Osman Zöllner Marketing Strategen

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Mehr Reichweite bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn.Ein neuer EU-Markt ist im Onlineshop schnell freigeschaltet. Prod...
26/08/2026

Mehr Reichweite bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn.

Ein neuer EU-Markt ist im Onlineshop schnell freigeschaltet. Produkte übersetzen, Versandzone ergänzen, Kampagnen starten – technisch ist vieles innerhalb weniger Wochen möglich.

Wirtschaftlich beginnt die eigentliche Arbeit jedoch erst danach.

Eine neue Studie von ibi research zeigt: Für viele Unternehmen ist nicht mehr der Marktzugang der größte Engpass, sondern die wachsende Komplexität.

Dazu gehören:

• unterschiedliche rechtliche Anforderungen
• Steuern und länderspezifische Pflichten
• Versandkosten und Lieferqualität
• Retouren und Ersatzlieferungen
• zusätzlicher Kundenservice
• Plattform- und Zahlungsgebühren
• steigende Marketingkosten

Besonders bei niedrigen Warenkörben können wenige Euro Zusatzkosten aus einem vermeintlich attraktiven Auslandsauftrag schnell ein Verlustgeschäft machen.

Das betrifft auch Onlinedruckereien. Standardisierte Produkte und automatisierte Prozesse bieten zwar gute Voraussetzungen für die Expansion. Gleichzeitig reagieren viele Druckprodukte empfindlich auf zusätzliche Versand-, Service- und Reklamationskosten.

Unsere zentrale These:

Ein neuer Markt sollte nicht anhand seiner potenziellen Reichweite bewertet werden, sondern anhand des realistischen Deckungsbeitrags einer konkreten Produkt-Markt-Kombination.

Deshalb sollte die Reihenfolge lauten:

1. Geeignete Produkte auswählen
2. Vollständigen Deckungsbeitrag berechnen
3. Recht und Prozesse vorbereiten
4. Einen begrenzten Markttest durchführen
5. Erst nach belastbaren Ergebnissen skalieren

Der ganze Artikel ist auf unserer Website in unserem Magazin erschienen.

Ihre YouTube-Views können seit heute steigen – ohne einen einzigen zusätzlichen interessierten Zuschauer.Seit dem 24. Au...
25/08/2026

Ihre YouTube-Views können seit heute steigen – ohne einen einzigen zusätzlichen interessierten Zuschauer.

Seit dem 24. August 2026 zählt YouTube einen öffentlichen View, sobald der erste Frame abgespielt wird.

Das gilt für Langvideos, Podcasts und Livestreams. Bei Shorts wird bereits seit 2025 so gezählt.

Besonders bemerkenswert: Selbst eine Videovorschau, die auf der Startseite durch Hover automatisch startet, kann nun einen View erzeugen.

Der öffentliche View wird damit stärker zur Kennzahl für Wiedergabestarts. Er zeigt nicht, ob jemand tatsächlich länger zugesehen hat.

Die bisherige Messmethode bleibt deshalb als „Engaged Views“ in YouTube Analytics erhalten. Aber auch diese Kennzahl ist kein vollständiger Aufmerksamkeitsnachweis: Ein aktiver Klick auf ein Thumbnail zählt bereits als Engaged View.

Ob ein Video wirklich funktioniert, zeigen künftig vor allem:

• Engaged Views
• Wiedergabezeit
• durchschnittliche Wiedergabedauer
• Zuschauerbindung
• Klicks und Conversions

Für Unternehmen und Agenturen entsteht am 24. August ein klarer methodischer Bruch.

Meine Empfehlung:

• Öffentliche Views und Engaged Views getrennt ausweisen
• Vergleiche vor und nach dem 24. August kennzeichnen
• organische und bezahlte Views voneinander trennen
• bei Creator-Kooperationen genau definieren, welche Kennzahl als Leistungsnachweis gilt

Wichtig für Werbetreibende: Die Abrechnung von Google Ads ändert sich dadurch nicht automatisch. TrueView Views werden weiterhin nach eigenen Kriterien gemessen.

