01/09/2026
So legt ihr euer eigenes Stilprofil an:
Eigene Texte sammeln: Nehmt Texte, die ihr sicher selbst geschrieben habt. Ebenfalls geeignet sind Fassungen, die ihr eigenhändig redigiert oder ausdrücklich abgenommen habt. Ein veröffentlichter Text ist dagegen nicht automatisch eine zuverlässige Stilprobe.
Den Korpus bereinigen: Entfernt Zitate, Prompts, Briefings, automatisch eingefügte Textbausteine und sonstige Fremdinhalte. Möglicherweise KI-gestützte Texte werden separat abgelegt, da sie keine neuen harten Stilregeln begründen sollten.
Die Texte nach Registern trennen: Ein Blogartikel, eine E-Mail und ein LinkedIn-Post stammen zwar vom selben Autor, erfüllen allerdings unterschiedliche Aufgaben. Deswegen sollten diese Textsorten zunächst getrennt analysiert werden.
Sprachliche Konstruktionen untersuchen: Analysiert werden nicht nur typische Wörter oder die durchschnittliche Satzlänge. Relevant sind unter anderem Wortbildung, Flexion, Phrasen, Satzglieder, Verbposition, Vorfeldbesetzung, Aktiv und Passiv sowie die Verbindungen zwischen aufeinanderfolgenden Sätzen.
Belegte Stilregeln formulieren: Eine einzelne auffällige Formulierung ist noch keine Regel. Erst wenn eine Konstruktion wiederholt vorkommt, eine erkennbare Funktion erfüllt und sich einem Register zuordnen lässt, sollte sie in das Profil aufgenommen werden.
Das Profil als Codex-Skill speichern: Positivregeln, unerwünschte KI-Muster, Register, Dosierungsangaben und ausgewählte Korpusproben werden in getrennten Dateien abgelegt. Hierdurch bleibt der Skill übersichtlich und lässt sich mit neuen Erkenntnissen erweitern.
Den Skill mit unbekannten Aufgaben testen: Lasst Texte erstellen, deren Formulierungen nicht bereits im Korpus stehen. Jede manuelle Korrektur wird dokumentiert. Wiederkehrende Abweichungen können später als neue Regel in den Skill aufgenommen werden.