03/03/2023
Ich erzähle jedes Semester die gleiche Geschichte:
Und zwar in meinem Grundlagen-Seminar an der Hochschule Rhein-Main:
Stellt euch folgende Situation vor: Eines Tages klingelt bei dir das Telefon. Im Gespräch erfährst du, dass der Geschäftsführer einer Firma, die Wärmedecken für Senioren herstellt, eine Smartphone-App zum Verkauf der Wärmedecken haben möchte. Er habe gehört, dass das jetzt „Das Ding“ sei und man unbedingt eine App haben müsste …
… ich frage die Student:innen:
Glaubt ihr, dass eine App der richtige Touchpoint für den Verkauf von Wärmedecken an Senioren ist?
Die einstimmige Antwort ist immer ein: Nein.
Ich frage nach: Warum glaubt ihr das? „Weil Senioren keine Apps benutzen. Der Geschäftsführer sollte besser eine Anzeige in einer Zeitung schalten – vielleicht in der Apotheken-Umschau.“
Seid ihr euch sicher?
1. ❓Frage deine Wunsch-Kund:innen, wie sie auf dein Angebot aufmerksam geworden sind
Um zu wissen, welche Touchpoints zu dir und deinem Unternehmen bestehen, musst du wissen, wo sich deine Wunsch-Kund:innen aufhalten. Um das herauszubekommen, gibt es viele Möglichkeiten: Marktstudien lesen, ein Meinungsforschungsinstitut beauftragen.
Oder: Frage einfach deine liebsten Kund:innen, wie sie auf dich und dein Unternehmen aufmerksam geworden sind!
2. 🎯Gestalte Touchpoints für die Orte, an denen sich deine Wunsch-Kund:innen aufhalten
Mit den Antworten, die du durch die Befragung deiner Kund:innen erhalten hast, kannst du Touchpoints (Berührungspunkte) zu deinem Unternehmen dort gestalten, wo sich deine Wunsch-Kund:innen aufhalten.
3. 🥰Begeistere deine Wunsch-Kund:innen mit aufregend gestalteten Touchpoints
Lass all dein Wissen über deine Wunsch-Kund:innen in die Gestaltung der Touchpoints einfließen. Kreiere Touchpoints so, dass sie Menschen begeistern: Unbekannte Personen werden zu Interessent:innen, Interessent:innen zu Kund:innen und Kund:innen zu Fans deines Unternehmens – die größten Empfehler:innen, die du haben kannst.
Text: Silber