Ulrich B. Boddenberg IT-Consultancy

Ulrich B. Boddenberg IT-Consultancy Strategische und taktische Beratung zu SharePoint, Skype for Business, SQL Server, Sitefinity mit Bu

Project Online stirbt – und die Hälfte von euch weiß es noch nichtAm 30. September 2026 zieht Microsoft den Stecker. Nic...
08/09/2026

Project Online stirbt – und die Hälfte von euch weiß es noch nicht

Am 30. September 2026 zieht Microsoft den Stecker. Nicht "Support endet", nicht "Read-only-Modus", sondern: Licht aus. Wer am 1. Oktober noch auf seine Project Web App klickt, sieht … nichts. Keine Projekte, keine Ressourcen, keine Zeiterfassung. Und nein, es gibt keine Gnadenfrist – auch nicht gegen Aufpreis.

Die gute Nachricht: "Microsoft Project" lebt weiter. Project Desktop 2024, Project Server Subscription Edition und Planner bleiben. Abgeschaltet wird nur ein Produkt – das mit dem SharePoint-Online-Unterbau, das Microsoft nicht mehr in seine Dataverse-Copilot-Zukunft passt.

Die schlechte Nachricht: Der offizielle Nachfolger heißt Planner Premium. Klingt nach Upgrade, ist aber technisch ein anderes Tier – kleiner, jünger, mit harten Grenzen bei Aufgaben, Feldern und Ressourcen. Masterpläne? Gibt's nicht. Enterprise-Ressourcenpool? Auch nicht. Wer echtes Portfoliomanagement betreibt, darf sich zwischen Eigenbetrieb (Project Server SE), Drittanbieter oder schmerzhafter Verschlankung entscheiden.

Und dann ist da noch die Sache mit dem OData-Feed, aus dem in vielen Häusern seit Jahren halbe Power-BI-Landschaften gespeist werden. Der stirbt mit. Genau wie die Power-Automate-Flows, die 2019 ein Praktikant gebaut hat und die niemand auf der Inventarliste hat. Ein Konzernbereich hat seine Projekte im Juli vorbildlich migriert – und im Oktober festgestellt, dass der Auslastungsbericht der Bereichsleitung seitdem leer ist. Projekte gerettet, Steuerung nicht.

Was jetzt zu tun ist: Erst exportieren (dreifach: MPP, OData-Tabellen, Projektsites), dann Integrationen inventarisieren, dann Zielplattform wählen. Nicht andersrum. Der Testtenant zum Üben? Seit April 2026 nicht mehr anlegbar. Ihr probt am Produktivsystem – oder gar nicht.

Die Lizenz ist übrigens meist schon da. Die eigentlichen Kosten stecken in Arbeitstagen. Viele davon.

Vollständiger Artikel mit Checklisten und Entscheidungsmatrix im Kommentar.

Mehr dazu im ausführlichen Artikel, Link in den Kommentaren.
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Consulting Briefing vom 07.09.2026Copilot Studio 2026: Microsoft baut die KI-Bühne um – und du zahlst schon fürs ProbenM...
07/09/2026

Consulting Briefing vom 07.09.2026

Copilot Studio 2026: Microsoft baut die KI-Bühne um – und du zahlst schon fürs Proben

Microsoft hat Copilot Studio komplett umgekrempelt. Statt Themen und Verzweigungslogik zu pflegen, beschreibst du deinen Agenten jetzt in normalem Deutsch – den Rest erledigt eine sogenannte „Harness", die zwischen deinem Entwurf und dem Sprachmodell sitzt. Klingt magisch? Ist es auch. Bis die Rechnung kommt.

Drei Harnesses stehen zur Wahl, und die Entscheidung fällt beim Anlegen des Agenten – unwiderruflich. Die Star-Variante auf GitHub-Copilot-Basis zerlegt Ziele selbst in Schritte, jongliert mit Werkzeugen, erzeugt nativ Office-Dateien und korrigiert sich sogar selbst, wenn was schiefläuft. Onboarding, Rechnungsprüfung, mehrstufige Prozesse: alles machbar mit ein paar Anweisungen statt einem Konnektor-Projekt.

Der Haken: Abgerechnet wird in Copilot Credits – und zwar ab dem ersten Prompt im Baukasten. Nicht ab Veröffentlichung. Bauen, Testen, Evaluieren, alles kostet. Ein Fachbereich hat munter sieben Agenten gebaut, keinen davon veröffentlicht, und durfte trotzdem die vierstellige Rechnung erklären. Der Erbauer war da schon im nächsten Projekt. Verantwortung: diffus.

