28/04/2026
𝗦𝗰𝗵𝗮𝘁𝘁𝗲𝗻-𝗜𝗧 𝗲𝗻𝘁𝘀𝘁𝗲𝗵𝘁 𝗼𝗳𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝘀 𝗯𝗼̈𝘀𝗲𝗺 𝗪𝗶𝗹𝗹𝗲𝗻, 𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝗮𝘂𝘀 𝗙𝗿𝘂𝘀𝘁 𝗶𝗺 𝗔𝗹𝗹𝘁𝗮𝗴.
Wenn Systeme zu kompliziert, zu unübersichtlich oder im entscheidenden Moment einfach nicht praxistauglich sind, suchen Mitarbeitende nach eigenen Wegen. Und genau dann entstehen E-Mail-Workarounds: Weiterleitungen an private oder andere Postfächer, lokale Ablagen, PST-Dateien, manuelle Zwischenlösungen oder selbst gebaute Strukturen außerhalb definierter Prozesse.
Das wirkt im ersten Moment pragmatisch.
In Wirklichkeit entstehen dadurch aber neue Probleme: Informationen verteilen sich unkontrolliert, Zuständigkeiten werden unscharf, Wissen liegt in persönlichen Ablagen und wichtige Kommunikation entzieht sich der zentralen Übersicht.
Warum das passiert?
Oft fehlt es nicht an Tools, sondern an einfachen, zentralen und verlässlichen Prozessen. Wenn Suche nicht funktioniert, Ablagen unklar sind oder Systeme im Alltag eher bremsen als helfen, bauen sich Nutzer ihre eigenen Lösungen.
Die Risiken davon sind erheblich:
- Datenschutz- und Compliance-Probleme
- Wissensverlust durch verteilte Informationen
- fehlende Transparenz über Kommunikationsstände
- höhere Aufwände bei Support, Offboarding und Vertretungen
- unkontrollierte Datenhaltung außerhalb definierter Prozesse
- steigende Komplexität durch immer neue Einzel-Workarounds
Die eigentliche Lösung ist deshalb nicht mehr Kontrolle allein, sondern bessere Nutzbarkeit.
Unternehmen brauchen zentrale, verständliche und alltagstaugliche Lösungen, die Mitarbeitende auch wirklich akzeptieren und nutzen. Dazu gehören klare Regeln, einfache Such- und Ablagestrukturen und Prozesse, die nicht zur Improvisation zwingen.
Kurz gesagt:
Wenn offizielle Systeme nicht funktionieren, entstehen inoffizielle Wege.
Und genau daraus wird Schatten-IT.