Moor and more

Moor and more Wir bauen mobile Tinyhouses und vieles mehr aus
nachwachsende Rohstoffen die aus Mooren stammen, um zu zeigen das Klimaschutz gut aussehen kann und Spaß macht.

Paludikultur nennt man den Anbau dieser Rohstoffe.

03/09/2026
03/09/2026

Das UN-Umweltprogramm hat heute aufgehört, das Einhalten von 1,5 Grad zu planen. Sein neuer Bericht heißt "Limiting Overshoot" und plant den Rückweg.

Jahrelang hat UNEP im Emissions Gap Report vermessen, wie weit die Welt vom Pariser Ziel entfernt ist. Jetzt sagt dieselbe Organisation: Die Marke wird in den nächsten Jahren fallen, und die Frage ist nur noch, wie weit es darüber hinausgeht und wie schnell wir wieder darunter kommen.

Die Zahlen aus dem Report, die in keiner deutschen Meldung stehen:

👉 Das globale Restbudget: 130 Milliarden Tonnen CO2 darf die gesamte Menschheit ab 2026 noch ausstoßen, wenn 1,5 Grad mit halber Wahrscheinlichkeit erreichbar bleiben soll. Weltweiter Ausstoß derzeit: 40 Milliarden pro Jahr. Reicht gut drei Jahre.

👉 Alle fünf Jahre mit unverändert hohen Emissionen bedeuten 0,1 Grad mehr. Die 400 Milliarden Tonnen seit 2015 haben die niedrigste noch erreichbare Erwärmung bereits um 0,2 Grad angehoben.

👉 Wer auf CO2-Entnahme als Rettung setzt, bekommt die Ernüchterung gleich mit: 100 Jahre Aufforstung im heutigen Umfang, um die Temperatur um 0,1 Grad zu senken. Technische Anlagen wie Direct Air Capture liefern heute weniger als 0,1 Prozent der Entnahme.

Trotzdem führt am Hochlauf der Entnahme kein Weg vorbei. Ohne netto-negative Emissionen gibt es keinen Rückweg unter 1,5 Grad, egal wie schnell die Welt dekarbonisiert.

Ab welcher Spitzentemperatur dieser Rückweg in diesem Jahrhundert praktisch nicht mehr gelingt, und warum der Report selbst sagt, dass die Entnahme kaum mehr als ein paar Zehntelgrad liefern kann: Das beantwortet unser Artikel. Link im ersten Kommentar.

🇩🇪 Was heißt das für Deutschland? Die Bundesregierung hat noch am selben Tag reagiert: Klimaschutzgesetz, Netto-Negativ nach 2050, Langfriststrategie für CO2-Entnahme in Abstimmung. Und die wirtschaftliche Seite: Standorte, Anlagen, Lieferketten, Immobilien werden hierzulande für eine 1,5-Grad-Welt gebaut und finanziert. Diese Welt kommt nicht. Zwischen 2000 und 2021 haben Extremwetterfolgen in Deutschland mindestens 145 Milliarden Euro Schaden angerichtet, 80 Milliarden davon seit 2018.

Der Report selbst formuliert es so: Overshoot ist kein Argument für Resignation, sondern für Dringlichkeit. Niklas Höhne vom NewClimate Institute zieht die Konsequenz bis in den Heizungskeller: Jeder neue Verbrenner, jede neue Gasheizung muss später wieder aus der Atmosphäre geholt werden. Und Entnahme ist fast immer teurer als Vermeidung.

Die 1,5-Grad-Marke ist gerissen. Das Ziel gilt weiter. Es gilt jetzt von oben.

Quellen: UNEP ("Limiting Overshoot", 2. September 2026) / Bundesumweltministerium / NewClimate Institute / The Guardian / BMWK-BMUV-Studie zu Klimafolgekosten (2023)

03/09/2026

Jetzt rückt sogar der Kanzler von seiner eigenen Wirtschaftsministerin ab.

Friedrich Merz soll laut "Stern" die Sorge von Digitalminister Wildberger über die Gasspeicher geteilt haben. Öffentlich sagt Merz dazu nichts. Aber die leise Kritik an Katherina Reiches Kurs ist da. Auch Markus Söder poltert schon länger und fordert eine nationale Gasreserve.

Was ist da los?

Die deutschen Gasspeicher waren am 31. August zu 53,3 Prozent gefüllt. 131 von 246 Terawattstunden. Vorgeschrieben sind 80 Prozent zum 1. November, das schafft Deutschland nicht mehr.