Dazu kommen neue Spielzeuge wie teilbare „Skills" als ZIP-Dateien (Agentenverhalten wandert durchs Unternehmen – wer reviewt das?) und „Memory" pro Anwender (privat, aber beim Abschalten nicht gelöscht). Und Überraschung: Der natürliche Spracheinstieg nutzt gegebenenfalls Anthropic-Modelle. Wer dachte, in Microsoft-Produkten rechne nur Microsoft, liest das besser zweimal.

Was du jetzt tun solltest: Credits budgetieren, bevor jemand tippt. Zwei Umgebungen einrichten (Spielwiese + Produktion). Datenrichtlinien schärfen. Klären, ob externe Modelle erlaubt sind. Und dokumentieren, welcher Anwendungsfall auf welche Harness gehört – bevor derjenige, der zuerst auf „Neuer Agent" klickt, deine Architekturentscheidung trifft.

Die Chancen sind real. Die Risiken auch. Zwischen beidem liegt Governance – oder eine sehr unangenehme Krisensitzung.

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Consulting Briefing vom 06.09.2026SharePoint Server ist nicht tot – aber deine 2019er Farm schonKleine Erinnerung an all...
06/09/2026

Consulting Briefing vom 06.09.2026

SharePoint Server ist nicht tot – aber deine 2019er Farm schon

Kleine Erinnerung an alle, die es verdrängt haben: Am 14. Juli 2026 ist der Support für SharePoint Server 2016 und 2019 abgelaufen. Kein Patch, kein Support, keine Ausrede. Wer noch produktiv drauf arbeitet, betreibt streng genommen ein Museum mit Schreibrechten.

Die Subscription Edition liefert dagegen zweimal jährlich Feature Updates, und die letzten drei Runden haben es in sich:

🔧 25H1: Neue Datenbankanbindung über Microsoft.Data.SqlClient mit TLS 1.3. Klingt harmlos, killt aber jede SQL-Verbindung mit einem Zertifikat, das damals „nur kurz schnell“ selbstsigniert wurde. Frag mich nicht, woher ich das weiß.

🤖 25H2: Document Intelligence bringt KI-Zusammenfassungen in die Dokumentbibliothek. Kleiner Haken: Der Motor ist Azure OpenAI. Deine Dokumente verlassen also fröhlich das Rechenzentrum, bevor der Betriebsrat auch nur „Mitbestimmung“ sagen kann.

🚪 26H1: Endlich lässt sich der berüchtigte Everyone-Claim pro Webanwendung aus dem People Picker verbannen. Damit berechtigt niemand mehr aus Versehen die gesamte Organisation, weil „Everyone“ eben so praktisch oben stand.

Die unbequeme Wahrheit für Entscheider:
SharePoint Server SE ist kein Bollwerk gegen die Cloud mehr, sondern ein hybrides Produkt mit lokaler Datenhaltung. Document Intelligence braucht Azure. Der Graph Connector braucht einen M365-Tenant. Cloud Hybrid Search braucht beides. Wer das jahrelang anders verkauft hat, sollte die Argumentation jetzt geräuschlos anpassen – bevor es jemand anderes tut.

Und ganz wichtig: Erst patchen, dann berechtigen, dann indizieren, dann KI. Wer diese Reihenfolge umdreht und zuerst Copilot auf die Farm loslässt, darf der Geschäftsführung erklären, warum aus „AltlastenPersonalfinal_v3“ zitiert wird. Diese Präsentation möchtest du wirklich nicht halten.

Jeder Build wird übrigens genau 12 Monate unterstützt. Patchen ist kein Projekt mehr, sondern Regelbetrieb. Willkommen im Abo-Zeitalter.

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Consulting Briefing vom 04.09.2026Copilot 2026: Vom Textautomat zum Kostenmonster mit eigener Buchhaltung 🎭Zwei Jahre la...
04/09/2026

Consulting Briefing vom 04.09.2026

Copilot 2026: Vom Textautomat zum Kostenmonster mit eigener Buchhaltung 🎭

Zwei Jahre lang war Microsoft 365 Copilot ein sehr teurer Autocomplete-Knopf. Damit ist Schluss. Microsoft hat zwischen Juni und August 2026 den Unterbau umgebaut – und deine Kostenstruktur gleich mit.