Meine These:

Der öffentliche YouTube-View zeigt künftig, dass ein Video angelaufen ist. Ob daraus Interesse und Aufmerksamkeit entstanden sind, entscheidet sich erst danach.

Wer Views bislang als wichtigste KPI oder Grundlage für Creator-Honorare verwendet hat, sollte sein Reporting jetzt überarbeiten.

Habt ihr die neue Zählweise in euren Reports bereits berücksichtigt?

Quelle: Offizieller YouTube-Blog und Google Ads Help

Seit dem 18. August 2026 ist die Content API for Shopping offiziell Geschichte.Google ersetzt die bisherige Shopping-Sch...
19/08/2026

Seit dem 18. August 2026 ist die Content API for Shopping offiziell Geschichte.
Google ersetzt die bisherige Shopping-Schnittstelle durch die Merchant API.
Das klingt zunächst nach einem technischen Detail.
Für Händler kann es aber direkte Auswirkungen auf Marketing und Umsatz haben.
Denn über solche Schnittstellen werden Produktdaten, Preise und Verfügbarkeiten an das Merchant Center übertragen. Wenn diese Verbindung nicht mehr sauber funktioniert, entstehen Probleme oft nicht zuerst im Anzeigenkonto, sondern eine Ebene davor.
Mögliche Folgen:
- veraltete Preise
- falsche Bestände
- Produktablehnungen im Merchant Center
- fehlerhafte Shopping-Daten
- Probleme in Shopping- und Performance-Max-Kampagnen
Wichtig ist die Differenzierung:
Nicht jeder Händler muss selbst aktiv werden.
Wer eine betreute Standardanbindung nutzt, zum Beispiel eine gepflegte Shop-App oder einen aktiven Feed-Dienstleister, wurde in vielen Fällen bereits umgestellt.
Das Risiko liegt vor allem bei individuellen Anbindungen, älteren Plugins und Schnittstellen, die irgendwann eingerichtet wurden und seitdem nicht mehr aktiv überwacht werden.
Meine Einschätzung:
Viele Shopping-Probleme entstehen nicht in der Kampagne selbst, sondern in der Datenbasis, auf der die Kampagne arbeitet.
Deshalb sollten Shopbetreiber jetzt prüfen lassen, ob noch irgendwo eine Verbindung über die alte Content API for Shopping v2.1 läuft.
Sinnvoll ist eine kurze schriftliche Bestätigung durch Entwickler, Pluginanbieter oder Feed-Dienstleister.
Danach sollte im Merchant Center kontrolliert werden:
- Wann wurden Produktdaten zuletzt aktualisiert?
- Stimmen Preise und Verfügbarkeiten?
- Gibt es neue Warnungen oder Ablehnungen?
- Sind Shopping- oder Performance-Max-Kampagnen betroffen?
Marketing endet nicht bei Anzeigen, Budgets und Creatives.
Wenn die Produktdaten nicht stimmen, kann auch die beste Kampagne nicht sauber arbeiten.

Amazon will seine Daten schützen – und könnte dabei das Vertrauen der Kunden beschädigen.Für einen Teil der Kundschaft z...
19/08/2026

Amazon will seine Daten schützen – und könnte dabei das Vertrauen der Kunden beschädigen.

Für einen Teil der Kundschaft zeigt Amazon bei manchen Produkten offenbar nur noch eine begrenzte Auswahl an Rezensionen an. Teilweise sollen lediglich rund acht Bewertungen sichtbar sein.

Wer weitere Rezensionen lesen möchte, muss deren Freischaltung anfordern – mit einer möglichen Wartezeit von bis zu fünf Werktagen.

Amazon begründet die Einschränkung mit dem Schutz vor unerlaubtem Scraping. Doch aus Händlersicht entsteht dadurch ein ganz anderes Problem:

Rezensionen sind keine nette Ergänzung einer Produktseite. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Kaufentscheidung.

