Druckerei Gerthofer GmbH

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Vom Baum zum Buch: Wie funktioniert die Papierherstellung? Wir fassen es jeden Tag an, bedrucken es, falzen es und verpa...
28/08/2026

Vom Baum zum Buch: Wie funktioniert die Papierherstellung?
Wir fassen es jeden Tag an, bedrucken es, falzen es und verpacken Produkte darin. Aber hast du dich schon mal gefragt, wie aus einem massiven Baumstamm eigentlich ein hauchdünnes, glattes Blatt Papier wird? Der Prozess ist eine faszinierende Mischung aus Mechanik, Chemie und riesigen Maschinen!
Kurz gesagt: Papier ist im Grunde ein dicht verfilztes Netz aus winzigen Pflanzenfasern (Zellstoff oder Holzstoff). Um diese Fasern in Form zu bringen, durchläuft das Holz einen gewaltigen Verwandlungsprozess. Die 4 wichtigsten Schritte in der Papierfabrik: 1. Der Brei (Stoffaufbereitung): Das Holz wird entrindet und entweder mechanisch zerrieben (Holzstoff) oder chemisch gekocht, um die reinen Fasern zu gewinnen (Zellstoff). Dieser Stoff wird extrem stark mit Wasser verdünnt, bis ein flüssiger Brei entsteht – die „Suspe“. Sie besteht zu ca. 99 % aus Wasser! 2. Das Sieb (Entwässerung): Der flüssige Brei wird gleichmäßig auf ein langes, extrem schnell laufendes Siebband geschüttet. Das Wasser läuft nach unten ab, während die Fasern sich miteinander verhaken. Hier entscheidet sich auch die Laufrichtung des Papiers, da sich die Fasern parallel zur Bandbewegung ausrichten! 3. Die Press- und Trockenpartie: Die feuchte Faserbahn läuft durch schwere Walzen, die das restliche Wasser wie bei einem Schwamm herauspressen. Danach geht es über beheizte Trockenzylinder, bis das Papier komplett trocken ist.
4. Die Veredelung (Strich & Satinage): Soll es glänzendes Bilderdruckpapier werden? Dann wird das Papier jetzt mit einer feinen Kreideschicht „gestrichen“ und durch glatte Walzen (Kalander) extrem hochglänzend oder matt gepresst. Naturpapier bleibt dagegen ungestrichen.
Warum uns das als Designer interessiert: Je nachdem, wie hoch der Anteil an Zellstoff (reißfest und edel) oder Holzstoff (günstiger, vergilbt schneller wie bei Zeitungen) ist und wie die Oberfläche veredelt wurde, verhält sich das Papier im Druck völlig anders. Gutes Design beginnt immer mit der Wahl des richtigen Papiers! Nutzt du für deine Projekte am liebsten Recyclingpapiere mit sichtbaren Fasern oder klassisch hochweiße Bilderdruckpapiere?

Warum Blau nicht gleich Blau ist: Das CMYK-Modell kurz erklärt Wenn du ein Design für den Druck abspeicherst, stolperst ...
25/08/2026

Warum Blau nicht gleich Blau ist: Das CMYK-Modell kurz erklärt
Wenn du ein Design für den Druck abspeicherst, stolperst du unweigerlich über diese vier Buchstaben: CMYK. Aber was steckt eigentlich dahinter und warum reicht das normale RGB vom Bildschirm nicht aus? Kurz gesagt: CMYK ist das Farbmodell für den physischen Druck. Während Bildschirme mit Licht mischen, arbeitet eine Druckmaschine mit echter Tinte auf Papier.
Das Geheimnis hinter den Buchstaben:
C = Cyan (ein helles Blau)
M = Magenta (ein kräftiges Pink/Rot)
Y = Yellow (Gelb)
K = Key (Schwarz – der „Schlüssel“ für Kontrast und Tiefe)
Die subtraktive Farbmischung: Im Gegensatz zum Bildschirm (RGB), wo alle Farben zusammen weißes Licht ergeben, wird es im Druck umso dunkler, je mehr Farbe du übereinanderlegst. Mischt du Cyan, Magenta und Gelb zu gleichen Teilen, entsteht theoretisch ein dunkles Braun/Schwarz. Weil das in der Praxis aber oft matschig aussieht und extrem viel Tinte verbraucht, gibt es das separate K (Key/Schwarz) für knackige Texte und tiefe Schatten.Der größte Fehler im Design-Alltag:
Ein Design im RGB-Modus anlegen und ungeprüft drucken lassen. Der RGB-Farbraum am Bildschirm ist viel größer und kann leuchtende Neon-Töne oder knalliges Giftgrün darstellen. CMYK kann das auf Papier oft nicht abbilden – das Ergebnis im Druck wird dann stumpf oder blass.
Profi-Tipp: Stelle dein Grafikprogramm (InDesign, Illustrator) für Print-Projekte von Anfang an auf den CMYK-Farbraum ein. So siehst du direkt am Monitor eine realistischere Vorschau des späteren Druckergebnisses!
Hast du schon mal ein blaues Wunder erlebt, weil die gedruckten Farben völlig anders aussahen?

