Palace St.Gallen

Palace St.Gallen Die wenigen Neubauten in der Krise, Kinos und Garagen, waren dennoch dem Geist der Modernisierung verpflichtet. Das Palace wurde am 25. Am 16. Am 27.
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St.Gallen galt in den «goldenen Zwanzigern» als Stadt ohne Zukunft: Im Niedergang der Stickereiindustrie nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Bevölkerung kleiner, schweizerischer und ärmer. Der aus Zürich-Oerlikon stammende Elektromonteur Jules Schulthess liess am Blumenbergplatz, wo vorher die Bretterbude eines Schrotthändlers gestanden hatte, das «Cinema Palace Theater» errichten. Architekt des H

auses war der jüdische Architekt Moritz «Moses» Hauser. Der elegante Bau mit Garderobe, Foyer und Balkon sollte fern der Revolverküchen das Bürgertum für den Film begeistern. März 1924 mit einer Galavorstellung eröffnet. Es lief der Film «Das Karussell im Prater», dazu tanzte Hedy Pfundmayr, die erste Solotänzerin an der Wiener Staatsoper. März 1930 zeigte Schulthess im Palace den ersten Tonfilm in St.Gallen, «Sonny Boy, The Singing Fool». Über eine Strohfirma kaufte 1983 Franz Anton Brüni der alten Kinokönigin Trudy Schulthess das Palace ab. Als es die Stadt 2003 erstand, war es mit einem Servitut belegt, wonach darin kein Kinobetrieb mehr stattfinden darf. Der Stadtrat rief einen Ideenwettbewerb für die künftige Nutzung aus. Die Siegerprojekte hätten einen überteuren Umbau vorgesehen, den das Stadtparlament ablehnte. Der Stadtrat stellte darauf den ehemaligen Betreibern des Konzertlokals Frohegg in St.Gallen und des Hafenbuffets Rorschach sowie von Klang und Kleid für zwei Jahre zur Verfügung: Statt über lange Kulturkonzepte wollten sie das Programm über einen Probebetrieb entwickeln. Einige Stuhlreihen wurden entfernt, eine Bar eingebaut, Technik installiert – und los gings. Oktober 2006 wurde das Palace, anknüpfend an die Eröffnung 1924, mit einer Wiener Soiree mit Musikerinnen und Musikern aus Wien wieder eröffnet, darunter Fritz Ostermayer. An den nächsten beiden Abenden spielte der alternative Countrysänger Digger Barnes und aus New York die Band Grizzly Bear. Sänger Ed Droste meinte: «Ich wünschte, ich hätte ein Haus wie das Palace in meiner Nachbarschaft.»

Nach einem erfolgreichen zweijährigen Probebetrieb wurde die Liegenschaft Palace saniert. Für den Betrieb erhält das Palace von Stadt und Kanton St.Gallen einen jährlich wiederkehrenden Kredit. Das Palace entwickelte sich rasch zu einem Konzertlokal, das über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus Beachtung und Fans fand. Vom Antifolk zum Dubstep, mit Rock, Rap und Elektronika verfolgt das Haus aktuelle musikalischen Tendenzen. Unter anderem spielten: Animal Collective, Bonnie «Prince» Billy, Daniel Johnston, Caribou, The XX, Dirty Projectors, The Books, Stahlberger, Jeffrey Lewis, Ja, Panik, The Monochrome Set, Pere Ubu, Konono No. 1, Shangaan Electro, Shabazz Palaces, Real Estate, Theo Parrish, Omar Souleyman, The Notwist, Micachu & The Shapes und Lambchop. Andreas Spechtl, Sänger der Band Ja, Panik, sagte einmal: «Das Palace ist der Club mit dem stilvollsten Programm im deutschsprachigen Raum.»