Und jetzt kommt der Teil, der in der politischen Debatte fast nie auftaucht: Einspeichern lohnt sich gerade schlicht nicht. Die Speicherbetreiber von INES rechnen es vor: Wer heute eine Megawattstunde Gas einlagert, macht 3,14 Euro Verlust. Nicht weil der Markt versagt, sondern weil Umlage, Netzentgelte und Finanzierungskosten den Sommer-Winter-Spread auffressen, der durch den Iran-Krieg ohnehin ins Negative gerutscht ist.

Reiche lehnt staatliche Eingriffe bisher ab. Ihr eigenes Gutachten sieht kein Marktversagen. Die strategische Gasreserve kommt frühestens 2027 und hilft diesen Winter gar nicht.

INES hat deshalb einen Aktionsplan vorgelegt: Konvertierungsumlage weg, Netzentgelte an Speichern weg, günstigere Kredite fürs Einlagern. Macht rechnerisch 1,16 Euro Entlastung je Megawattstunde. Schließt die Lücke von 3,14 Euro also nicht mal zur Hälfte.

Mittelfristig will der Verband ein Modell wie in Frankreich oder Italien: Füllstandsziele fürs Einspeichern, Differenz zu den Vollkosten über die Netzentgelte auf alle Gaskunden verteilt.

👉 Heißt im Klartext: Egal welchen Weg die Regierung wählt, die Rechnung für sichere Gasspeicher zahlen am Ende die Verbraucher.

Der Unterschied ist nur, ob das offen über eine Umlage passiert oder verdeckt über Winterpreise, wenn es im Februar eng wird.

Merz mag von Reiche abrücken. Am Grundproblem ändert das nichts: Deutschland hat sich fürs Gas-Casino entschieden und schiebt die Entscheidung über die Spielregeln vor sich her.

Die ganze Rechnung und der INES-Aktionsplan im Detail: Link im ersten Kommentar 👇

Quellen: Cleanthinking.de - Sauber in die Zukunft / INES Aktionsplan Speichermarkt / t-online mit afp und Reuters / BNetzA / Handelsblatt

Hier ein Podiumsdiskussion zu Thema Verwertung von Biomasse aus wiedervernässten Mooren.Moor and more war auch mit dabei...
02/09/2026

Hier ein Podiumsdiskussion zu Thema Verwertung von Biomasse aus wiedervernässten Mooren.
Moor and more war auch mit dabei und es war unglaublich heiß. Klimawandel stoppen,

Wie können nasse Moorflächen weiterhin landwirtschaftlich genutzt w...

Moor and more ist mit beim Europäischen Lehmbautag 2026mit dabei und klärt über die Nutztung von Paludimaterialien auf.
17/07/2026

Moor and more ist mit beim Europäischen Lehmbautag 2026

mit dabei und klärt über die Nutztung von Paludimaterialien auf.

Auf dem Fachtag "Europäischer Lehmbautag" versammeln sich Lehmbauer*innen aus der ganzen Welt für spannende Vorträge, Vorführungen und zum Austausch – dieses Jahr mit dem Fokus "Lehm und Fasern". Die Kombination von Lehm mit biobasierten Baustoffen ist ein Schlüssel für die Bauwende. Pflanzl...

Wenn der britische Landwirtschaftsminister im Moor-Tiny-House steht. 🌾Besonderer Moment auf dem Groundswell Festival in ...
02/07/2026

Wenn der britische Landwirtschaftsminister im Moor-Tiny-House steht. 🌾

Besonderer Moment auf dem Groundswell Festival in Hertfordshire: Farming Minister Stephen Morgan besuchte das , das wir von Moor and More für den Wildlife Trust BCN und das Great Fen Projekt gebaut haben – den „Mobile Inspiration Hub".

Das Tiny House zeigt, was wiedervernässte Moore liefern können: Rohrkolben als Dämmung, Schilf, Erlenholz und Nasswiesengräser als Baumaterial. Klimaschutz, den man anfassen kann – CO₂-Speicherung im Moor, nachwachsende Rohstoffe und neue Einkommensquellen für Landwirte in einem Gebäude vereint.

Dass Defra in Großbritannien gerade neue Förderprogramme für Paludikultur und Nassbewirtschaftung gestartet hat, macht den Besuch umso bedeutsamer: Die Frage ist nicht mehr, ob nasse Moore bewirtschaftet werden können – sondern wie schnell wir skalieren.

Danke an das Team des Wildlife Trust BCN und des Great Fen für das Vertrauen. Von Vorpommern in die Fens: Paludikultur verbindet. 🇩🇪🤝🇬🇧



When the UK Farming Minister steps inside a house made from wetland plants. 🌾

A special moment at the Groundswell Festival in Hertfordshire: Farming Minister Stephen Morgan visited the PaludiTinyHouse we at Moor and More built for the Wildlife Trust BCN and the Great Fen project – the "Mobile Inspiration Hub".