Was neu ist (kurz und schmerzhaft):

🔌 Federated Connectors ziehen Daten via Model Context Protocol live aus Box, HubSpot, DATEV, iManage & Co. Keine Kopie, keine Indexierung, keine unangenehmen Betriebsrats-Gespräche. Klingt super – ist es auch. Bis der MCP-Server des Anbieters ausfällt und du kein Netz mehr hast.

🧠 Work IQ verbindet M365, Dynamics und Power Platform. Copilot rechnet endlich über Power BI mit Row-Level Security. Niemand muss mehr CSVs exportieren. Die API wird verbrauchsabhängig in Copilot Credits abgerechnet – ohne Fehlermeldung, dafür mit Rechnung.

📋 Agent 365 ist das neue Melderegister für all die Agenten, die in deinem Tenant herumgeistern. Spoiler: Es sind mehr, als du denkst. Beim mittelständischen Maschinenbauer im Praxisbeispiel: 15 erwartet, 80+ gefunden. Einer davon: herrenlos, seit vier Monaten unbeaufsichtigt, mit Zugriff auf Gehaltsbänder. Guten Morgen.

Die Rechnung, die keiner budgetiert hat:
Die teuerste Zeile ist nicht mehr die Lizenz. Es ist die Agentenlaufzeit in Stunden. Ein schlecht gebauter Agent, der nachts im Minutentakt Kontext abruft, macht keinen Lärm – nur Kosten.

Die Deadline mit Ansage:
Microsoft-eigene Federated Connectors sind standardmäßig an. Der alte PowerShell-Schalter verfällt. Wer den Message-Center-Beitrag überliest, lebt danach mit der Default-Entscheidung von Redmond.

Was jetzt zu tun ist: Registry öffnen, „Allowed agent types" bewusst setzen, Rolle AI Reader vergeben (nein, dafür braucht das Controlling keinen Global Admin), Credit-Budgets definieren, Authoritative Sites markieren – damit Copilot aufhört, die Reisekostenrichtlinie von 2019 zu zitieren.

Die gute Nachricht: Fast alles ist Verwaltungsarbeit. Die schlechte: Verwaltungsarbeit bleibt liegen, bis sie teuer wird.

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Access-Datenbanken migrieren: Der Keller-Umzug für deine ITKennst du das? Diese eine Access-Datenbank, die seit 2011 im ...
03/09/2026

Access-Datenbanken migrieren: Der Keller-Umzug für deine IT

Kennst du das? Diese eine Access-Datenbank, die seit 2011 im Netzlaufwerk vor sich hin gammelt, regelmäßig kaputtgeht und trotzdem den halben Betrieb am Laufen hält? Willkommen im Club. Meine neue Beratungsdoku zeigt dir, wie du das Ding sauber auf SQL Server hievst – ohne dass dein Fachbereich montags mit Fackeln vor deinem Büro steht.

Die gute Nachricht: Die reine Datenmigration mit SSMA ist ein entspannter Nachmittag. Die schlechte: Der Aufwand steckt vorher (Primärschlüssel, mehrwertige Felder, Anlagen – das übliche Access-Chaos) und nachher (Formulare, die plötzlich 25.000 Zeilen ziehen, um vier anzuzeigen, VBA das ohne dbSeeChanges umfällt, „ " überall). Wer das ignoriert, hört garantiert den Klassiker: „Seit der Migration ist alles langsamer."

Warum jetzt? Am 13. Oktober 2026 endet der Support für Access 2021. Access 2016/2019 sind schon tot. Wer noch Access-Frontends auf solchen Clients betreibt, hat zwei Baustellen gleichzeitig. Dazu: SQL Server 2025 Express erlaubt jetzt 50 GB pro DB – kostenlos deckt das praktisch jeden Access-Nachfolger ab.

Was drin steckt:
• Kompletter Aktionsplan mit 10 Maßnahmen, Erfolgskriterien und Rollback
• Typmapping-Tabelle (Spoiler: money ist böse, rowversion ist Pflicht)
• Die drei Klassiker, die jede Migration bremsen
• Kritische Fallen, sortiert nach Schwere
• Ehrliche Bewertung der Alternativen (Power Apps, Dataverse, Neubau)
• FAQ mit den Fragen, die IT-Leiter wirklich stellen

Die Kernbotschaft: Daten zuerst, Oberfläche später. Der Server macht die DB sicher – schnell macht sie erst die Anwendungsanpassung. Und Access Services? Tot. War schon 2018 tot. Bitte loslassen.

