15/04/2026
🤖 Was passiert, wenn KI nicht schneller macht, sondern anspruchsvoller? Darüber haben wir mit unserem Entwickler Björn gesprochen.
❓Welche Risiken siehst du bei der Nutzung von KI?
“Das größte Risiko ist blindes Vertrauen. KI-Output klingt überzeugend, muss es aber nicht sein. Wer als Einsteiger nie selbst durch Fehler gelernt hat, kann das gar nicht beurteilen: kein Bauchgefühl, kein Kontext, kein echtes Verständnis dafür, ob etwas nicht nur funktioniert, sondern auch sinnvoll ist. Und für erfahrene Entwickler schleicht sich was anderes ein: die Erwartungen steigen mit der Tool-Geschwindigkeit. Irgendwann ist man schneller, aber nicht fertig. Das kann in Überlastung enden. KI braucht Lernräume für Junioren und gesunde Skepsis für alle.”
❓Welches KI-Tool hat deinen Arbeitsalltag immens erleichtert?
“Claude Code – aber nicht als Code-Automat, sondern als Sparringspartner für das ganze Team. Bei uns begleitet es mittlerweile die komplette Kette: Meeting-Transkript rein, User Stories raus, sinnvoll geschnitten, direkt ins Ticketing. In der Umsetzung kümmert es sich nebenbei um all die Dinge, die sonst gerne wegfallen – Branch, MR, Testbeschreibung, Doku, ADR. Und automatisierte UI-Tests schreiben wir jetzt einfach. Das war vorher wirtschaftlich schlicht nicht drin. Der echte Gewinn ist nicht Geschwindigkeit, sondern dass Dinge passieren, die vorher nie passiert sind.”
💻 KI verändert bei uns nicht nur Tools, sondern Rollen, Denkweisen und Verantwortung. In dieser Serie teilen unsere Kolleg:innen ihre Erfahrungen, wie sie KI im Arbeitsalltag erleben. 👉 Mehr Perspektiven aus unserem Team folgen.