31/08/2026
Ein aktueller Fall zeigt eindrücklich: Nicht nur die großen, öffentlich erreichbaren Webseiten stehen im Fadenkreuz von Cyberkriminellen, sondern zunehmend auch interne Anwendungen.
➡️ Die Fakten zum aktuellen Vorfall bei Statista:
Angreifer (vermutlich die Ransomware-Gruppe „Direwolf“) verschafften sich über eine Schwachstelle Zugriff auf eine interne Metabase-Analyseplattform.
➡️ Die Folge: Möglicher Abfluss von DSGVO-relevanten Kundendaten.
➡️ Die Reaktion: Statista reagierte schnell. Nach einem Hinweis durch das BSI wurden Incident-Response-Prozesse aktiviert, externe Forensiker hinzugezogen und das System sofort vom Netz genommen. Die Hauptplattform Statista.com war nicht betroffen.
Unsere Einschätzung: Interne Tools, Dashboards und Analyse-Plattformen werden bei der Absicherung oft unterschätzt. Doch genau hier fließen kritische Unternehmens- und Kundendaten zusammen. Wenn das Patch-Management für solche Drittanbieter-Lösungen nicht lückenlos ist, entstehen gefährliche blinde Flecken.
Die schnelle und transparente Reaktion von Statista ist lobenswert... doch im Idealfall lässt man es gar nicht erst so weit kommen.
👉 Unser Tipp: Prüfe deine interne Infrastruktur genauso kritisch wie deine nach außen gerichteten Systeme.
Quelle: security-insider.de