12/08/2026
Messenger-Dienst Threema seit Stunden massiv gestört durch DDoS-Attacke (Hackerangriff)
Google Übersicht mit KI-Hilfe
Der Schweizer Messenger Threema gerät vor allem durch politische und regulatorische
Debatten wie die geplante EU-Chatkontrolle sowie durch die vom EU-Recht geforderte Öffnung
von Plattformen (Interoperabilität) unter Druck. Zudem gab es in der Vergangenheit Kritik an
akademischen Sicherheitslücken und dem Beibehalten eines geschlossenen Systems
gegenüber Grosskonzernen. [1, 2, 3, 4]
Regulatorischer Druck und EU-Chatkontrolle
• Massenüberwachung: Gemeinsam mit anderen Messengern positioniert sich Threema
klar gegen die geplante EU-Chatkontrolle, da staatliche Hintertüren die Ende-zu-EndeVerschlüsselung prinzipiell beschädigen würden. [1, 2]
• Widerspruch zur Überwachung: Das Unternehmen argumentiert, dass das Einbauen
von Schnittstellen für Behörden die Sicherheit des gesamten Systems für alle Nutzer
schwächt. [1]
Herausforderungen durch den Digital Markets Act (DMA)
• Interoperabilität: Die EU-Vorgaben verpflichten Tech-Giganten zur Öffnung, was auch
den Druck erhöht, Nachrichten zwischen verschiedenen Diensten (wie WhatsApp und
Drittanbietern) auszutauschen. [1]
• Ablehnung der Öffnung: Threema lehnt eine Verknüpfung mit Systemen wie WhatsApp
ab. [1]
• Sicherheitsrisiko: Eine Öffnung würde das Datenschutzniveau auf den kleinsten
gemeinsamen Nenner reduzieren und die Anonymität (z. B. Verzicht auf
Telefonnummernpflicht) untergraben
Threema nennt den konkreten Namen des Hosting- oder Colocation-Partners aus Gründen der
physischen Sicherheit und des Datenschutzes öffentlich nicht beim Namen. [1]
Standort und Zertifizierung
Bekannt sind lediglich diese harten Fakten zu den Rechenzentren:
• Standort: Zwei hochsichere Rechenzentren im Grossraum Zürich (Schweiz).
• Zertifizierung: ISO 27001-zertifiziert.
• Eigene Hardware: Threema betreibt dort ausschliesslich eigene Server-Hardware und
nutzt keine fremden Cloud-Diensteanbieter wie AWS oder Google Cloud. [1, 2, 3, 4]
Sicherheitsmerkmale der Rechenzentren
• Biometrische Zutrittskontrollen und Personenvereinzelungsanlagen
• Lückenlose Videoüberwachung
• Redundante Notstrom- und Brandschutzeinrichtungen
• Ausfallsichere Klimatisierung
• Vollständig redundante Internetanbindung