26/08/2026
Mehr Reichweite bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn.
Ein neuer EU-Markt ist im Onlineshop schnell freigeschaltet. Produkte übersetzen, Versandzone ergänzen, Kampagnen starten – technisch ist vieles innerhalb weniger Wochen möglich.
Wirtschaftlich beginnt die eigentliche Arbeit jedoch erst danach.
Eine neue Studie von ibi research zeigt: Für viele Unternehmen ist nicht mehr der Marktzugang der größte Engpass, sondern die wachsende Komplexität.
Dazu gehören:
• unterschiedliche rechtliche Anforderungen
• Steuern und länderspezifische Pflichten
• Versandkosten und Lieferqualität
• Retouren und Ersatzlieferungen
• zusätzlicher Kundenservice
• Plattform- und Zahlungsgebühren
• steigende Marketingkosten
Besonders bei niedrigen Warenkörben können wenige Euro Zusatzkosten aus einem vermeintlich attraktiven Auslandsauftrag schnell ein Verlustgeschäft machen.
Das betrifft auch Onlinedruckereien. Standardisierte Produkte und automatisierte Prozesse bieten zwar gute Voraussetzungen für die Expansion. Gleichzeitig reagieren viele Druckprodukte empfindlich auf zusätzliche Versand-, Service- und Reklamationskosten.
Unsere zentrale These:
Ein neuer Markt sollte nicht anhand seiner potenziellen Reichweite bewertet werden, sondern anhand des realistischen Deckungsbeitrags einer konkreten Produkt-Markt-Kombination.
Deshalb sollte die Reihenfolge lauten:
1. Geeignete Produkte auswählen
2. Vollständigen Deckungsbeitrag berechnen
3. Recht und Prozesse vorbereiten
4. Einen begrenzten Markttest durchführen
5. Erst nach belastbaren Ergebnissen skalieren
Der ganze Artikel ist auf unserer Website in unserem Magazin erschienen.