07/08/2026
Vielleicht fehlt Dir gar nicht die Erlaubnis.
Vielleicht hältst Du selbst noch unbewusst die Tür geschlossen.
Du kannst Dir noch so viel „erlauben“ … solange Du Dir gleichzeitig etwas verbietest, kommst Du nicht hindurch und genau diese andere Seite übersehen wir so oft.
Du hörst es überall:
Erlaube Dir, glücklich zu sein.
Erlaube Dir, zu fühlen.
Erlaube Dir, weich zu sein.
Erlaube Dir, Grenzen zu setzen.
Erlaube Dir, ganz Du selbst zu sein.
Und ja … das ist wichtig.
Aber während Du versuchst, Dir immer mehr zu erlauben, gibt es vielleicht eine viel ehrlichere Frage:
Was verbietest Du Dir gleichzeitig noch?
Du kannst Dir erlauben, tief zu fühlen … und Dir gleichzeitig verbieten, traurig, wütend, verletzlich oder überwältigt zu sein.
Du kannst Dir erlauben, klare Grenzen zu setzen … und Dir gleichzeitig verbieten, jemanden damit zu enttäuschen.
Du kannst Dir erlauben, weich und weiblich zu sein … und Dir gleichzeitig verbieten, die Kontrolle loszulassen, weil sie Dir so lange Sicherheit gegeben hat.
Du kannst Dir erlauben, glücklich zu sein … und Dein Glück trotzdem an ein „Wenn“ knüpfen.
Wenn alles geklärt ist.
Wenn Du angekommen bist.
Wenn sich etwas verändert hat.
Wenn endlich alles „perfekt“ ist.
Genau dort entsteht dieser unsichtbare Stillstand.
Du möchtest die Tür öffnen und hältst sie gleichzeitig geschlossen.
Vielleicht brauchst Du deshalb gar nicht noch mehr Erlaubnis.
Vielleicht geht es vielmehr darum, all die leisen, alten, unbewussten Verbote zu erkennen, die Du irgendwann zu Deinen eigenen gemacht hast.
Sei nicht zu laut.
Fühl nicht so viel.
Mach es allen recht.
Verlier nicht die Kontrolle.
Sei vernünftig.
Sei stark.
Vielleicht ist die viel spannendere Frage deshalb nicht:
„Was möchte ich mir endlich erlauben?“
Sondern:
„Was verbiete ich mir noch, obwohl ein Teil von mir längst danach verlangt, es zu leben?“
Denn vielleicht beginnt Veränderung nicht dort, wo Du Dir immer mehr erlaubst.
Vielleicht beginnt sie dort, wo Du aufhörst, Dir selbst das zu verbieten, wonach Du Dich tief in Dir längst sehnst. 🤍