweifel eine dieser seltenen Stilikonen. Würde es ihn nicht schon geben, müsste er jetzt sogleich entworfen werden. Er ist edel und unauffällig aber bereits seit langem ein Liebling der Käufergunst. Zeitweise war er nicht verfügbar für den deutschen Markt.
Die Form besticht durch ihr unprätentiöse Klarheit, geschmiedet aus einem Stück Stahl, in einem Guss, einem Fluss. Aus Beinen werden Füße, und hinaufsteigend der in sich zur Unendlichkeit geschlossene Rahmen. Dazu die Fläche, als Ebene, als Sitz, schlicht ein Platz, der sich hier unerwartet manifestiert und dabei zugleich als aufgelöstes Nichts und unvergängliches Netz daherkommt.
Dieses Möbel ist frei der Bestimmung, jeder Zweck, jeder Ort, jede Jahreszeit, jedes Wetter sind sein zu Hause. Es ist im Garten genauso gut platziert wie im Haus, es erträgt Wasser im Fluss und in der Dusche, trägt Menschen und Töpfe, Tiere und Zöpfe der geernteten Zwiebeln. Es verwittert nicht und verbleicht nicht, wird weder spröde noch welk. Der Hocker45 ist das Möbel auf der Terrasse, am Tisch und auf der Wiese. Der stille Diener im Flur und am Bett. Er wird ein Freund.
Die handwerkliche Kunst dieses Werkes ist von unzeitgemäßer Aufwendigkeit. Obwohl es so zart und filigran auftritt, ist es unverwüstlich. Die Hundertschaften von Schweißpunkten greifen das Netz und verbinden es mit dem endlosen Rahmen zu einem Zwillingsgestirn.
Diese Ikone von einem Möbel ist jetzt als Sonderedition in begrenzter Auflage käuflich.