11/08/2026
Eine Übung, bei der einiges schiefläuft, ist nicht automatisch eine schlechte Übung.
Das zeigt gerade eine Notfallübung in einem Eisenbahntunnel in Thüringen ziemlich deutlich. Simuliert wurde ein brennender ICE. Dabei gab es unter anderem Probleme bei den Melde- und Alarmierungswegen und in der Kommunikation zwischen den beteiligten Stellen.
Das Ergebnis war nicht das, was man sich von einer solchen Übung erhofft hatte. Aber genau darin liegt auch ihr Nutzen.
Denn auf dem Papier können Abläufe klar geregelt sein. Zuständigkeiten sind definiert, Technik ist vorhanden und für den Ernstfall gibt es einen Plan. Ob all diese Dinge unter realistischen Bedingungen tatsächlich ineinandergreifen, zeigt sich erst, wenn man sie ausprobiert.
Bei der IT ist das nicht anders.
Ein Backup kann vorhanden sein und jeden Tag ohne Fehlermeldung durchlaufen. Ein Wiederherstellungsplan kann dokumentiert sein. Trotzdem bleiben Fragen offen, solange der Ablauf nie tatsächlich getestet wurde.
Lassen sich die Daten wie vorgesehen wiederherstellen? Funktionieren die Systeme danach? Stimmen die angenommenen Zeiten? Sind alle Abhängigkeiten berücksichtigt? Und weiß jeder Beteiligte, was im Fall eines Ausfalls zu tun ist?
Dabei muss ein guter Test nicht bestätigen, dass alles funktioniert.
Wenn dabei Schwachstellen sichtbar werden, hat er eine ziemlich wichtige Aufgabe erfüllt. Denn dann können Abläufe angepasst, technische Probleme behoben oder Zuständigkeiten geklärt werden bevor aus einer Übung ein echter Notfall wird.
Vielleicht liegt genau darin ein wichtiger Teil guter Vorsorge: nicht nur einen Plan für den Ernstfall zu haben, sondern zu wissen, ob er funktioniert.
Und das findet man besser bei einer Übung heraus als im Ernstfall.
Deshalb sehen wir uns bei TMT genau das auch mit unseren Kunden an: Wie gut ist die IT auf einen Ausfall vorbereitet, wie funktioniert die Wiederherstellung und funktioniert sie im Test tatsächlich so, wie sie geplant wurde?