13/07/2026
🌱 Warum Nachhaltigkeitsclaims auf Websites genauer geprüft werden müssen
Mit der EU-Richtlinie EmpCo (Empowering Consumers for the Green Transition) steigen ab dem 27.09.2026 die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Sie zielt darauf ab, Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Werbeaussagen zu schützen und ihnen nachhaltige Kaufentscheidungen zu ermöglichen. Dazu schafft sie Regeln für Umweltaussagen, Nachhaltigkeitssiegel und zuverlässige Produktinformationen.
Demnach sind künftig allgemeine Umweltaussagen wie z. B. „umweltfreundlich“ oder „energieeffizient“ ohne entsprechenden Nachweis verboten. Auch die Verwendung von „Nachhaltigkeitssiegeln“, die nicht auf anerkannten Zertifizierungssystemen basieren, ist untersagt. Aussagen zu neutralem oder reduziertem Treibhausgasausstoß sagt die EU ebenso den Kampf an wie der Hervorhebung von ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen Produkteigenschaften.
🔎 Marketeers sollten deshalb ihre Kommunikationsmedien auf die Verwendung solcher Nachhaltigkeitsclaims prüfen. Denn diese treten wahrscheinlich an mehr Stellen auf, als man im ersten Moment vermutet: auf Produktseiten, Landingpages, Karriereseiten, in Newsbeiträgen oder älteren PDFs.
Auch Gestaltung und Bildsprache sollten in die Prüfung einbezogen werden. Grüne Icons, Naturmotive, Siegel oder bestimmte Farbwelten können einen Nachhaltigkeitseindruck erzeugen, der zur tatsächlichen Aussage passen muss.
Wer diesen Anforderungen nicht nachkommt, riskiert Abmahnungen, Bußgelder und Reputationsschäden.