Für alle, die ihre Access-Leichen endlich aus dem Keller holen wollen – bevor der Keller sie holt.

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Consulting Briefing vom 03.09.2026Dein Intranet ist tot – lang lebe die AntwortmaschineZwei Nachrichten, die du wahrsche...
03/09/2026

Consulting Briefing vom 03.09.2026

Dein Intranet ist tot – lang lebe die Antwortmaschine

Zwei Nachrichten, die du wahrscheinlich verschlafen hast:

Erstens: Am 14. Juli 2026 ist der Support für SharePoint Server 2016 und 2019 gestorben. Wenn bei dir noch eine Farm läuft, läuft sie ungepatcht. Microsoft interessiert sich für ihre Sicherheitslücken ungefähr so sehr wie für dein Wohlbefinden am Montagmorgen.

Zweitens: Seit Mitte Juni 2026 ist Copilot in SharePoint kein Opt-in mehr, sondern Opt-out. Übersetzt: Er ist schon da. Und er liest brav all die Dokumente vor, die jemand vor sechs Jahren mit „Jeder außer externen Benutzern“ geteilt hat. Der Praktikant freut sich über die Gehaltsliste.

Das eigentliche Problem ist nicht die Technik – die ist billig. Das Problem ist deine Informationsarchitektur aus dem Ordnerbaum-Mittelalter. Untergeordnete Websites? Microsoft sagt: bitte nicht mehr. Tiefe Ordnerstrukturen? Eine „Suchbehinderungsmaßnahme“ (schöner kann man Selbstsabotage kaum nennen).

Was du wirklich brauchst: Home Site, Hubs, Zielgruppenadressierung, sauberes Metadatenmodell. Und – Überraschung – aufgeräumte Berechtigungen, BEVOR du über Agents redest. Denn Copilot erfindet keine neuen Rechte. Er nutzt nur gnadenlos die, die du schon vergeben hast. Was vorher „findet eh keiner“ hieß, heißt jetzt „Copilot fasst zusammen“.

Der Werkzeug-Klassiker gefällig? Das SharePoint Migration Assessment Tool unterstützt 2010, 2013 und 2016. Nicht 2019. Wer aus 2019 migriert und das erst im Pilot merkt, verliert vier bis sechs Wochen. Die er 2026 nicht mehr hat.

Migrationsprojekte in Unternehmensgröße dauern 6–18 Monate. Der Stichtag lag im Juli. Rechne selbst nach.

Im vollen Artikel: Readiness-Stack, Migrationswerkzeuge im Vergleich, Restricted Content Discovery als Notbremse, und warum HR der ideale Pilot ist (sensibelste Daten + klassische Hub-Struktur = perfektes Muster oder perfektes Desaster).

Willkommen im agentischen Intranet. Viel Erfolg.

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Consulting Briefing vom 02.09.2026September 2026 wird für Microsoft 365 ein Monat mit Sprengkraft – und einer davon land...
02/09/2026

Consulting Briefing vom 02.09.2026

September 2026 wird für Microsoft 365 ein Monat mit Sprengkraft – und einer davon landet garantiert in deinem Ticketsystem.

Microsoft baut die Teams-Besprechungsoberfläche komplett um: neue Steuerelemente in der Mitte, Verlassen-Knopf sicher abgesetzt, endlich Livevorschauen beim Teilen plus zweistufige Bestätigung. Kleines Detail am Rande: Du kannst das Ganze auf Tenant-Ebene nicht abschalten. Der Vorstand darf sich freuen. Und deine App-Pins? Ab jetzt nur noch zwei in der Hauptleiste – der Rest wandert ins Überlaufmenü. Viel Spaß beim Erklären.

Die gute Nachricht: Endlich gibt's ein Compliance-Werkzeug, das im DACH-Raum wirklich taugt. Ein Pflicht-Zustimmungstext vor jedem Beitritt, protokolliert im Audit-Log. Betriebsrat, Datenschutz und Recht dürfen den Text formulieren – bevor irgendein genervter Admin einen Platzhalter reinschreibt, der drei Jahre stehen bleibt.