Jeden Dienstagabend hält die Erfreuliche Universität Palace ihre Vorlesungen ab, am Fuss des Rosenbergs mit seiner Wirtschaftsakademie. Die Erfreuliche Uni entwickelte sich zu einem wichtigen städtischen Diskussionsort. Die Themen reichten vom Web 2.0 bis zum Weltuntergang – und immer geht es um eine fortschrittliche Migrationspolitik, so in Reihen zur Interkultur und postkolonialen Studien. Die Erfreuliche Saison hisst jede Saison ein neues Banner. Bisher gestaltet wurden sie von den Künstlerinnen und Künstlern André Butzer, Michaela Melián, Peter Kamm, Jutta Koether, Albert Oehlen, Roberto Ohrt und Andy Hope. Das Neuste wird Klaudia Schifferle gestalten. Zum Programm des Palace kamen beliebte Tanzveranstaltungen hinzu wie Soul Gallen und die Rap-History, ebenso die humoristische Reihe «Worst Case Szenarios». Wegen seines Programms geriet das Palace auch in die Kritik. So reichte eine Stadtparlamentarierin einen Vorstoss mit dem Titel «Wem gehört eigentlich das Palace?» ein. Sie wollte wissen, welches Ziel die Veranstalter mit den Diskussionen in der Erfreulichen Uni verfolgen. Eine trennscharfe Unterscheidung von Kultur und Politik sei nicht möglich, beschied ihr der Stadtrat.

2007 erhielt die Erfreuliche Universität einen Förderpreis der Stadt St.Gallen, 2012 wurde das Palace mit dem Förderpreis der St.Gallischen Kulturstiftung und 2018 mit dem «Cheers! Award» der Fondation Suisa und des Migros Kulturprozent ausgezeichnet. Der bisherige Betriebsverein wurde 2010 in die Association Palace St.Gallen umgewandelt. Ziel der Association ist eine breite Basis für den Betrieb des Palace zu garantieren. Das Palace soll weiterhin ein offenes Haus bleiben, in dem Menschen mit Leidenschaft für unerhörte Töne und Ideen zusammenkommen und solidarisch zusammenarbeiten. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können heute Mindestlöhne bezahlt werden. Türsteher hat das Palace noch immer keine.

Falls wir in Zukunft auf unserer Facebookseite für Autowaschprodukte werben: wir wurden gehackt und haben eine ungewünsc...
06/01/2025

Falls wir in Zukunft auf unserer Facebookseite für Autowaschprodukte werben: wir wurden gehackt und haben eine ungewünschte Mitbearbeiter*in die wir nicht raus kriegen. Wir arbeiten daran. Falls hier aber Facebook-Admin Superprofis sind, die sich wie verrückt mit Meta-Business-Portolios auskennen nehmen wir die Hilfe gerne an.

06/01/2025

Das Internet ist böse zu uns. Wir arbeiten daran. GaLiGrü, Palace

Woche 17Ho ho ho~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Di 24.12. Palace-Weihnachten mit DJ Playlist und GIFsSa 28.12. Soul Gallen mit Herrn Wempe...
23/12/2024