The tiny house makes paludiculture tangible: cattail (bulrush) insulation, reed panels, alder wood and wet meadow grasses – all materials from rewetted peatlands. It demonstrates the triple win of wet peatlands: carbon storage in the soil, renewable building materials, and new income streams for farmers.

With Defra having just launched new funding for paludiculture and wetter farming on lowland peat, the timing couldn't be better. The question is no longer whether wet peatlands can be farmed productively – but how fast we can scale.

Thank you to the Wildlife Trust BCN and the Great Fen team for the trust and the great collaboration. From the peatlands of Western Pomerania to the Fens: paludiculture connects. 🇩🇪🤝🇬🇧

Unsere Freunde in GB sind auch glücklich. 🤩
02/02/2026

Unsere Freunde in GB sind auch glücklich. 🤩

Es ist geschafft! 🎉 Das Paludi-Tiny House ist im Great Fen angekommen.Nach einigen unerwarteten Brexit-Hindernissen – be...
30/11/2025

Es ist geschafft! 🎉 Das Paludi-Tiny House ist im Great Fen angekommen.
Nach einigen unerwarteten Brexit-Hindernissen – bei der Zollabfertigung – haben wir es geschafft, das Paludi-Tiny House aus der EU zu exportieren und erfolgreich in das Commonwealth einzuführen.

Ein großes Dankeschön geht an The Wildlife Trusts for Beds, Cambs & Northants und alle Beteiligten, die diesen Weg möglich gemacht haben.

Großbritannien hat nun ein eigenes Paludi-Tiny House, das zeigt, was man aus Paludi-Materialien alles bauen kann – von , also , und Nasswiesengrasmischungen bis hin zu .

Besonders eindrucksvoll ist das Foto der berühmten „Holmes Fen Post“ im Great Fen:
Die Spitze dieser Säule markiert die ursprüngliche Torfoberkante, bevor die Trockenlegung 1845 begann. Seitdem sind mehrere Meter Torf verloren gegangen.

Ein weiterer alarmierender Befund:
Die Drainagen, die dort vor rund 50 Jahren gelegt wurden, um das Moor zu entwässern, liegen heute oben auf dem Torf.

Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die Wiedervernässung ist:

Nur nasse Moore können Landverlust stoppen,

Wasser speichern,

Grundwasserstände stabilisieren

und die zunehmende Austrocknung der Peatlands verlangsamen.

Viele Landwirte im Great Fen erleben die Folgen jedes Jahr:
Im Winter wird der Wasserstand abgesenkt, um die Flächen bearbeiten zu können – und im Sommer fehlt dann genau dieses Wasser zur Bewässerung. Der Boden reißt auf, teils mehrere Zentimeter tief, und mit jedem heißen, trockenen Jahr verschwindet erneut wertvoller Torf.

Moor muss nass – hier wie dort.

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It’s done! 🎉 The Paludi-Tiny House has arrived in the Great Fen.
After navigating several Brexit-related challenges — especially during customs clearance — we successfully exported the Paludi Tiny House from the EU and brought it into the Commonwealth.

A huge thank you to The Wildlife Trust for Bedfordshire, Cambridgeshire, Northamptonshire and everyone involved for making this possible.

The UK now has its own Paludi Tiny House, demonstrating what can be created from paludiculture materials – from , and wet-meadow grass blends to wood.

The famous Holme Fen Post in the Great Fen tells a powerful story:
The top of the post marks the original peat surface before drainage began in 1845. Several metres of peat have disappeared since then.

Another striking observation:
The drainage pipes installed about 50 years ago to dry the land now lie exposed on top of.

Only wet peatlands can halt land loss,

store water,

stabilise groundwater

and slow the accelerating degradation of peat soils.

Farmers in the Great Fen face the consequences annually:
Winter drainage enables fieldwork — but in summer the water is gone, the soil cracks open, and with every dry season more peat disappears.

Peatlands must become wet.

  goes  ! 🇬🇧Jetzt kann man auch im Great Fen in   sehen, was man aus Paludi-Materialien alles machen kann – von Rohrkolb...
28/11/2025

goes ! 🇬🇧
Jetzt kann man auch im Great Fen in sehen, was man aus Paludi-Materialien alles machen kann – von Rohrkolben, Schilf und Nasswiesengrasmischungen bis hin zu Erle.

The arrives in Great Britain soon! 🇬🇧
Now you can see in the Great Fen how versatile paludiculture materials truly are – from cattail, reed and wet-meadow grass blends to alder wood.

Thanks to The Wildlife Trust for Bedfordshire, Cambridgeshire, Northamptonshire

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Greifswald

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