Sie helfen Kunden dabei,

→ Produkte realistisch einzuschätzen
→ einzelne negative Erfahrungen einzuordnen
→ Unsicherheiten vor dem Kauf abzubauen
→ Vertrauen in Produkt und Händler aufzubauen

Werden nur wenige Rezensionen angezeigt, kann eine einzelne negative Bewertung plötzlich deutlich stärker ins Gewicht fallen. Gleichzeitig verlieren Händler einen wichtigen Einblick in wiederkehrende Fragen, Kritikpunkte und mögliche Produktprobleme.

Das zeigt erneut ein grundsätzliches Risiko des Plattformhandels:

Reichweite, Darstellung und Zugang zu Kundendaten werden vom Marktplatz kontrolliert – nicht vom Händler.

Amazon-Händler sollten Vertrauen deshalb nicht ausschließlich auf der Plattform aufbauen. Ein eigener Onlineshop, nachvollziehbare Kundenstimmen, authentischer User Generated Content, ausführliche Produktinformationen und eine direkte Kundenbeziehung werden immer wichtiger.

Denn Reichweite kann man über einen Marktplatz beziehen.

Das Vertrauen in die eigene Marke sollte man jedoch selbst besitzen.

Wäre es für euch ein Kaufhindernis, wenn ihr vor einer Bestellung nur acht ausgewählte Rezensionen lesen könntet?

Vier Druckereien. Vier Arten, Vertrauen zu verkaufen. 🖨️Wir haben FLYERALARM, WIRmachenDRUCK, Onlineprinters und print24...
18/08/2026

Vier Druckereien. Vier Arten, Vertrauen zu verkaufen. 🖨️

Wir haben FLYERALARM, WIRmachenDRUCK, Onlineprinters und print24 umfassend analysiert:

📣 FLYERALARM
Markenwirkung, Sichtbarkeit und Entertainment

⚡ WIRmachenDRUCK
Preis, Sortiment und direkte Aktivierung

🤝 Onlineprinters
Fachlichkeit, Service und menschliche Nähe

🧭 print24
Funktionale Klarheit, Produktvielfalt und Angebotslogik

Dafür haben wir uns Corporate Design, Logos, Claims, Shop-UX, Kampagnen, Sponsoring, Social Media, Meta- und Google-Ads sowie öffentlich verfügbare Umsatzzahlen angesehen.

Das Ergebnis: Vergleichbare Produkte führen noch lange nicht zu vergleichbaren Markenstrategien.

Welche der vier Druckereien ist aus deiner Sicht am klarsten positioniert?

Schreib es in die Kommentare und speichere den Beitrag für deinen nächsten Wettbewerbsvergleich.

Den vollständigen Artikel findest du über den Link in unserer Bio.

AB HEUTE KANN EINE GUT LAUFENDE GOOGLE-ADS-KAMPAGNE SCHLECHTER WERDEN, OBWOHL NIEMAND BUDGET ODER GEBOTSZIEL VERÄNDERT H...
17/08/2026

AB HEUTE KANN EINE GUT LAUFENDE GOOGLE-ADS-KAMPAGNE SCHLECHTER WERDEN, OBWOHL NIEMAND BUDGET ODER GEBOTSZIEL VERÄNDERT HAT.

Google beginnt heute mit dem mehrwöchigen Rollout einer veränderten Gebotslogik für budgetbegrenzte Kampagnen.

Betroffen sind vor allem Search, Shopping, Performance Max, Demand Gen und Travel, wenn sie:

→ „Durch Budget eingeschränkt“ sind
→ Ziel-CPA oder Ziel-ROAS verwenden

Google will diese Kampagnen künftig konsequenter in Richtung des eingetragenen Ziels steuern.

Was das praktisch bedeutet:

Eine Kampagne hat einen Ziel-CPA von 10 Euro eingetragen, erreicht tatsächlich aber seit längerer Zeit 5 Euro.

Bisher konnte diese Übererfüllung trotz des großzügigeren Ziels bestehen bleiben. Künftig kann sich der tatsächliche CPA stärker in Richtung 10 Euro bewegen.

Das Budget wird dadurch nicht automatisch erhöht.

Innerhalb desselben Budgets könnten jedoch weniger Conversions erzielt werden.

Bei Ziel-ROAS gilt die Logik umgekehrt: Liegt der tatsächliche ROAS deutlich über dem eingetragenen Ziel, kann er sich künftig stärker dem niedrigeren Zielwert annähern.