Exchange Online bekommt 100 GB Postfächer geschenkt (außer du hast die Quote mal manuell gesetzt – dann Pech). Und dann ist da noch der 1. Oktober: EWS wird tenantweit blockiert. Das trifft genau die Systeme, an die niemand denkt – Backup, Raumbuchung, das PowerShell-Skript von 2017, dessen Autor längst gekündigt hat. Es schreit nicht, es hört einfach auf zu funktionieren.

Dazu eine kleine Preisrunde von bis zu 8 Prozent, Copilot Flex Routing, das deine Daten heimlich in die USA schickt (standardmäßig aktiv, versteht sich), und eine Roadmap, die jetzt „AI at Work" heißt und im Datenrauschen untergeht.

Meine Empfehlung: Fang bei EWS an. Danach App-Richtlinien prüfen, Support briefen, Zustimmungstext abstimmen. Und wenn dich jemand fragt, ob man die neue Oberfläche „erstmal aus lassen" kann – sag einfach nein. Spart Zeit.

Vollständige Analyse mit Rollout-Fenstern, Checkliste und FAQ im Artikel.

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Claude Fable 5.1 ist da – und der eigentliche Knaller steht im KleingedrucktenAnthropic hat am 1. September 2026 Claude ...
01/09/2026

Claude Fable 5.1 ist da – und der eigentliche Knaller steht im Kleingedruckten

Anthropic hat am 1. September 2026 Claude Fable 5.1 rausgehauen. Preis pro Token? Unverändert teuer: 10/50 Dollar pro Million In/Out. Doppelt so viel wie Opus 5. Klingt langweilig – ist es nicht.

Denn Cache-Reads sind um satte 75% gefallen. Das klingt nach Buchhalter-Kram, ist aber genau die Position, die lange Agenten-Läufe bisher in den finanziellen Ruin getrieben hat. Ergebnis: 25–45% Ersparnis bei agentischen Workloads. Ein Kunde lässt seinen Agenten jetzt 38 Stunden am Stück Experimente fahren. Ein anderer hat einen Bug gefunden, den vier Jahre lang niemand erklären konnte. Sympathisch für alle, deren Legacy-Code so alt ist, dass er selbst schon Rente beantragen könnte.

Die Benchmarks sehen nett aus (Terminal-Bench-Science mehr als verdoppelt), aber – Achtung – kommen alle vom Hersteller. Also: selbst messen, nicht Vertriebs-Folien glauben.

Der bittere Beigeschmack: Zero Data Retention? Weg. Priority Tier? Weg. Und drei Breaking Changes in der API können dein selbstgebautes Agenten-Harness über Nacht mit HTTP 400 killen. Wer heute noch Turns aus der History löscht oder System-Prompts pro Request neu zusammenschraubt, darf jetzt ran. Der Signatur-Check auf Thinking-Blöcken ist gnadenlos: eine Zeile Aufräumcode von 2024 – und dein Agent ist tot.

Anthropic selbst sagt übrigens: Fangt mit Opus 5 an. Fable 5.1 nur, wenn Opus reißt. Wer trotzdem alles pauschal umstellt, hat keine Strategie, sondern eine Budgetposition ohne Begründung.

Mein Rat: Erst Retention klären, dann Harness auf append-only umbauen, dann migrieren. Umgekehrt debuggst du zwei Wochen HTTP 400 und weißt nicht, warum.

Kurz: Fable 5.1 ist kein Chatbot-Upgrade. Es ist ein Werkzeug für Leute, die Agenten stundenlang alleine arbeiten lassen – und die Rechnung danach überleben wollen.

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Consulting Briefing EXTRA zu Die elektronische Patientenakte: 70 Millionen Akten, ein Berechtigungsmodell zum Fürchten —...
01/09/2026

Consulting Briefing EXTRA zu Die elektronische Patientenakte: 70 Millionen Akten, ein Berechtigungsmodell zum Fürchten — und was du daraus lernst

70 Millionen Patientenakten, ein Berechtigungsmodell zum Fürchten – und was du daraus lernen solltest

Seit dem 1. Oktober 2025 landen die Befunde von rund 90% der gesetzlich Versicherten automatisch in der elektronischen Patientenakte. Widersprochen haben nur 4-7%. Herzlichen Glückwunsch, du bist wahrscheinlich dabei.

Klingt nach Gesundheitsthema? Ist es nicht. Es ist das größte Identity- und Access-Management-Projekt, das Deutschland je gebaut hat – und ein kostenloses Lehrstück für alles, was in deinem Microsoft-365-Tenant genauso schiefläuft. Nur ohne Congress-Vortrag über dich.

