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Du hast so viel an dir gearbeitet.Warum verändert sich manches trotzdem nicht?Eine Frau erzählt mir von ihrem Burnout vo...
21/10/2026

Du hast so viel an dir gearbeitet.

Warum verändert sich manches trotzdem nicht?

Eine Frau erzählt mir von ihrem Burnout vor vier Jahren. Um besser verstehen zu können, warum ihr das passiert ist, hat sie danach alles analysiert. Die Strukturen, die Führung, die Überlastung. Sie hat Bücher gelesen und sich auch professionelle Unterstützung geholt.

Und trotzdem merkt sie heute: Ein Teil von ihr zieht immer noch mit, wenn es zu viel wird. Sagt immer noch Ja, wenn sie Nein meint. Arbeitet immer noch, bis der Körper streikt.

"Ich verstehe es doch. Warum ändert sich das nicht?"

Weil Verstehen im Kopf nicht dasselbe ist wie Veränderung im Körper.

Alte Muster sitzen nicht in deinen Gedanken. Sie sitzen in deinen automatischen Reaktionen und in dem Moment, bevor du überhaupt nachgedacht hast. Da, wo du die Schultern hochziehst. Wo du lächelst, bevor du weisst, ob du lächeln willst.

Deshalb reicht Analyse allein nicht.

SELBSTFÜHRUNG beginnt nicht damit, dich besser zu verstehen. Sie beginnt damit, dich anders zu erleben.

Kennst du das Gefühl? Du weisst genau, was dir nicht guttut, und machst es trotzdem?

Sie hatte alles richtig gemacht.Und trotzdem wusste sie nicht mehr, wer sie ist.Eine Frau die viel Verantwortung trägt h...
20/10/2026

Sie hatte alles richtig gemacht.

Und trotzdem wusste sie nicht mehr, wer sie ist.

Eine Frau die viel Verantwortung trägt hat bei mir ein Kennenlern-Gespräch gebucht. Art-Direktorin, seit Jahren in verantwortungsvollen Stellen. Nebenbei selbstständig, Mutter einer kleinen Tochter. Auf dem Papier: alles im Griff.

Und dann sagt sie diesen einen Satz:

"Ich weiss gar nicht mehr, was ich eigentlich will. Ich funktioniere einfach."

Ich kenne dieses Gefühl. Wenn du den ganzen Tag für alle da bist - für die Agentur, für Kunden, für deine Familie und abends nicht mehr weisst, wo die anderen aufhören und du anfängst.

Das ist kein Zeitmangel-Problem und auch kein Effizienz-Problem.

Das ist eine Frau, die sich selbst irgendwo im Alltag verloren hat.

Was ihr während unserem Gespräch kurzfristig geholfen hat, war nicht die Aufforderung für noch mehr Planung.

Es war die simpel einfache Frage an sie:
Wer bist du, wenn gerade niemand etwas von dir braucht?

Weisst du noch, wie sich das anfühlt🤔?

Diesen Satz kannte ich ziemlich gut.„Wenn ich nichts tue, passiert nichts.“Lange hätte ich darin vermutlich gar kein Pro...
18/10/2026

Diesen Satz kannte ich ziemlich gut.

„Wenn ich nichts tue, passiert nichts.“

Lange hätte ich darin vermutlich gar kein Problem gesehen. Natürlich muss ich etwas tun, wenn ich etwas verändern möchte.

Und ja, daran glaube ich auch heute noch.

Aber ich habe irgendwann gemerkt, dass hinter diesem Satz bei mir noch etwas anderes steckte.

Dieses innere Gefühl, ständig etwas anschieben zu müssen. Noch eine Idee, eine Möglichkeit. Noch irgendwo nach einer Lösung suchen.

Nicht unbedingt, weil es gerade wirklich sinnvoll war, etwas zu tun.

Für mich war Nichtstun schlicht und ergreiffend schwer auszuhalten, ja sogar eher bedrohlich.

Was für eine krasse Erkenntnis für mich.

Denn es gibt einen Unterschied zwischen bewusstem Handeln und Aktivität, die eigentlich dazu dient, die eigene Unsicherheit nicht spüren zu müssen.

Ich ertappe mich auch heute noch manchmal dabei.

Dann frage ich mich inzwischen: Mache ich das gerade, weil es wirklich dran ist? Oder mache ich es, weil ich Angst habe, dass sonst nichts passiert?

Ich habe darauf nicht immer sofort eine Antwort.

Aber allein die Frage verändert etwas.

Denn Selbstführung bedeutet für mich inzwischen auch, nicht jedem inneren Impuls sofort folgen zu müssen.