Besonders bei Performance Max und Demand Gen kann sich zusätzlich verändern, über welche Kanäle und Inventare Google das Budget verteilt.

Wichtig: Google garantiert weder einen CPA von exakt 10 Euro noch eine bestimmte Zahl an Conversions. Der Rollout erfolgt außerdem über mehrere Wochen und erreicht nicht jedes Konto gleichzeitig.

Trotzdem verändert sich die Bedeutung der Kontoeinstellungen:

Ein Zielwert ist keine unverbindliche Orientierung und kein historischer Platzhalter.

Er ist eine wirtschaftliche Handlungsanweisung an den Algorithmus.

Was Unternehmen und Agenturen jetzt prüfen sollten:

1. Alle budgetbegrenzten Kampagnen mit Zielstrategie herausfiltern.
2. Eingetragenes Ziel mit der tatsächlichen Leistung der letzten 30 bis 90 Tage vergleichen.
3. Zielwerte anhand von Marge, Kundenwert, Abschlussquote und Gewinnziel bestimmen.
4. Aktuelle Ergebnisse als Ausgangswert dokumentieren.
5. Performance Max und Demand Gen auf Veränderungen der Kanalverteilung überwachen.

Im neuen Marketing-Propheten-Artikel haben wir die Änderung, betroffene Kampagnen, Rechenbeispiele und einen konkreten Konto-Check ausführlich zusammengefasst:

https://marketing-strategen.com/google-ads-gebotsstrategie-august-2026/

Wie groß ist die Lücke zwischen eingetragenem Ziel und tatsächlicher Leistung in euren Kampagnen?

Werbung ist nicht automatisch wirksam, nur weil sie regelmäßig ausgespielt wird.Viele Unternehmen planen ihre Kampagnen ...
13/08/2026

Werbung ist nicht automatisch wirksam, nur weil sie regelmäßig ausgespielt wird.
Viele Unternehmen planen ihre Kampagnen nach einem einfachen Prinzip: Budget festlegen, Zeitraum bestimmen und loslegen.
Doch wann sollte Werbung dauerhaft laufen? Wann sind bewusste Pausen sinnvoll? Und wann braucht es eine gleichmäßige Basis mit gezielten Spitzen?
Genau dafür gibt es verschiedene Schaltstrategien:
🔴 Continuity sorgt für dauerhafte Präsenz. 🔴 Flighting arbeitet mit klaren Werbephasen und Pausen. 🔴 Pulsing kombiniert eine Grundpräsenz mit intensiveren Schaltzeiten.
Welche Strategie funktioniert, hängt unter anderem vom Produkt, der Nachfrage, dem Budget und den Zielen der Kampagne ab. Dabei gelten diese Prinzipien längst nicht mehr nur für Fernsehwerbung. Sie lassen sich ebenso auf YouTube, Social Media und andere digitale Kanäle übertragen.
In unserem neuen Artikel erklären wir die Unterschiede, zeigen typische Einsatzbereiche und geben konkrete Empfehlungen für die Mediaplanung.
👉 https://f.mtr.cool/prhlvmpqne
Wie plant ihr eure Werbung: dauerhaft präsent oder lieber in gezielten Schüben?

Je länger ich im Marketing arbeite, desto klarer wird mir: Menschen entscheiden selten so rational, wie wir gerne glaube...
27/07/2026

Je länger ich im Marketing arbeite, desto klarer wird mir: Menschen entscheiden selten so rational, wie wir gerne glauben.

Oft sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Eine verständliche Formulierung. Ein glaubwürdiger Hinweis. Die richtige Reihenfolge von Informationen. Oder einfach das Gefühl, sich auf einer Website gut zurechtzufinden.

Genau deshalb finde ich Behavior Patterns so spannend.

Sie helfen uns zu verstehen, warum Menschen bestimmte Inhalte wahrnehmen, warum sie Vertrauen entwickeln – und warum sie an manchen Stellen unsicher werden oder abbrechen.