Woche 17
Ho ho ho
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Di 24.12. Palace-Weihnachten mit DJ Playlist und GIFs
Sa 28.12. Soul Gallen mit Herrn Wempe & DJ Fett
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Freund*innen der Nacht, die Wintersonnwende ist vollbracht und wir steuern auf längere und hellere Tage zu. Heller auch, weil im Jänner endlich eine neue Staffel «Auf und davon» erscheint. Auch, weil wir die Schattenseiten des Weihnachtskitschs hinter uns lassen können. Die Festtage sind ja bekanntlich in vielerlei Hinsicht eine schwierige Zeit. Die Trennungsrate steigt an, die körperliche Verfassung gibt ab, der Konsumerismus nimmt immer absurdere Formen an – unter anderem an Weihnachtsmärkten, die Gastarbeiter*innen zu den unwürdigsten Konditionen anstellen und damit ein Millionengeschäft machen (die WOZ berichtete). Dabei gings doch ursprünglich mal um das Fest der Liebe und Gemeinschaft. Wer diesen Werten heuer noch was abgewinnen kann, sei herzlich eingeladen zu einer gemütlichen, späten Palace-Weihnachtsfeier am 24. Dezember mit spontanem Charakter. Am Samstag findet dann die nächste Gelegenheit zur friedlichen Zusammenkunft statt: Herr Wempe bringt zusammen mit DJ Fett das letzte diesjährige Soul Gallen in den roten Plüsch. Möget ihr die Rauhnächte gut überstehen.
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𝗢𝗻𝗲 𝗦𝗲𝗻𝘁𝗲𝗻𝗰𝗲. 𝗦𝘂𝗽𝗲𝗿𝘃𝗶𝘀𝗼𝗿 (𝗖𝗛) & 𝗞𝘂𝘀𝗵 𝗞 (𝗖𝗛) / DJ Die Härte // 22.12.24 / Tür: 16:30 An diesem Sonntag finden zwei Bands ...
21/12/2024

𝗢𝗻𝗲 𝗦𝗲𝗻𝘁𝗲𝗻𝗰𝗲. 𝗦𝘂𝗽𝗲𝗿𝘃𝗶𝘀𝗼𝗿 (𝗖𝗛) & 𝗞𝘂𝘀𝗵 𝗞 (𝗖𝗛) / DJ Die Härte // 22.12.24 / Tür: 16:30



An diesem Sonntag finden zwei Bands zueinander, die in ihrer Einzigartigkeit die musikalische Landschaft der Schweiz nachhaltig prägen: Kush K und One Sentence. Supervisor. Beide Gruppen haben ihre ganz eigene Art entwickelt, Genregrenzen zu durchbrechen und dabei musikalische Intensität mit experimentellen Ansätzen zu verbinden. Sie sind weit mehr als gewöhnliche Indiebands – sie sind faszinierende Puzzles und wurden beide schon für die renommierten Live Sessions des amerikanischen Radiosenders KEXP eingeladen und gewannen je den «Indie Suisse Album of the Year Award». Kush K aus Zürich verfolgen seit einigen Jahren einen wohltuend-offenen Weg im Pop-Bereich. Ihre Songs folgen nicht den klassischen dramaturgischen Erwartungen, sondern spielen mit freien Formen und auflösenden Momenten; zwischen Radiopräsenz und Underground-Credibility haben sie ihren ganz eigenen Platz gefunden. Nun spielen sie in neuer Formation Stücke ihres kommenden Albums «Drum Therapy». One Sentence. Supervisor aus Baden bewegen sich in einem ebenso faszinierenden Spannungsfeld. Ihre Musik verbindet düstere Hallräume mit treibender Energie und hypnotischer Repetition. Dabei scheuen sie nicht, ihre Musik ständig neu zu erfinden, ohne den eigenen unverkennbaren Stil aufzugeben. Ihr aktuelles Album «Temporär Musik 20-29» steht unter dem Thema der «Transformation» und verkörpert das Temporäre als konstante Begleiterin in Krisenzeiten. Im Hier und Jetzt krauten OSS immer überraschend und energievoll weiter. Beide Bands leben in ihrem Schaffen einen freien, mutigen Geist, der sich von Konventionen löst und durch musikalische Experimentierfreude neue Räume öffnet, in denen sich Rhythmus und Melodie zwischen Losgelöstheit und kontrollierter Wucht verankern.