Manchmal braucht es Handlung - die berühmten drei wichtigsten Worte "TUN" kommen ja nicht von ungefähr.

Und manchmal braucht es jedoch das Vertrauen, einen Moment nichts anzuschieben und zu schauen, was entsteht.

Das lerne ich selbst noch.

Wie ist es bei dir? Kennst du dieses Gefühl auch?

Ich wünsche dir einen entspannten Sonntag.

In Verbindung,
Deine Nicole🌟

Überverantwortung wird im Job oft belohnt.Eine Führungskraft springt ein, wenn etwas nicht funktioniert. Sie behält den ...
16/10/2026

Überverantwortung wird im Job oft belohnt.

Eine Führungskraft springt ein, wenn etwas nicht funktioniert. Sie behält den Überblick, denkt voraus und übernimmt Verantwortung, wenn es schwierig wird.

Erst einmal klingt das nach guter Führung.

Interessant wird es, wenn daraus ein Muster entsteht.

Wenn die Führungskraft automatisch übernimmt, bevor das Team selbst eine Lösung entwickeln konnte. Wenn sie Aufgaben an sich zieht, weil es schneller geht. Oder wenn sie sich nicht nur für Ergebnisse verantwortlich fühlt, sondern zunehmend auch dafür, dass niemand enttäuscht, überfordert oder unzufrieden ist.

Das Problem daran: Überverantwortung fühlt sich selten wie Überverantwortung an.

Sie fühlt sich oft nach Engagement an.

Und sie wird im beruflichen Umfeld häufig sogar positiv verstärkt: „Auf sie ist Verlass.“

Langfristig kann daraus eine ungünstige Dynamik entstehen. Die Führungskraft trägt immer mehr, während andere immer weniger Verantwortung übernehmen müssen.

Und irgendwann fragt sie sich, warum eigentlich alles bei ihr landet.

Deshalb gehört für mich zu guter Selbstführung auch die Fähigkeit, zwischen Verantwortung und Überverantwortung unterscheiden zu können.

Nicht jede Aufgabe, die ich lösen könnte, muss ich lösen.

Nicht jedes Problem meines Teams ist automatisch mein Problem.

Und ich bin auch nicht dafür verantwortlich, dass jede meiner Entscheidungen bei allen ein gutes Gefühl auslöst.

Gute Führung bedeutet nicht zwangsläufig, etwas zusätzlich zu übernehmen.

Aus meiner Sicht jedoch bewusst etwas dort zu lassen, wo es hingehört.

Wie ist deine Meinung und Erfahrung dazu?

Wir sprechen viel darüber.Wie Frauen selbstbewusster auftreten, sich besser durchsetzen und ihren Platz am Tisch einnehm...
13/10/2026

Wir sprechen viel darüber.

Wie Frauen selbstbewusster auftreten, sich besser durchsetzen und ihren Platz am Tisch einnehmen können.

Ich frage mich inzwischen, ob wir dabei manchmal etwas Wesentliches übersehen.

Denn eine Frau kann unglaublich leistungsfähig sein, ein Unternehmen aufbauen, ein Team führen und schwierige Entscheidungen treffen und trotzdem einen grossen Teil ihres Handelns danach ausrichten, was andere von ihr erwarten.

Sie kann erfolgreich sein und gleichzeitig Schwierigkeiten haben, Nein zu sagen.

Sie kann für andere glasklare Entscheidungen treffen und die eigenen tagelang hinterfragen. Und sie kann nach aussen sehr selbstbewusst wirken, während sie innerlich immer wieder überprüft, ob das, was sie denkt, fühlt und will, wirklich richtig sein darf.

Für mich ist das eine Ebene von Female Leadership, über die wir noch viel zu wenig sprechen.

Wir haben gelernt, Erfolg häufig daran zu messen, was eine Frau erreicht.

Mich interessiert zunehmend eine andere Frage: Aus welchem inneren Ort heraus erreicht sie es?

Aus Überzeugung oder aus Anpassung? Aus Freude oder aus dem Gefühl, etwas beweisen zu müssen? Aus Verantwortung oder weil sie glaubt, alles tragen zu müssen?

Das lässt sich von aussen nicht immer unterscheiden.

Für die Frau selbst macht es aber einen enormen Unterschied.

Vielleicht beginnt moderne weibliche Führung deshalb nicht damit, noch stärker zu werden.

Wie wäre es mal damit, sich selbst nicht mehr verlassen zu müssen, um erfolgreich zu sein!?

Was bedeutet Selbstführung für dich persönlich?

