31/07/2019
Bei meinem ersten Arbeitgeber (Mitarbeiterunternehmen in Selbstorganisation) stellte unser ehemaliger Teamleiter bei den Weihnachtsfeiern mit Stolz und Freude die Erfolgsgeschichte seines Teams dar.
Sie haben in einer kürzeren Zeit mit sechs Personen ein Projekt erfolgreich umgesetzt, welches der Auftraggeber nach zwei Jahren erfolglosem Arbeiten eingestellt hat.
Der Auftraggeber startete ein Großprojekt mit ca. 150 Mitarbeitern. Mangelnde Erfahrung in der Domäne und Komplexität hatten zu Folge, dass eine Projekt-Organisationsstruktur in der Größe aufgesetzt wurde. Desweiteren wurden einfach Anforderungsdefinitionen, Grobkonzept- und Feinkonzept-Spezifikationen ohne Prüfung der technischen Machbarkeit (Nachteile V-Modell) fertiggestellt. In Folge führten Unwägbarkeiten in der Realisierung zu sehr hohen Kommunikations-, Abstimmungs- und Änderungsaufwänden. Wie beim BER letztendlich zum Scheitern des Projekts.
Die Ergebnisse der IT-Projekte können einfach mit ein paar Klicks von der Platte gelöscht werden. Was macht man mit Baustellen, die sichtbar sind und immer wieder die Gemüter erregen?
Als Touristenattraktion einen Verhüllungsevent organisieren (Reichstag) oder als Bildungsstätte "Lernen aus Fehlern" für Manager, Bauingenieure usw. bereitstellen?
Es wäre interessant in einem agilen Meetup die Herausforderungen in der Zusammenarbeit in Großprojekten nachzustellen.
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