28/05/2026
Während der Migration gab es eine Entscheidung, über die wir anfangs selbst kurz gestolpert sind.
Je mehr Transparenz wir aufgebaut haben, desto häufiger kamen Rückfragen aus den Fachbereichen. Nicht technische Fragen, sondern ganz praktische: Wo finde ich eine bestimmte Nachricht? Was wurde an einen Geschäftspartner gesendet? Was genau ist bei einer Reklamation passiert?
Unsere erste Reaktion war ziemlich naheliegend. App Insights, Logs, Dashboards – technisch gab es genug Möglichkeiten. Aber irgendwann wurde uns klar, dass wir gerade ein IT-Problem lösen wollten, obwohl die eigentliche Frage eine ganz andere war.
Die Menschen wollten keine Telemetriedaten durchsuchen und keine Plattform verstehen. Sie wollten einfach Antworten.
Also haben wir die Nachrichten strukturiert nach System, Geschäftspartner und Prozess abgelegt. Stakeholder konnten sich den Pfad sogar lokal einbinden und Informationen direkt dort finden, wo sie ohnehin täglich arbeiten.
Rückblickend war die Erkenntnis überraschend einfach:
Nicht jede gute Lösung muss besonders modern wirken.
Manchmal ist die beste Lösung einfach die, die Menschen ohne Erklärung sofort verstehen.
Im nächsten Beitrag geht es um etwas, das wir während der Migration komplett neu denken mussten:
Warum Konfiguration plötzlich wichtiger wurde als feste Regeln.