21/04/2026
🔐 Arten von Sicherheitsmaßnahmen – Teil 3
Die letzten beiden Kategorien schließen die Palette der Sicherheitsmaßnahmen ab: Absichernde Maßnahmen bieten zusätzliche Schutzebenen, während Akzeptanz die bewusste Entscheidung ist, mit bestimmten Risiken zu leben.
5️⃣ Absichernde Maßnahmen (Safeguarding / Compensating)
Ziel: Sicherheitslücken mit alternativen Lösungen abdecken.
Beispiele:
Redundante Systeme und Notfallserver.
Zusätzliche Authentifizierung (z. B. 2FA).
Zweitstandorte für kritische Geschäftsprozesse.
Temporäre Schutzmaßnahmen bei bekannten Schwachstellen.
Wann einsetzen:
Wenn Standardmaßnahmen Lücken haben.
Wenn kritische Prozesse weiterhin geschützt werden müssen.
Praxisbeispiel:
Ein Unternehmen betreibt einen zweiten Serverstandort, der im Notfall die wichtigsten Anwendungen übernimmt. So bleibt der Betrieb auch bei Ausfall des Hauptservers stabil.
6️⃣ Akzeptanz (Acceptance)
Ziel: Risiken bewusst akzeptieren, wenn Schutzmaßnahmen unverhältnismäßig oder zu teuer wären.
Beispiele:
Kleinere Systemausfälle, die nur geringe Auswirkungen haben.
Seltene Ereignisse mit niedriger Wahrscheinlichkeit.
Bewusste Entscheidung, keine weiteren Investitionen vorzunehmen.
Wann einsetzen:
Bei sehr geringem Risiko.
Wenn Kosten und Nutzen einer Sicherheitsmaßnahme in keinem Verhältnis stehen.
Praxisbeispiel:
Ein selten auftretender Internet-Ausfall wird akzeptiert, da der Schaden minimal ist und zusätzliche Investitionen unverhältnismäßig teuer wären.
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