03/06/2026
„Küche kaufen, Geschirrspüler geschenkt!“ oder „Nutzen Sie unsere 0%-Finanzierung!“. Doch im Möbel- und Küchenhandel gilt eine alte Weisheit: Niemand hat etwas zu verschenken.
Hier ist die ehrliche Erklärung, warum diese Angebote meistens eine Illusion sind:
1. Der „geschenkte“ Geschirrspüler ist bereits eingepreist
Küchenpreise sind extrem intransparent. Es gibt keinen festen „Listenpreis“ wie bei einem Auto.
Die Mischkalkulation: Der Händler schenkt Ihnen das Gerät nicht, sondern schlägt den Preis des Geschirrspülers einfach vorher auf die Holzteile, die Arbeitsplatte oder andere Elektrogeräte (wie Herd oder Kühlschrank) drauf.
Das minderwertige Gerät: Oft handelt es sich beim „Geschenk“ um ein günstiges Basismodell. Wollen Sie ein besseres, leiseres Gerät, müssen Sie einen saftigen Aufpreis zahlen.
2. Die „0%-Finanzierung“ bezahlen Sie über den Kaufpreis
Banken geben Händlern kein Geld umsonst. Wenn Sie eine 0%-Finanzierung abschließen, übernimmt der Küchenhändler die Zinsen für Sie und zahlt eine Gebühr an die Partnerbank.
Der Haken: Diese Gebühr holt sich der Händler über einen höheren Endpreis der Küche von Ihnen zurück.
Der Nachteil beim Verhandeln: Wer finanziert, hat eine extrem schlechte Verhandlungsposition. Barzahler (oder Käufer mit einem normalen Bankkredit) können oft 10 % bis 20 % Rabatt auf den Gesamtpreis heraushandeln – Finanzierer bekommen diesen Rabatt fast nie.
Mein Tipp für den Küchenkauf:
Vergessen Sie die Werbeversprechen. Schauen Sie nur auf den finalen Endpreis (inklusive Lieferung und Montage).
Lassen Sie sich eine Küche ohne Finanzierung und ohne „Geschenke“ durchrechnen und vergleichen Sie diesen Endpreis mit einem anderen Studio. Erst dann sehen Sie, was die Küche wirklich kostet.
https://www.youtube.com/watch?v=aMYDQhxHVyM