01/06/2026
Eine aktuelle Studie zeigt: Wer seine Freizeit bewusst gestaltet, profitiert nicht nur privat – auch die Arbeitswelt gewinnt. Forschende der University of East Anglia und der Erasmus Universität Rotterdam haben herausgefunden, dass gezielt ausgeübte Hobbys die Kreativität, das Engagement und das Gefühl von Sinnhaftigkeit bei der Arbeit steigern. 📊
Dieses Konzept nennt sich “leisure crafting”: Hobbys nicht nur zum Abschalten nutzen, sondern bewusst weiterentwickeln – mit positiven Rückwirkungen auf die Arbeit (London Business Journal, 2026).
Und hier wird es besonders spannend für die Personalarbeit: Was passiert, wenn Arbeitgeber diesen Transfer nicht nur anerkennen, sondern aktiv ermöglichen?❓
Ein Beispiel: Arbeiterwohlfahrt (AWO) Thüringen setzt genau dort an – und geht einen Schritt weiter. Unter dem Employer-Branding-Versprechen „Bei uns stehen dir alle Türen offen“ zeigt die AWO Landesverband Thüringen e.V., dass Mitarbeitende nicht nur fachlich, sondern als ganze Menschen willkommen sind. Kompetenzen aus dem Privaten dürfen auch im Job Raum finden und werden dort geschätzt.
Das heißt konkret: Eine Pflegefachkraft, die privat leidenschaftlich fotografiert oder musiziert, kann diese Fähigkeiten auch im Arbeitsalltag einbringen:
🎶 musikalische Begleitung für Senior*innen
📸 kreative Fotodokumentation von Bildungs- und Kulturaktionen
🤳🏽 Beteiligung an internen Social-Media-Stories oder kulturellen Veranstaltungen
Das ist mehr als ein Benefit-Extra – es ist ein Statement zur Haltung: Wir sehen dich als ganzen Menschen – nicht nur als Job-Funktion.❗️
Und genau das wirkt sich auf Motivation und Verbundenheit aus:
✔️ Mitarbeitende erleben ihre Arbeit als sinnstiftender
✔️ sie fühlen sich wertgeschätzt
✔️ sie engagieren sich mit mehr Energie und Eigeninitiative
Danke an die AWO und Katja Glybowskaja für das Vertrauen und die Zusammenarbeit. Weiterhin viel Erfolg mit der Kampagne!
💡 Takeaway für HR und Führung:
Wenn wir Mitarbeitende darin bestärken, ihre kompletten Kompetenzen bei uns einzubringen – auch solche, die nicht auf den ersten Blick „fachlich passend“ sind – machen wir Arbeit nicht nur produktiver, sondern auch menschlicher, attraktiver und bindender.