13/02/2025
"Entscheidend ist immer der Blickwinkel!"
Heute bin ich wieder einmal mit der Deutschen Bahn unterwegs.
Gebucht ist ein ICE-Direktzug-Platz von FR nach HH mit umsteigen in den Regio-Zug nach Lübeck. Die Fahrt, fast einmal durch ganz Deutschland, der Länge nach.
Seit Jahren sehe ich Bahnfahren, im Gegensatz zu anderen Zeitgenossen, gelassen, denn ich plane vorrausschauend grosszügige Zeitfenster in meine Reisen gleich mit ein.
Die Reise selbst ist für mich jetzt ein Event, ein Abenteuer mit ungewisser Ankunftszeit. Mir genügt das Gefühl "es geht voran" auf meiner favorisierten Strecke.
Gefahren zu werden in kuscheliger Wohlfühl-Umgebung mit ausreichenden Bewegungsfreiheiten, der Optionen auf einen "zu-jeder-Zeit"-Kaffee, empfinde ich als wahren Luxus und genügt meinen ansonsten einfachen Selbstversorger-Reise-Bedürfnissen.
Immer dabei habe ich meinen Laptop und wenn ich nicht gerade Ideen für Kundenprojekte oder für meine private Zukunft entwickle, Erfahrenes formuliere oder mich in interessanten Gesprächen mit kommunikationsfreudigen Mitreisenden und Miterlebenden verliere, unterhalte ich mich mit archivierten Lieblingsmusik
oder ich zelebriere einfach nur das stille dahingleiten.
Gefühlt ist die Zeit in der Bahn, inklusiv der „kostenfreien“ Bonusdreingaben, immer kurzweilig. Mit großer Dankbarkeit dann am Ziel angekommen zu sein freue ich mich bereits auf das nächste Bahn-Abenteuer, „die Rückreise“.
Entscheidend, und das gilt nicht nur für Bahnfahrten, ist immer der Blickwinkel mit dem man ein und die selbe Sache betrachtet.
Der Aufreger einerseits kann auch gleichzeitig ein Geschenk sein. Die Antwort, "Wie will ich damit umgehen?" gebe ich mir selbst.
Ich persönlich habe Frieden mit den augenscheinlichen Defiziten bei den Bahnfahrten geschlossen und ich fahre entspannt damit.