Woche 16Hihihi~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Do 19.12. «es wie die Sonnenuhr machen». Julia Kubik und Manuel Stahlberger (CH)Fr 20.12. Au...
17/12/2024

Woche 16
Hihihi
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Do 19.12. «es wie die Sonnenuhr machen». Julia Kubik und Manuel Stahlberger (CH)
Fr 20.12. Ausverkauft: «es wie die Sonnenuhr machen». Julia Kubik und Manuel Stahlberger (CH)
So 22.12. One Sentence. Supervisor (CH) & Kush K (CH)
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Freund*innen der Nacht, das Jahr neigt sich dem Ende zu und so kitschig es klingt, fast jedes Ende bringt auch einen Anfang mit sich. Vielleicht sind wir hier in der Hütte gerade auch etwas besessen von Anfängen, not to be dramatic. Was damit gemeint ist, können wir fürs Erste nicht mal ausführen, teasern es aber an und teilen die Hibbeligkeit mit euch, liebe Newsletter-Leser*innen. Wenn geteiltes Leid halbes Leid ist, bedeutet geteilte Vorfreude doppelte Freude. Vorausschicken möchten wir in dem Sinne auch eine Illustration, die eng an das, was noch nicht benannt werden darf, geknüpft ist. Ebenfalls daran geknüpft sind ein paar Daten – alle, die die Ferien bereits eingeben müssen oder irgendwelche Jugis im Frühling reservieren möchten, sollten vom 20. bis zum 22. März St.Gallen auf keinen Fall verlassen. Dazu (sehr) bald mehr, bis dahin gibt es noch einige gute Gründe, die Hütte zu besuchen.
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𝑫𝒂𝒔 𝒈𝒓𝒐𝒔𝒔𝒆 𝑳𝒂𝒖𝒕𝒔𝒑𝒓𝒆𝒄𝒉𝒆𝒓𝒐𝒓𝒄𝒉𝒆𝒔𝒕𝒆𝒓 𝑭𝒆𝒔𝒕𝒊𝒗𝒂𝒍: : : : : : : : : : : : : : :10. + 11. Januar 2025: : : : : : : : : : : : : : :...
13/12/2024

𝑫𝒂𝒔 𝒈𝒓𝒐𝒔𝒔𝒆 𝑳𝒂𝒖𝒕𝒔𝒑𝒓𝒆𝒄𝒉𝒆𝒓𝒐𝒓𝒄𝒉𝒆𝒔𝒕𝒆𝒓 𝑭𝒆𝒔𝒕𝒊𝒗𝒂𝒍
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10. + 11. Januar 2025
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Raus aus dem Januarloch, rein in den Lautsprecherwald! Gemeinsam mit dem Chuchchepati Orchestra laden wir die Lautsprecherorchester Belgien und Fribourg sowie das ELAK Wien zum zweiten Gipfeltreffen der Lautsprecherorchester ein. Während vier Tagen wird das Palace zum akustischen Objekt umgestaltet: Die unzähligen Lautsprecher der jeweiligen Lautsprecherorchester werden verkabelt, im Raum verortet und auf ihre Eigenheiten geprüft. Mit historischen akusmatischen Konzerten, Echtzeit-Kompositionen von Gastmusiker*innen, Konzerten, installativen Stücken und Vorträgen über akusmatische Musik öffnet das ehemalige Kino seine Türen für ein zweitägiges Festival. Wir können euch versprechen: so viele eingesetzte Lautsprecher auf so kleinem Raum gab es wohl selten. Herzlich willkommen im Kabelsalat!
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mit (UK), Jocelyn Raphanel (CH), Ellen Preuss (AT), (AT), (CH), (CH), Katharina Klement (AT), (AT), Bernhard Zitz (CH), Dimitri Coppe (BEL), Luz Gonzalez, (ES,CH),   (AT), Emanuel Hohl (AT), (CH), Miriam Jochmann (AT) und (CH).
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mit Lautsprecherorchestern aus Belgien, Fribourg, Wien und dem Chuchchepati Orchestra           
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Grafik: .a.anna

Woche 15Keksteig und Inklusion~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Sa 14.12. THE BIG ENSEMBLE (CH)~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Freund*innen der Nacht, 1.2 Kil...
09/12/2024

