15/09/2026
11 Punkte, an denen eure Stellenanzeige Kandidat:innen verliert.
Manche sind offensichtlich, andere fallen nicht gleich auf. Wir haben die wichtigsten Stellschrauben gesammelt und zeigen, was häufig schiefläuft und was besser funktioniert.
1. Jobtitel Don't: interner Grading-Titel oder ein Kürzel, das nur intern jemand versteht. Do: der Begriff, nach dem die Zielperson tatsächlich sucht.
2. Anzeigenkörper Don't: zehn Anforderungen zuerst, der Nutzen kommt, wenn überhaupt, ganz am Ende. Do: erst der Grund, warum sich die Stelle lohnt. Die Anforderungen folgen danach.
3. Anforderungsliste Don't: 20 Kriterien, von denen die Hälfte "wäre schön" bedeutet, aber wie Pflicht klingt. Do: fünf bis sechs echte Muss-Kriterien, klar getrennt von "nice to have". Studien zeigen: Viele qualifizierte Kandidat:innen bewerben sich nur, wenn sie fast alle Punkte erfüllen. Lange Listen kosten also genau die Bewerbungen, die man eigentlich will.
4. Gehalt Don't: "nach Vereinbarung" als Standardfloskel ohne jede Orientierung. Do: eine Gehaltsspanne nennen. Das schafft Vertrauen und filtert früh die richtigen Bewerbungen: Unsicherheit beim Gehalt ist einer der häufigsten Gründe, sich gegen eine Bewerbung zu entscheiden.
5. Trust-Signale Don't: Stockfotos und generische Sätze wie "Wir sind ein dynamisches Team". Do: echte Menschen, echte Aussagen, konkrete Beispiele aus dem Alltag im Team.
6. Lesbarkeit Don't: ein Fließtext-Block ohne Absätze oder Zwischenüberschriften: gebaut fürs PDF, nicht fürs Scannen auf dem Handy. Do: kurze Absätze, klare Zwischenüberschriften, Aufzählungen an den richtigen Stellen. Die meisten Stellenanzeigen werden mobil gelesen und in Sekunden überflogen, nicht studiert.
7. Sprache Don't: austauschbare Textbausteine, die bei jedem Arbeitgeber gleich klingen: flache Hierarchien, Duz-Kultur, kostenloser Kaffee. Do: die Zielgruppe direkt ansprechen und einen konkreten, eigenen Nutzen formulieren.
8. Auffindbarkeit für KI und Crawler Don't: eine Anzeige, die ausschließlich für menschliche Leser:innen gedacht ist: für Suchmaschinen und KI-Assistenten unstrukturiert oder unsichtbar. Do: Inhalte und Struktur, die auch von Crawlern und KI-Suchsystemen verstanden werden. Sonst verschenkt ihr Reichweite und Traffic, den ihr eigentlich schon hättet.
9. Zielschärfe Don't: eine möglichst generische Anzeige, die viele Bewerbungen anzieht, auch die falschen. Do: eine Anzeige, die konkret genug ist, unpassende Bewerbungen von selbst auszusortieren. Moderne Stellenanzeigen sind ein Filter, kein Trichter.
10. Emotionale Überzeugung Don't: nur Fakten, Aufgaben, Anforderungen, Benefits als reine Aufzählung. Do: auch Emotion ansprechen. Jobsuche ist eine der emotionalsten Entscheidungen im Berufsleben: Wer nur faktisch überzeugt, überzeugt nur halb.
11. Tracking Don't: Trackingdaten bleiben auf der Anzeige hängen und werden nicht ans ATS übergeben. Do: Herkunft und Kanal jeder Bewerbung bis ins ATS mitgeben. Sonst ist man dort blind und weiß