Die Welt des digitalen Lichts: Wie funktioniert der RGB-Farbraum? Wenn du ein Design für Instagram, eine Website oder ei...
06/08/2026

Die Welt des digitalen Lichts: Wie funktioniert der RGB-Farbraum? Wenn du ein Design für Instagram, eine Website oder eine App erstellst, arbeitest du automatisch in ihm: dem RGB-Farbraum. Aber warum unterscheidet sich diese Farbwelt so grundlegend von der Welt des Drucks?Kurz gesagt: Das RGB-System basiert auf physikalischem Licht. Es ist ein additiver Farbraum. Das bedeutet: Farben entstehen, indem Lichtstrahlen übereinandergelegt (addiert) werden. Die drei Grundfarben sind: Rot Grün BlauDas faszinierende Prinzip dahinter kennen wir von Taschenlampen: Strahlt man mit einer roten, einer grünen und einer blauen Taschenlampe exakt auf dieselbe Stelle, entsteht durch die maximale Überlagerung reines, helles Weiß. Schaltet man alle Lampen komplett aus, herrscht absolute Dunkelheit – also Schwarz.Die digitale Übersetzung (0 bis 255):In Designprogrammen wie Photoshop oder Figma steuerst du jede der drei Farben mit einem Wert von 0 bis 255:R: 0, G: 0, B: 0 bedeutet kein Licht = Schwarz.R: 255, G: 255, B: 255 bedeutet volle Power auf allen Kanälen = Weiß.R: 255, G: 0, B: 0 gibt dir ein absolut reines, knalliges Rot. Warum das für Designer wichtig ist:Da Monitore, Smartphones und Fernseher von Natur aus leuchten, können sie im RGB-Modus extrem leuchtende, brillante Farben darstellen (z. B. giftiges Neon-Grün oder tiefes Elektro-Blau). Wenn du diese Dateien später drucken willst, müssen sie in den CMYK-Farbraum (Körperfarben/Pigmente) konzipiert werden. Da Papier selbst nicht leuchtet, gehen dabei oft die extremen RGB-Leuchtkräfte verloren.Gestaltest du deine Projekte primär für die strahlende RGB-Bildschirmwelt oder schlägt dein Herz eher für gedruckte CMYK-Medien?

Die Atome der digitalen Welt: Was ist eigentlich ein Pixel?Egal ob du gerade durch Instagram scrollst, ein Video schaust...
04/08/2026

Die Atome der digitalen Welt: Was ist eigentlich ein Pixel?Egal ob du gerade durch Instagram scrollst, ein Video schaust oder ein Foto in Photoshop bearbeitest – alles, was du auf deinem Bildschirm siehst, besteht aus ihnen: Pixeln. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff?Kurz gesagt: Das Wort Pixel setzt sich aus den englischen Begriffen Pics (Pictures) und Element zusammen – es ist also schlicht ein „Bildelement“. Ein Pixel ist die kleinste quadratische Einheit eines digitalen Rasterbildes. Jedes einzelne Pixel kann genau eine einzige Farbe zur selben Zeit anzeigen.Erst wenn Millionen dieser winzigen Farbrechtecke ganz dicht nebeneinanderliegen, setzt unser Gehirn sie zu einem scharfen, fließenden Bild zusammen. Die Anatomie des Pixels (RGB) Wenn du ganz nah mit einer Lupe an einen älteren Fernseher oder Monitor herangehst, siehst du, dass ein Pixel selbst noch einmal aus drei winzigen Leuchtpunkten besteht: Rot, Grün und Blau (die physikalischen Grundfarben des Lichts). Durch das Mischen dieser drei Farben in unterschiedlicher Intensität kann ein einziges Pixel Millionen von verschiedenen Farbtönen erzeugen Pixel vs. Vektor – Das ewige Duell:Pixelgrafiken (Rastergrafiken): Bestimmen Fotos. Sie haben eine feste Auflösung. Wenn du sie zu groß ziehst, siehst du die einzelnen Quadrate – das Bild „verpixelt“. Vektorgrafiken: Bestehen aus mathematischen Formeln (z. B. Logos oder Schriften). Du kannst sie unendlich groß ziehen (z. B. auf die Größe eines Hochhauses), und sie bleiben immer gestochen scharf. Warum uns Pixelgrößen im Alltag begleiten:Die Anzahl der Pixel bestimmt die Auflösung eines Bildes oder Bildschirms. Ein Full-HD-Monitor hat beispielsweise exakt 1920x1080 Pixel. Je mehr Pixel auf einer bestimmten Fläche sitzen (Stichwort: PPI – Pixels Per Inch), desto schärfer und detailreicher wirkt das Bild für unser Auge!Arbeitest du in deinem Design-Alltag hauptsächlich mit Pixeldaten in Photoshop oder bist du eher in der unendlichen Vektorwelt von Illustrator unterwegs?