Woche 15
Keksteig und Inklusion
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Sa 14.12. THE BIG ENSEMBLE (CH)
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Freund*innen der Nacht, 1.2 Kilogramm Butter braucht man für ca. 300 Vanillekipferl. Das macht 4 Gramm pro Stück, verpackt in einem wunderbar bröseligen Keks, der schon bei der leichtesten Berührung mit der Zungenspitze in wunderknusprige Krümelchen zerfällt. Gemixt mit etwas Speichel kleiden die zarten Vanillearomen bald die gesamte Mundinnenwand aus und bringen die Geschmacksknospen zum Explodieren. Ganz wichtig: keine Eier! Das macht den Teig zwar etwas schwerer zu formen, dafür wird er umso mürber!
Gar nicht mürbe soll es dafür beim nächsten Konzert am Samstag in der Hütte werden: THE BIG ENSEMBLE!�Musik für alle zugänglich machen. Diesen Ansatz verfolgt das Tabula Musica Orchester. Es ist das erste und einzige Orchester, welches neben verschiedenen traditionellen Instrumenten wie Klarinette, Gitarre, Geige, Piano oder Bass auch musiktechnologische Instrumente (Accessible Music Technology) integriert. Dies ermöglicht es, Menschen mit und ohne Behinderungen auf der Bühne zu sein. Nicht nur Musikmachen soll inklusiv sein, sondern auch Musik zu erleben. Maximale Barrierefreiheit für maximalen Genuss! Dazu wurden Massnahmen ergriffen, um die Show so zugänglich wie möglich zu machen. Es gibt hindernisfreien Zugang, Audiodeskription, Pre-Show-Access und Elemente von Relaxed Performance. Lets go!�So hoffen wir nun, ihr findet den Zugang durch unsere Flügeltüren und lasst euch in den Bann des Orchesters ziehen. Kommt vorbei und geniesst!�Tüdelüü
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Woche 14Cyber-Monday~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Di 03.12. Erfreuliche Universität: The Psychedelic SalonFr 06.12. Globale Zentrale: It...
02/12/2024

Woche 14
Cyber-Monday
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Di 03.12. Erfreuliche Universität: The Psychedelic Salon
Fr 06.12. Globale Zentrale: Italo Disco mit DJ Ms Hyde
Sa 07.12. Meridian Brothers (CO) & Container (US/UK)
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Freund*innen der Nacht, die ersten beiden Kalendertürchen sind geöffnet, die Sterne hängen wieder in den Gassen (wo ist die Nummer 27?), die ersten Black-Friday-Bestellungen sind im Milchkasten, das LED-Rentier steht im Vorgarten und auf dem Marktplatz tuckert wieder die Kindereisenbahn. Es ist schwierig, die richtige Dosis an Weihnachtsritualen und Adventskitsch zu finden. Guezli ja, Glühwein nein, Samichlaus ja, Coca-Cola-Truck nein. Wem Baum schmücken, Schrottwichteln und Sexspielzeug-Kalender zuwider ist, empfehlen wir (falls eh schon nicht dabei) das Palace-Stickeralbum! Traden, ins Heft füllen, die überflüssigen auf den Laptop kleben – diese Gefühle sind so satisfying, das kann kein Adventskalender oder Galaxus-Warenkorb toppen. Diese Woche steht – nebst Sprüchli lernen – Folgendes auf dem Programm: Morgen diskutieren an der Erfreulichen Universität Expert*innen über das menschliche Bewusstsein mit Psychedelika. Am Freitag ist Italo Disco mit DJ Ms Hyde, schliesslich ist San Nicola auch eine apulische Insel. Und am Samstag sind die Meridian Brothers im Haus, nach über zwölf Jahren wieder. Begleitet von Container, Avantgarde Techno aus den Staaten. Es wird eine tolle graue Winterwoche!
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𝗠𝗲𝗿𝗶𝗱𝗶𝗮𝗻 𝗕𝗿𝗼𝘁𝗵𝗲𝗿𝘀 (𝗖𝗢) & 𝗖𝗼𝗻𝘁𝗮𝗶𝗻𝗲𝗿 (𝗨𝗦/𝗨𝗞) / 𝗗𝗝 𝗪𝗮𝘆𝗻𝗲 𝗖𝗵𝗮𝗺𝗽𝗮𝗴𝗻𝗲 // 07.12.2024 // Tür: 20.00 Uhr // Beginn: 21.00 Uhr Wie...
28/11/2024