Für mich gehört dieses Wissen zu einer guten Strategie einfach dazu. Nicht, um Menschen auszutricksen oder zu einer Entscheidung zu drängen. Sondern um Websites, Shops und Angebote so zu gestalten, dass sie verständlicher werden und sich für den Nutzer richtig anfühlen.

Dabei gibt es aber eine Grenze, über die wir im Marketing viel häufiger sprechen sollten.

Künstliche Verknappung, versteckte Kosten, erschwerte Kündigungen oder bewusst irreführende Formulierungen können kurzfristig vielleicht eine bessere Conversion bringen. Aber zu welchem Preis?

Wer Vertrauen verspielt, verliert am Ende mehr als nur einen einzelnen Kunden.

Mich beschäftigt deshalb nicht nur die Frage: „Wie können wir mehr verkaufen?“

Ich finde die wichtigere Frage lautet: „Wie können wir Menschen dabei helfen, eine gute und selbstbestimmte Entscheidung zu treffen?“

Damit man einen einfachen Einstieg in das Thema bekommt, haben wir ein kompaktes Factsheet erstellt. Darin erklären und beschreiben wir einige der wichtigsten Behavior Patterns und zeigen auch, wann aus einer Entscheidungshilfe ein problematisches Dark Pattern wird.

Das Factsheet könnt ihr kostenlos über unseren neuen Artikel auf der Webseite herunterladen – ohne Newsletter-Anmeldung, ohne Formular und ohne mit euren persönlichen Daten bezahlen zu müssen. 😉

Denn gutes Marketing muss wirken. Aber es sollte sich für beide Seiten gut und richtig anfühlen.

Pitchkultur im Marketing vs. 4 Wecken vom Bäcker„Ich hätte gerne vier Wecken.Aber bitte nicht einfach einpacken.Ich hätt...
07/07/2026

Pitchkultur im Marketing vs. 4 Wecken vom Bäcker

„Ich hätte gerne vier Wecken.

Aber bitte nicht einfach einpacken.

Ich hätte vorher gerne ein kleines Konzept:

Welcher passt zu meiner Familie?
Welcher wirkt hochwertig?
Welche Kombination empfehlen Sie?

Und bitte noch zwei Alternativen: günstig und Premium.

Ach ja: Der Bäcker gegenüber ist billiger. Können Sie da mitgehen?

Und können Sie das bis morgen früh präsentieren?“

Nach 45 Minuten Beratung verlasst ihr die Bäckerei.

Ohne Kauf.
Ohne Entscheidung.
Ohne Rückmeldung.

Klingt absurd?

Im Marketing ist das Alltag.

Wir hören regelmäßig:

„Könnt ihr mal kurz eine Einschätzung geben?“
„Könnt ihr eine Strategie skizzieren?“
„Könnt ihr zeigen, wie ihr unser SEO angehen würdet?“
„Könnt ihr Kampagnenideen mitbringen?“

Natürlich können wir das.

Aber genau darin liegt das Problem.

Aus „mal kurz einschätzen“ wird schnell: Wettbewerbsanalyse, SEO-Ersteinschätzung, Kanalstrategie, Content-Idee, Budgetlogik und Kampagnenansatz.

Also ziemlich viel von dem, wofür Kunden später eigentlich bezahlen.

Nicht jedes Gespräch muss zu einem Auftrag führen.
Nicht jeder Kunde passt zu uns.

Aber was nicht in Ordnung ist:

Wenn Agenturen halbe Strategien liefern sollen, damit andere später damit weiterarbeiten.

Wenn Ideen kostenlos eingesammelt werden.

Wenn mehrere Dienstleister pitchen und niemand weiß, ob Budget, Entscheidung oder ein fairer Prozess dahintersteht.

Strategie ist kein Gratis-Anhang zum Angebot.
Analyse ist keine kostenlose Kostprobe.
Kreativität ist keine Probe auf Verdacht.

Wir beraten gerne.
Wir stellen kritische Fragen.
Wir geben eine erste Einschätzung.
Wir sagen auch ehrlich, wenn wir nicht die Richtigen sind.

Aber wir müssen klarer trennen zwischen Kennenlernen und kostenloser Strategiearbeit.