Design, das man fühlen kann: Was ist eine Blindprägung? Es gibt Veredelungen im Printdesign, die fallen sofort ins Auge....
30/07/2026

Design, das man fühlen kann: Was ist eine Blindprägung?

Es gibt Veredelungen im Printdesign, die fallen sofort ins Auge. Und dann gibt es die Blindprägung – sie ist subtil, extrem edel und sorgt für den absoluten „Wow-Effekt“, sobald man das Papier berührt.
Kurz gesagt: Bei einer Blindprägung wird ein Motiv (ein Logo, ein Schriftzug oder ein Muster) mithilfe eines Stempels (Klischee) und starkem Druck dreidimensional in das Papier geprägt – und zwar ohne Farbe oder Folie (deshalb „blind“).
Es entsteht ein reines Spiel aus Licht und Schatten auf der Oberfläche.
Es gibt zwei Richtungen:
Hochprägung (Prägung nach oben): Das Motiv hebt sich fühlbar vom Papier ab.
Tiefprägung (Prägung nach unten): Das Motiv wird in das Papier hineingepresst.
Darauf musst du als Designer achten:
Das richtige Papier: Dünnes Druckerpapier funktioniert hier nicht. Du brauchst dickes, weiches oder ungestrichenes Papier (z. B. Naturpapier oder Baumwollkarton), damit die Prägung richtig tief und stabil wird.
Keine winzigen Details: Sehr feine Linien oder winzige Texte gehen beim Prägen schnell verloren oder wirken verwaschen. Setze lieber auf klare, kräftige Formen.
Die Rückseite beachten: Wenn du das Papier von einer Seite nach oben prägst, siehst du auf der Rückseite das Negativ (eine Vertiefung). Das musst du im Layout einplanen!
Hast du schon mal ein Design mit Blindprägung veredelt?

Das Chamäleon im Printdesign: Was macht ein gutes Etikett aus? Ob auf der Weinflasche, dem Kosmetiktiegel, dem Versandka...
28/07/2026

Das Chamäleon im Printdesign: Was macht ein gutes Etikett aus?

Ob auf der Weinflasche, dem Kosmetiktiegel, dem Versandkarton oder der Müslipackung: Etiketten begegnen uns überall. Für uns Mediendesigner sind sie eine fantastische Spielwiese – aber auch eine technische Herausforderung!
Kurz gesagt: Ein Etikett ist weit mehr als nur ein Aufkleber. Es muss nicht nur toll aussehen und die Markenbotschaft transportieren, sondern oft auch extremen Bedingungen standhalten.
Die 3 wichtigsten Fragen vor der Gestaltung:
Was muss das Etikett aushalten? Eine Weinflasche steht im feuchten Eiskübel, ein Duschgel steht unter fließendem Wasser, und ein Öl-Fläschen wird fettig. Hier entscheidet das Material: Papier weicht schnell durch, während robuste Folien (z. B. PP- oder PE-Folien) wasser- und ölabweisend sind.
Auf welchem Untergrund klebt es? Ist die Oberfläche flach, rau, biegsam oder rund? Bei runden Flaschen oder Gläsern musst du im Layout beachten, dass das Design beim Betrachten „herumwandert“. Wichtige Infos gehören deshalb immer ins Zentrum der Sichtfläche!
Wie wird es aufgeklebt? Werden die Etiketten später von Hand aufgeklebt oder maschinell in einer Abfüllanlage? Für Maschinen müssen die Etiketten auf einer Rolle geliefert werden – und hierbei ist die „Laufrichtung“ (wie das Etikett auf dem Band steht) extrem wichtig für die Druckerei.
Design-Tipp: Nutze bei Etiketten Veredelungen! Eine Heißfolienprägung in Gold auf einem strukturierten Naturpapier lässt ein Produkt im Supermarktregal sofort dreimal so teuer und hochwertig wirken.
Was war das spannendste Produkt, für das du je ein Etikett gestaltet hast?