Du weisst längst, warum du so tickst.Und trotzdem passiert es wieder.Du nimmst dir vor, beim nächsten Mal früher eine Gr...
11/10/2026

Du weisst längst, warum du so tickst.

Und trotzdem passiert es wieder.

Du nimmst dir vor, beim nächsten Mal früher eine Grenze zu setzen und dann:

Sagst du doch wieder Ja.

Du weisst, dass du deiner Wahrnehmung vertrauen darfst und fragst trotzdem drei andere Menschen nach ihrer Meinung.

Du erkennst, dass du gerade wieder viel zu viel Verantwortung übernimmst und machst trotzdem weiter.

Dieses Hamsterrad hat mich lange beschäftigt.

Denn gerade reflektierte Frauen wissen oft erstaunlich viel über sich. Sie kennen ihre Muster, haben sich mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt und können häufig ziemlich genau benennen, was ihnen eigentlich guttun würde.

Warum verändert sich dann manches trotzdem nicht, gefühlt nie?

Weil zwischen etwas über mich wissen und in einem entscheidenden Moment tatsächlich anders handeln ein ziemlich grosser Unterschied liegt.

Genau dort wird es für mich interessant.

Denn wenn ich in einer schwierigen Situation wieder automatisch funktioniere, mich anpasse oder an mir zweifle, hilft mir die Erkenntnis „Ah ja, da ist wieder mein Muster“ nur bedingt.

Die entscheidende Frage ist: Schaffe ich es diesmal, bei mir zu bleiben?

Kann ich das Nein aussprechen?

Kann ich meiner Wahrnehmung vertrauen, obwohl jemand anderes sie infrage stellt?

Kann ich eine Entscheidung stehen lassen, ohne sie danach noch zehnmal zu zerdenken?

Das ist für mich der Punkt, an dem persönliche Entwicklung anfängt, im eigenen Leben anzukommen.

Und genau diese Lücke zwischen „Ich habe es verstanden“ und „Ich lebe tatsächlich anders“ ist das, was ich den INNEREN LOOP nenne.

Mit genau diesem Loop arbeite ich mit Frauen.

Ich weiss, sie haben sehr oft schon sehr viel an sich gearbeitet und trotzdem gibt es diesen Gap zwischen dem, was sie längst über sich wissen und dem, ihr Traumleben endlich auch leben zu können.

Wo in deinem Leben weisst du eigentlich längst, was richtig für dich wäre, tust es aber trotzdem noch nicht?

HAPPY SUNDAY
In Verbindung,
Deine Nicole🌟

Funktionieren kann unglaublich erfolgreich aussehen.Lange Zeit hätte ich Funktionieren vermutlich gar nicht als Problem ...
08/10/2026

Funktionieren kann unglaublich erfolgreich aussehen.

Lange Zeit hätte ich Funktionieren vermutlich gar nicht als Problem bezeichnet. Schliesslich bekommt Frau damit ziemlich viel hin.

Wir übernehmen Verantwortung, halten Zusagen ein, finden Lösungen und machen weiter, wenn es schwierig wird. Eigenschaften, die gerade im beruflichen Kontext durchaus geschätzt werden.

Schwierig wird es aus meiner Sicht erst dann, wenn wir gar nicht mehr merken, dass wir funktionieren.

Wenn das eigene Befinden regelmässig hinten ansteht. Wenn wir automatisch übernehmen, bevor jemand überhaupt gefragt hat. Oder wenn eine Pause zwar dringend nötig wäre, wir dabei aber sofort unruhig werden, weil wir das Gefühl haben, eigentlich etwas tun zu müssen.

Das Interessante daran: Frau kann dieses Muster längst erkannt haben und trotzdem immer wieder darin landen.

Genau diese Lücke zwischen „Ich weiss das doch alles“ und „Warum mache ich es trotzdem wieder?“ interessiert mich in meiner Arbeit besonders.

Denn irgendwann hilft die nächste Erkenntnis nicht mehr.

Dann geht es darum herauszufinden, was uns in bestimmten Situationen so zuverlässig zurück in unsere alten Verhaltensweisen bringt. Und wie wir lernen können, in genau diesen Momenten anders mit uns umzugehen.

Vielleicht ist Selbstführung deshalb manchmal viel unspektakulärer, als wir denken.

Nicht noch disziplinierter zu werden oder noch mehr an sich zu arbeiten.

Überhaupt zu bemerken, wann Frau gerade wieder gegen sich selbst arbeitet ist in meinen Augen entscheidend.

Woran merkst du, dass du ins Funktionieren kommst?

Kompetenz schützt nicht vor Selbstzweifeln.Das ist etwas, das mich an Frauen in verantwortungsvollen Positionen immer wi...
06/10/2026

Kompetenz schützt nicht vor Selbstzweifeln.