Der Bäcker diskutiert auch keine halbe Stunde über vier Wecken, damit du danach beim nächsten Bäcker bestellst.

Wenn wir unsere Arbeit nicht sauber einordnen, warum sollten es andere tun?

Wie geht ihr mit Pitches und unbezahlten Konzepten um?



P.S.: Das Rad ist nicht neu. Aber manchmal passt Copy & Paste, wenn das Thema aktuell bleibt.

02/07/2026

Ein regionales Fest beginnt heute nicht erst auf dem Festplatz.

Es beginnt bei Google.

Anlässlich des Mariahilfbergfests haben wir die digitale Besucherreise einmal aus Sicht eines auswärtigen Gastes durchgespielt.

Das Fest findet 2026 vom 27. Juni bis 5. Juli statt. Die wichtigsten Informationen sind online vorhanden – allerdings auf mehrere Anlaufstellen verteilt: Die Kirchenstiftung stellt Termin und Gottesdienstinformationen bereit, Stadt und Tourismus führen das Fest in ihren Übersichten und der ZNAS veröffentlicht einen eigenen Fahrplan für die Bergfest-Linie 417.

Unser konstruktiver Kurzcheck:

1. Google-Suche

Der Termin ist schnell gefunden.

Danach beginnt jedoch die Suche nach den Details:

Was findet heute statt?
Wie komme ich auf den Berg?
Wo kann ich reservieren?
Welche Angebote gibt es vor Ort?

Die Antworten liegen auf unterschiedlichen Websites.

2. Mobile Informationen

Ideal wäre eine zentrale Seite mit einer einfachen Ansicht:

Heute auf dem Berg

Darauf gehören auf einen Blick:

– Tagesprogramm
– Gottesdienstzeiten
– Anreise und Busfahrplan
– Lageplan
– Reservierungsmöglichkeiten
– Hinweise zu Barrierefreiheit und Bezahlung
– kurzfristige Änderungen

Nicht als mehrere PDFs, sondern mobil lesbar und laufend aktualisierbar.

3. Anreise

Mit der Linie 417 gibt es ein konkretes Nahverkehrsangebot zum Festplatz. Das ist ein echter Mehrwert – sollte aber direkt dort erscheinen, wo Besucher zuerst nach dem Fest suchen.

Ein deutlich sichtbarer Button wie „So kommst du auf den Berg“ würde bereits viel Orientierung schaffen.

4. Brauereien, Standbetreiber und Unterstützer

Partner sollten digital mehr sein als eine Ansammlung von Logos.

Ein interaktiver Lageplan könnte zeigen:

– Wer befindet sich wo?
– Welche Speisen und Getränke gibt es?
– Wo sind Reservierungen möglich?
– Welche regionalen Geschichten stehen hinter den Beteiligten?

So profitieren Besucher und Partner gleichermaßen.

5. QR-Codes vor Ort

Ein zentraler, dynamischer QR-Code könnte auf Plakaten, Bushaltestellen, Tischen und Zelten eingesetzt werden.

Wichtig: Er führt nicht auf ein starres PDF, sondern immer auf dieselbe aktuelle Festseite.

6. Nach dem letzten Festtag

Die digitale Besucherreise sollte am 5. Juli nicht einfach enden.

Eine Bildergalerie, ein kurzer Rückblick, Besucherfeedback und die Möglichkeit, sich an den nächsten Termin erinnern zu lassen, verlängern das Fest weit über die eigentliche Veranstaltungswoche hinaus.

Das ist keine Kritik an einzelnen Beteiligten.

Es ist ein typisches Thema im regionalen Veranstaltungsmarketing:

Jeder stellt seinen Teil der Informationen bereit. Aber häufig verantwortet niemand die gesamte digitale Besucherreise.

Dabei wäre genau diese Verbindung der größte Hebel.

Welche Information sucht ihr vor einem regionalen Fest zuerst?

Anreise, Programm, Parken, Reservierung oder Verpflegung?

Adresse

Abt Desing Straße 17
Ensdorf
92266

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00

Telefon

+4996244740234

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