Fair bleiben: Die Kryptografie ist solide, der Betreiber sieht keinen Klartext. Wer „nackt in der Cloud" ruft, hat die Spec nicht gelesen. Das Problem sitzt eine Etage höher: Steckst du deine Karte ins Praxisterminal, bekommt die Einrichtung 90 Tage Vollzugriff auf die komplette Akte. Dein Zahnarzt liest mit, was dein Psychotherapeut dokumentiert. Guten Appetit.

Der CCC hat übrigens nicht die Verschlüsselung geknackt – wozu auch? Ersatz-Gesundheitskarte per Telefonanruf, 15 Minuten. Praxisausweise über löchrige Portale. Oder man ruft die Praxis an, gibt sich als IT-Dienstleister aus, und der Wachhund öffnet dem Einbrecher die Tür und bringt die Pantoffeln.

Drei Fehlerklassen, die du 1:1 in deinem Tenant findest:
1. Defaults gewinnen immer. ePA offen by default = „Jeder mit dem Link" in SharePoint. Copilot macht dein Oversharing dann noch durchsuchbar.
2. Identitätsprozesse sind die Angriffsfläche. Helpdesk-Reset ohne saubere Prüfung = Panzertür in Gipskartonwand.
3. Protokolle, die niemand liest, sind Deko. Audit-Logs aktiviert, nie angeschaut? Willkommen im Club.

Die ePA ist nicht unsicher, weil böse Menschen schlechte Krypto gebaut haben. Sie ist angreifbar, weil Komfort-Defaults politisch gewollt sind. Dein Tenant unterscheidet sich in genau einem Punkt: Über deine Defaults spricht noch niemand öffentlich.

Noch nicht.

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Deine Telefonanlage röchelt – und keiner sagt dir, was ein Wechsel zu Teams-Telefonie wirklich bedeutet?Willkommen im Cl...
31/08/2026

Deine Telefonanlage röchelt – und keiner sagt dir, was ein Wechsel zu Teams-Telefonie wirklich bedeutet?

Willkommen im Club. Der Wartungsvertrag läuft aus, Microsoft 365 ist längst da, und intern dreht sich die Diskussion seit Monaten im Kreis: SBC lokal oder Azure? E3 oder E5? Direct Routing oder Operator Connect? Und der Anbieter, der zuerst anruft, empfiehlt zufällig genau die Architektur, die er selbst am liebsten verkauft. Überraschung.

Genau dafür gibt es mein Grobkonzept-Paket zum Festpreis: 3,5 Beratertage, 5.250 € zzgl. USt. – keine Nachträge, keine Kostenschätzung mit drei Fragezeichen, kein Junior-Team, das nach dem Vertrieb übernimmt.

Was du bekommst:
• 1 Tag Workshop (remote oder vor Ort)
• 2 Tage konzentrierte Konzeptarbeit
• 0,5 Tage Ergebnisworkshop
• Ein 30-50-seitiges Grobkonzept mit Architekturskizzen, Kostenbetrachtung, Migrationspfad und priorisiertem Aktionsplan – lesbar für Geschäftsführung UND IT

Auf Wunsch geht's danach weiter: Ausschreibungsunterlage, Anbieterauswahl, Umsetzungsbegleitung bis zur Abnahme. Ich verkaufe weder Lizenzen noch Hardware noch Trunks und trete nicht als Bieter an – ich kann also das tun, was ein Systemhaus nie glaubwürdig kann: konsequent auf deiner Seite des Tisches sitzen.

Erprobt zuletzt in einer öffentlichen Verwaltung mit rund 1.000 Rufnummern (Alcatel-Lucent OmniPCX raus, Direct Routing rein). Was unter Vergaberecht und mit Personalvertretung funktioniert, funktioniert in deinem Unternehmen erst recht.

Und ja – wenn die Analyse zeigt, dass Teams-Telefonie für dich (noch) nicht passt, steht genau das drin. Ein Konzept, das nur bestätigt, was der Auftraggeber hören will, ist das Papier nicht wert.

Geeignet ab ca. 100 Rufnummern. Typische Laufzeit: 2-3 Wochen vom Auftrag bis zur Übergabe.

Interesse? 30 Minuten Vorgespräch, remote, kostenfrei. Danach weißt du, ob's passt – und mit wem du es zu tun hättest.

👉 boddenberg.de

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Adresse

Robert-Götz-Str. 20
Dortmund
44319

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