14/12/2024
Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende entgegen und in eBay (Versand in EU-Länder), sowie versandtechnisch via Deutsche Post /DHL wird es einige Änderungen geben, leider keine erfreulichen, wie ich finde.
So entfällt z.B. bei der Post der Priobrief, den ich oftmals auch auf eigene Kosten verwendet habe, um eine Sendungsverfolgungsnummer (zu meiner Sicherheit) zu haben und der auch für eine etwas beschleunigte Zustellung sorgte. Zusätzlich wird der normale Briefversand jetzt auch noch ca. 3 Tage länger dauern und -selbstverständlich- wird auch das Porto erhöht, der Standardbrief um 10 Cent auf €0,95, der Kompaktbrief von €1,00 auf €1,10, der Großbrief sogar um 20 Cent auf €1,80! Alles genau DIE Briefsorten, die ich für den Versand von Steuerpimpeln, Kondensatoren, Elkosets, usw. nutze.
Weil nun der Priobrief entfällt, bleibt mir nur das Einwurfeinschreiben, damit ich eine Sendungsverfolgung habe. Die Kosten dafür sollen angeblich bei €2,35 zusätzlich zum normalen Porto bleiben.
Da in ebay von einigen Käufern leider immer noch nicht die Hinweise in meiner Artikelbeschreibung (die farbigen Blöcke auf deutsch und englisch) gelesen werden, nach wenigen Tagen gleich Fälle von nicht erhaltenen Artikeln eröffnet werden, obwohl man wissen sollte, dass es zur Vorweihnachtszeit gerade bei Standardbriefen deutlich länger dauern kann, nach wie vor Lieferadressen in eBay fehlerhaft hinterlegt und automatisch in mein Rechnungsprogramm importiert werden, die ich dann manuell korrigieren darf, bin ich am überlegen, diesen Bereich meines Verkaufsprogramms entweder drastisch einzuschränken, nur gewerblichen Mitstreitern mit Umsatzsteuer-ID zur Verfügung zu stellen oder ganz zu canceln.
Es handelt sich, wie man sich denken kann, um den gesamten Bereich Steuerpimpel, wo ich rund um die Uhr mit Fragen bombardiert werde, welcher Pimpel für welches Gerät, wohin damit, wie man das Chassis aus dem Gehäuse bekommt, usw.,usw.
Dazu auch jede Menge "Foolish Questions" (sehr gutes Lied von Johnny Cash), auf die ich nicht mal die "silly answer" gebe, sondern lieber gar keine....😂
Obwohl ich JEDEM Pimpelangebot ein Bild mit Text und Erläuterungen hinzu gefügt habe, wird auch das nicht gelesen. Kommentare wie: "Schicken Sie mir den richtigen Pimpel, dieser ist falsch, ich brauche einen, der mindestens EINEN Zentimer hoch ist!" oder "der Pimpel taugt nix, weil sich der Arm immer noch nicht bewegt!" und vieles mehr in dieser Art motivieren mich immer mehr, eine der oben genannten Szenarien umzusetzen.
Auch wenn ich mich entscheiden sollte, alles wie bisher weiter laufen zu lassen, stellt sich die Frage, welche Versandkosten ich dann veranschlage. Preise der Artikel drastisch anzuheben und versandkostenfrei zu verschicken entfällt auch, weil dann jeder wieder einzeln kauft, bezahlt, wieder kauft, erneut bezahlt, etc. Das hat zur Folge, dass ebay dann pro Kauf zwei Rechnungen generiert, eine für den Kunden, eine für mich. Als ich früher versandkostenfrei angeboten habe, hat es der "Spitzenreiter" geschafft, ACHTZEHN einzelne und abgeschlossene Käufe zu tätigen, die dann einen 36-seitigen Papierkrieg zur Folge hatten (und für mich 18 einzelne Buchungskosten)!
Es ist leider immer noch für viele eBayer zu schwierig, den Warenkorb zu benutzen und vor allem VOR der Bezahlung den Gesamtbetrag beim Verkäufer über die entsprechende eBay-Funktion zu erfragen.
So bliebe dann wohl nur die Option, eine feste Versandkostenpauschale von ca. €4-5 zu erheben und NUR noch via Einschreiben zu verschicken, eben um Betrugsversuche oder Streitfälle wegen (angeblich) nicht erhaltener Artikel zu vermeiden, wenn im Gegensatz zum Standardbrief eine Sendungsnummer vorliegt.
Bestandskunden bliebe natürlich auch die Möglichkeit, mich direkt anzuschreiben, aber auch das scheint mitunter nicht verstanden zu werden, dass man über die eBay-Nachrichten-Funktion natürlich nicht schreiben kann (und darf), dass man das ausserhalb von eBay abwickeln möchte, nach Konto-oder PayPal-Daten fragt, etc! Sehr oft habe ich dann auf solche Anfragen von eBay sofort eine Nachricht bekommen, wo mit Sanktionen gedroht wird, sollte man auf solche Fragen antworten.
Dass unter JEDEM eBay-Angebot unter "Kontaktinformationen anzeigen" meine eMail-Adresse zu finden ist (darauf weise ich auch in den farbigen Blöcken hin), scheint ebenfalls sehr schwierig zu sein.
Auch hier weise ich nochmals darauf hin, dass es derzeit sehr lange dauern kann, bis Standardbriefe zur Vorweihnachtszeit ankommen. Da jeder meiner Kunden weiß, dass ich sofort verschicke, am Tag mehrfach zur Post fahre, damit die Sendungen schnellstmöglich beim Käufer ankommen, nehme ich es persönlich, wenn gleich -ohne vorherige Nachfrage via "Verkäufer kontaktieren" eine -wie es beschönigend heißt- "Anfrage eröffnen" getätigt wird, was beim Verkäufer als "Streitfall" gelistet wird und ziemlich nervig ist,weil man ständig von eBay via Mail daran erinnert wird und die Käufer es gern auch "vergessen" oder einfach nicht wissen, wie man die Anfrage schließt, wenn die Sendung angekommen ist.
Kontaktiert mich jemand bzgl. eines nicht erhaltenen Artikels und ich würde darauf nicht antworten oder mich nicht um eine Lösung bemühen. wäre eine Anfrage zu eröffnen natürlich gerechtfertigt. Jeder, der mich kennt, weiß aber, dass ich umgehend antworte.
In dem Sinne ein schönes Adventswochenende