17/11/2020
Corona und Meetzi:
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Online-Tools wie meetzi durch die Pandemie einen starken Zulauf erfahren haben. Die Nutzungsstatistik von meetzi bietet jedoch einige interessante Zusammenhänge.
Während alle mehr oder weniger unvorbereitet in die erste Corona-Welle gestürzt sind, gab es für die zweite Corona-Welle relativ präzise Vorhersagen.
Über den Sommer hinweg haben sich Unternehmen, Vereine und Schulen in der Folge mehr (oder weniger) gut auf das vorbereitet, was uns gerade tagtäglich beschäftigt.
Unter den Nutzern von meetzi gibt es zwei Gruppen:
1) einzelne Lehrer, die eigenintiativ handeln - diese nutzen in der Regel die kostenlose meetzi-Variante
2) Schulen, die über eine eigene meetzi-Instanz verfügen - diese nutzen in der Regel die kostenpflichtige meetzi-Variante
Sieht man sich die Nutzungsstatistik der ersten Gruppe an, lässt sich feststellen, dass die Kurve nahezu identisch mit der Corona-Infektionsrate ist. Anders gesagt: Lehrer und Schüler wurden erneut ins kalte Wasser geworfen, viele Klassen mussten unvorbereitet in Quarantäne, eine schulweite oder gar landesweite (datenschutzkonforme) Lösung für den Online-Unterricht gab es nicht. Die Lehrer haben daher auf die Schnelle kostenlose meetzi-Räume eröffnet, um dennoch den Unterricht fortführen zu können.
In der zweiten Gruppe sieht das schon ganz anders aus. Die höchsten Nutzerzahlen gab es im Oktober, also noch bevor die Infektionsrate in die Höhe geschnellt ist. Lehrer und Schüler haben offenbar bereits im Voraus Räume erstellt, den Online-Unterricht trainiert und vermutlich auch bereits mit den Schülern praktiziert, um dann im Quarantänefall bestens gerüstet zu sein.