08/08/2026
EU Versand und das neue Bürokratie Monster EPR
Wir haben erfreulich viele Bestellungen aus dem europäischen Ausland. Unsere Produkte gehen in viele EU-Länder und in die Schweiz
Was uns allerdings zunehmend beschäftigt, sind die neuen Vorgaben rund um die europäische Verpackungsverordnung und die erweiterte Herstellerverantwortung, kurz EPR.
Denn leider bedeutet EU nicht automatisch eine einheitliche und einfache Lösung.
Wer Waren direkt an Endkunden in andere EU Länder verschickt, muss sich grundsätzlich mit den EPR Vorgaben des jeweiligen Ziellandes auseinandersetzen. Nach der neuen EU Verpackungsverordnung müssen Hersteller beziehungsweise Händler bei grenzüberschreitenden Direktverkäufen in den jeweiligen Mitgliedstaaten registriert sein. Zusätzlich ist für solche Fälle grundsätzlich ein Bevollmächtigter für die erweiterte Herstellerverantwortung im jeweiligen Mitgliedstaat vorgesehen.
Und damit nicht genug: In jedem Land entstehen eigene Kosten. Neben Registrierung und Bevollmächtigtem kommen die jeweiligen Beiträge für die Entsorgung und Verwertung der Verpackungen hinzu. Die EU Kommission selbst beschreibt, dass sich Anforderungen und Kosten zwischen den Mitgliedstaaten erheblich unterscheiden können.
Das bedeutet im schlimmsten Fall:
10 EU Länder = 10 Registrierungen, 10 nationale Systeme, entsprechende Bevollmächtigte, unterschiedliche Meldungen und separate Gebühren.
Und das alles auch dann, wenn wir in einem Land vielleicht nur wenige Pakete im Jahr verschicken.
Wir beschäftigen uns deshalb aktuell intensiv damit, wie wir dieses Bürokratie Monster sinnvoll und wirtschaftlich bewältigen können, ohne den Versand in einzelne EU Länder einstellen zu müssen.
Denn unser eigentliches Ziel ist ziemlich simpel:
Wir möchten Zubehör entwickeln, produzieren und an Euch verschicken und nicht für jedes Land ein eigenes kleines Verwaltungsstudium absolvieren. 😉
Wir hoffen deshalb, eine vernünftige Lösung zu finden, damit wir auch zukünftig unsere Kunden in ganz Europa beliefern können.