28/07/2026
Ich hasse sie 🤮! Abo's 😡!
Sie werden ständig teurer und treiben den Nutzer in eine Abhängigkeit, die ziemlich schnell ungesund wird, zumindest für den Nutzer.
Mittlerweile ist es ja so, dass man durch ein Abo nicht mal mehr in den Besitz der Dinge kommt. Bei einem Adobe-Abo gehört dir Photoshop oder Illustrator eben nicht, sondern du zahlst lediglich eine Nutzungslizenz. Bei Spotify, Playstation, Steam, MS Office usw. ... überall das Gleiche.
Mein Spotify-Abo habe ich nach der letzten Preiserhöhung gekündigt 💪.
Doch wie höre ich nun Musik?
Meine CD Sammlung habe ich ziemlich schnell verkauft, nachdem ich den Komfort von Spotify kennengelernt hatte. Ein fataler Fehler, wie ich heute finde.
Denn mit einer CD in der Hand kann ich sie nutzen, ohne Abo Gebühren oder Werbemüll im Hörstream. Niemand trackt meine Hörgewohnheiten. Niemand kann mir "gekaufte" Musik wieder von der Platte löschen.
Gestern musste ich daran denken, wie es früher war. Zu DDR-Zeiten saß ich am Kassettenrekorder, hörte Radio und nahm die Lieder einzeln auf. Nervig war nur, wenn Songs abgeschnitten wurden oder der Moderator ins Lied reinquatschte. Es gab aber auch spezielle Sendungen, die gezielt für eigene Aufnahmen über den Äther liefen.
An diese Zeiten wollte ich wieder anknüpfen. Ich mache es jetzt wieder wie früher. Nur eben modern. 😉
Was war also mein Ziel?
Das saubere Mitschneiden von Webradio-Streams. Am besten mit automatischer Titelerkennung, Ablage im richtigen Ordner und einem sinnvollen Dateinamen.
Meine Werkzeuge dazu: ChatGPT und Python.
Warum ChatGPT?
Weil meine Programmierkenntnisse ungefähr nur bis "Hello World" reichen 🤪. Die KI programmiert hier einfach deutlich schneller und besser als ich.
Also haben wir gemeinsam losgelegt.
Erster Schritt:
Den eigentlichen Stream des Radiosenders finden.
Zweiter Schritt:
Herausfinden, woher die Informationen zum aktuellen Titel stammen.
Dritter Schritt:
Ein Python Programm entwickeln, das den Stream aufnimmt und automatisch einzelne MP3 Dateien erzeugt.
Vierter Schritt:
Die Dateien automatisch nach Interpret und Titel benennen.
Fünfter Schritt:
Den Code Schritt für Schritt verbessern, aufräumen und mit Git versionieren, damit spätere Erweiterungen sauber möglich sind.
Die Ergebnisse können sich sehen oder besser gesagt hören lassen.
Die Dateien werden sauber erzeugt. Aber ... es gibt einen Haken. Ähnlich wie früher. 😉
Die Liedanfänge und Liedenden sind genauso unsauber wie damals am KR660. Manchmal hört man noch Werbung. Manchmal beginnt am Ende eines Liedes schon das nächste. Fühlt sich tatsächlich ein bisschen wie früher an. Aber genau das ist für mich völlig ok.
Als Nächstes werden noch weitere Musikquellen integriert, sodass man später auswählen kann, welche Art von Musik aufgenommen werden soll. Ich bin zum Beispiel ein großer Fan von C64 SID-Musik.
Mal sehen, wohin sich dieses kleine Python Projekt noch entwickelt. 😊
Mein Learning:
Für mich zeigt dieses kleine Projekt vor allem eines: Man muss sich nicht mit jeder Abo-Lösung abfinden. Mit etwas Zeit, Open Source und der Bereitschaft, Neues zu lernen, kann man sich Stück für Stück wieder mehr Kontrolle über die eigene Software, die eigenen Daten und auch die eigene Musiksammlung zurückholen.