25/03/2026
Hand aufs Herz: Welche Schulnote würden Sie Ihrer eigenen IT-Landschaft heute geben?
Die aktuelle ifaa-Trendstudie hat genau diese Frage 157 Führungskräften im deutschen produzierenden Mittelstand gestellt. Das Ergebnis ist eine Durchschnittsnote von 3,7. Fast 40% der Befragten vergaben für ihren Digitalisierungsstand sogar nur ein „mangelhaft“ oder „ungenügend“.
Was die Studie über die aktuelle Realität verrät:
1. Während viel über Nischenthemen gesprochen wird, bestimmen aktuell vor allem 5G, Cloud Computing und Generative KI das Bild.
2. Spannend für die Praxis ist, dass KI heute weniger in der Produktion, sondern vor allem in administrativen Bereichen wie Buchhaltung, Controlling und Personalwesen angekommen ist.
3. Die Schere klafft weit auseinander. Während 94 % der Großunternehmen KI nutzen oder planen, sind es bei kleineren Betrieben gerade einmal 21 %.
Doch woran hakt es in der Umsetzung?
Es liegt selten am fehlenden Willen. Die Studie zeigt die wahren Hürden, die wir auch in unseren Projekten sehen:
🔹 Softwarelösungen, die einen riesigen Anpassungsaufwand erfordern.
🔹 Projektbezogene „Insellösungen“, die nicht miteinander sprechen.
🔹 Die Sorge vor Technikabhängigkeit und der Verlust der Datenkontrolle.
Was bedeutet das für den Mittelstand?
Digitalisierung braucht keine starren Konzepte, die für Großkonzerne entworfen wurden. Sie braucht pragmatische Wege, die den Admin-Bereich entlasten, Sicherheit geben und vor allem die Belegschaft frühzeitig einbinden. Für viele KMU heißt das: lieber klein starten, früh testen und Lösungen wählen, die wirklich zusammenarbeiten. Denn ein spannendes Detail der Studie zeigt: Während bei Unternehmen, die KI bereits nutzen, die Akzeptanz im Team bei über 70 % liegt, herrscht dort, wo noch geplant wird, oft Skepsis vor.
Unser Fazit:
Digitalisierung scheitert nicht an der Technik, sondern an der Art der Einführung. Eine KI-Einführung ist kein reines IT-Projekt, sondern ein Change-Projekt, das Technik, Prozesse und Menschen zusammenbringen muss. Ein „Ausreichend plus“ ist für uns kein Grund zur Resignation, sondern eine Riesenchance für den nächsten, gezielten Schritt.