Das ist etwas, das mich an Frauen in verantwortungsvollen Positionen immer wieder beschäftigt.

Eine Frau kann fachlich hervorragend sein, ein Unternehmen führen oder seit Jahren erfolgreich selbstständig sein und trotzdem gibt es Situationen, in denen sie ihrer eigenen Wahrnehmung plötzlich nicht mehr traut.

Besonders interessant wird es, wenn eine Entscheidung unbequem ist. Wenn jemand enttäuscht sein könnte. Wenn sie eine Grenze setzen müsste oder etwas will, das nicht den Erwartungen ihres Umfelds entspricht.

Dann beginnt häufig das Abwägen. Ist meine Wahrnehmung richtig? Bin ich zu empfindlich? Sollte ich noch warten? Vielleicht sehe ich das Ganze ja falsch?

Von aussen betrachtet wirkt das oft einfach wie gründliches Nachdenken.
Aber manchmal steckt etwas anderes dahinter: Wir haben gelernt, unserer Kompetenz zu vertrauen, aber nicht unbedingt uns selbst.

Ich halte diesen Unterschied für enorm wichtig.

Denn Selbstvertrauen zeigt sich für mich nicht dann, wenn eine Entscheidung leicht ist und alle zustimmen. Sondern in den Momenten, in denen ich meine eigene Wahrnehmung ernst nehme, obwohl ich nicht weiss, wie andere darauf reagieren werden.

Genau da begegnen mir auch die inneren Loops, mit denen ich in meiner Arbeit zu tun habe. Wir wissen eigentlich, was für uns stimmt und verlassen uns trotzdem wieder, sobald es unbequem wird.

Vielleicht ist deshalb nicht die Frage: Wie werde ich noch souveräner?

Sondern: Was brauche ich, um mir auch dann zu vertrauen, wenn niemand im Aussen meine Entscheidung bestätigt?

Mich würde interessieren, wie du das erlebst.

Es hat in der Schule angefangen. Bei den meisten von uns.Ein gutes Zeugnis, ein stolzer Blick zuhause und eine Gleichung...
20/09/2026

Es hat in der Schule angefangen. Bei den meisten von uns.

Ein gutes Zeugnis, ein stolzer Blick zuhause und eine Gleichung, die sich unbemerkt festgesetzt hat: Ich bin etwas wert, wenn ich liefere.

Niemand hat sie uns bewusst beigebracht. Trainiert haben wir sie trotzdem, jahrelang, bis sie sich wie ein Teil unseres Charakters anfühlt.

Ein Sonntag ohne To-do-Liste bringt diese Gleichung an die Oberfläche. Das Unbehagen, das dann entsteht, ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist das System, das nach Bestätigung sucht, weil es das so gelernt hat.

Selbstwert, der trägt, entsteht nicht dadurch, diese Frage endlich zu beantworten. Er entsteht dadurch, sie auszuhalten, ohne sofort wieder in Aktion zu flüchten.

Das übe ich immer mal wieder - bis heute. Wie ist es bei dir?

Ich wünsche dir einen entspannten Sonntag.

In Verbindung,
Deine Nicole🌟

Niemand hat zugeschaut. Und trotzdem war es das Richtige.Letzte Woche habe ich eine Entscheidung getroffen.Gab es Lob da...
18/09/2026

Niemand hat zugeschaut. Und trotzdem war es das Richtige.

Letzte Woche habe ich eine Entscheidung getroffen.

Gab es Lob dafür? Nein.
Kein „gut gemacht", kein Applaus, keine Reaktion.
Nur ich, mit mir allein.

Und genau da habe ich gemerkt, dass ich mir im Moment der Entscheidung eine kleine Bestätigung von aussen gewünscht hätte und habe mich gefragt, warum dem so ist.

Die eigentliche Frage lautet jedoch nicht: Wie gut war meine Leistung?
Sie lautet viel eher: Würde ich genauso handeln, wenn es niemand je erfahren würde?

Das ist unbequem. Denn es zeigt, wie viel von unserem Handeln eigentlich fürs Aussen gedacht ist, für den Blick, das Feedback und die Anerkennung.

Ein Selbstwert, der auch ohne Publikum trägt, fühlt sich am Anfang seltsam leise an. Fast zu leise. Aber genau diese Stille ist es, in der ich mich selbst am ehesten wiederfinde.

Wann hast du zuletzt etwas getan, das niemand gesehen hat und wie hat sich das angefühlt?

Adresse

Bederstrasse 80
Zürich
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Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 19:00
Dienstag 08:30 - 19:00
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