Was ist eigentlich der „Anschnitt“?Hast du dich schon mal gefragt, warum Druckdateien oft ein bisschen größer angelegt w...
23/07/2026

Was ist eigentlich der „Anschnitt“?
Hast du dich schon mal gefragt, warum Druckdateien oft ein bisschen größer angelegt werden müssen als das fertige Produkt? Das Geheimnis heißt: Anschnitt (oder auch Beschnittzugabe)!
Kurz gesagt: Der Anschnitt ist ein schmaler Rand (meistens 3 mm) außerhalb des eigentlichen Formats. Er sorgt dafür, dass dein Design nach dem Drucken und Schneiden perfekt aussieht.
Warum brauchst du ihn?
Druckmaschinen und Schneidemaschinen arbeiten millimetergenau – aber eben nicht zu 100 % perfekt. Es kann beim Schneiden des Papiers zu minimalen Verschiebungen kommen.
Ohne Anschnitt: Rutscht das Messer nur einen Millimeter ab, hast du plötzlich einen unschönen weißen Rand (sogenannte „Blitzer“) an den Kanten.
Mit Anschnitt: Hintergrundbilder, Farben und Grafiken werden einfach über den Rand hinausgezogen. Wenn das Messer schneidet, erwischt es immer die Farbe – dein Produkt ist perfekt randlos bedruckt!
Die goldene Regel: Alles, was bis zum Rand gehen soll (Hintergründe, Fotos), muss in den Anschnitt gezogen werden. Wichtige Elemente wie Text oder Logos müssen dagegen weit genug vom Rand weg sein (Sicherheitsabstand), damit sie nicht versehentlich abgeschnitten werden!

Hattest du schon mal Probleme mit „Blitzern“ im Druck? Schreib es in die Kommentare!

Warum deine Bilder im Druck pixelig werden (und wie du es verhinderst)„Das Bild sieht auf meinem Handy super aus, warum ...
18/07/2026

Warum deine Bilder im Druck pixelig werden (und wie du es verhinderst)

„Das Bild sieht auf meinem Handy super aus, warum ist es im Druck so unscharf?“ – Der Endgegner im Grafikdesign heißt: die falsche Auflösung. Hier ist der Unterschied zwischen Bildschirm und Papier ganz einfach erklärt:
PPI (Pixels per Inch) = Für den Bildschirm. Monitore und Smartphones bestehen aus winzigen Lichtpunkten (Pixeln). Für digitale Grafiken (Instagram, Websites) reicht meistens eine Auflösung von 72 ppi völlig aus, damit alles scharf aussieht. Mehr Pixel machen die Datei nur unnötig schwer.
DPI (Dots per Inch) = Für den Druck. Druckmaschinen sprühen winzige Farbpunkte (Dots) aufs Papier. Weil wir Gedrucktes oft viel genauer betrachten und Papier keine Hintergrundbeleuchtung hat, brauchen wir hier eine viel höhere Dichte.
Die magische Zahl im Print: 300 dpi ist der Standard für Flyer, Magazine und Broschüren. Der größte Fehler:
Man kann ein Bild mit niedriger Auflösung (z. B. aus dem Internet) im Nachhinein nicht einfach „hochrechnen“. Photoshop kann fehlende Bilddetails nicht herbeizaubern – das Bild wird dadurch nur matschig oder pixelig. Faustregel für dein nächstes Projekt:
Web/Social Media: 72 ppi (Farbraum: RGB)
Drucksachen: 300 dpi (Farbraum: CMYK)
Welche Auflösung nutzt du standardmäßig für deine Projekte? Schreib’s in die Kommentare!

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Am Karlstollen 5
Geislingen An Der Steige
73312

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Dienstag 08:00 - 18:00
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