𝗠𝗲𝗿𝗶𝗱𝗶𝗮𝗻 𝗕𝗿𝗼𝘁𝗵𝗲𝗿𝘀 (𝗖𝗢) & 𝗖𝗼𝗻𝘁𝗮𝗶𝗻𝗲𝗿 (𝗨𝗦/𝗨𝗞) / 𝗗𝗝 𝗪𝗮𝘆𝗻𝗲 𝗖𝗵𝗮𝗺𝗽𝗮𝗴𝗻𝗲 // 07.12.2024 // Tür: 20.00 Uhr // Beginn: 21.00 Uhr



Wie ein Irrlicht flackert der Sound der Meridian Brothers aus Bogotá: Deren Musik ist ebenfalls brutal schwer einzufangen, nur bringt sie kein Unglück, falls man sie erwischen sollte, sondern schlicht das Gegenteil: eine im besten Sinne verrückte Glückseligkeit. Wie die Truppe rund um Eblis Álvarez Digital-Psychedelic, Electro und Minimal auf traditionelle Latin-Sounds wie Cumbia und Vallenato prallen lässt, ist schon seit 26 Jahren aufregend und klingt auch nach dieser langen Zeit noch immer neuartig. Wir freuten uns 2012 wie wild, dass diese Band im Palace auftritt und sind noch immer von ihr begeistert und auch gespannt wie die Flitzbögen, wie sich der Sound weiterentwickelt hat. Denn mittlerweile spannen sie auch noch kongolesischen Rumba, ghanaischen Highlife und nigerianischen Afrobeat vor ihren schlingernden Karren und stellen, so das Konzept, die unverzerrte Gitarre in den Mittelpunkt ihrer rhythmisch so wunderbar stolpernden und melodisch schrulligen Musik. Der aus dem amerikanischen Noise Underground kommende Container rundet den Abend mit einem passenden Set seines verzerrten und experimentellen Avant-Techno ab.

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Ein Palast ist auch nur eine Hütte

In Kürze

Das jahrzehntelang als Kino betriebene Palace wurde 2006 als Konzertlokal von einer Gruppe regionaler Kulturschaffenden eröffnet. Mit einem für die Ostschweiz einzigartigen Programm entwickelte sich das Palace rasch zu einem Konzertlokal, das über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus Beachtung fand. Im vielseitigen Musikprogramm werden popkulturelle Strömungen, interessante Nischen und überraschende Klänge verfolgt. Die Vortragsreihe «Erfreuliche Universität» behandelt aktuelle gesellschaftliche, politische und kulturelle Fragen und hat sich zu einem wichtigen städtischen Diskussionstreffpunkt entwickelt. Der Verein Association Palace bildet die Trägerschaft des Konzertlokals. Das Palace ist ein offenes Haus, in dem Menschen mit Leidenschaft für unerhörte Töne und Ideen zusammenkommen und solidarisch zusammenarbeiten.

Die Vorgeschichte

St.Gallen galt in den «goldenen Zwanzigern» als Stadt ohne Zukunft: Im Niedergang der Stickereiindustrie nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Bevölkerung kleiner, schweizerischer und ärmer. Die wenigen Neubauten in der Krise, Kinos und Garagen, waren dennoch dem Geist der Modernisierung verpflichtet. Der aus Zürich-Oerlikon stammende Elektromonteur Jules Schulthess liess am Blumenbergplatz, wo vorher die Bretterbude eines Schrotthändlers gestanden hatte, das «Cinema Palace Theater» errichten.