07/05/2026
🚨 Neue Betrugsmasche in der Schweiz: SMS-Blaster umgehen Mobilfunknetze
Cyberkriminelle setzen zunehmend auf sogenannte SMS-Blaster – eine besonders raffinierte Methode, um betrügerische SMS direkt auf Smartphones in der Umgebung zu senden. Dabei benötigen die Täter weder Telefonnummern noch das reguläre Mobilfunknetz.
So funktioniert der Angriff:
📡 Geräte in der Nähe werden kurzfristig auf das veraltete 2G-Netz umgeleitet.
📩 Anschliessend erhalten Betroffene täuschend echte SMS im Namen von Banken, Behörden oder Paketdiensten.
🎯 Ziel ist der Diebstahl sensibler Daten wie Kreditkarten- oder E-Banking-Zugänge.
Besonders problematisch:
➡️ Die Nachrichten umgehen klassische Spam- und Phishing-Filter der Mobilfunkanbieter.
➡️ Die Angriffe können lokal und situativ angepasst werden (z. B. gefälschte Parkbussen).
➡️ Auch moderne Smartphones sind betroffen, solange 2G aktiviert ist.
Wichtig zu wissen:
Diese Angriffsmethode betrifft ausschliesslich klassische SMS. Dienste wie WhatsApp, Signal oder Telegram sind davon nicht betroffen.
🔐 Empfehlungen zum Schutz:
• Keine Links in unerwarteten SMS anklicken.
• Webseiten immer direkt im Browser oder über offizielle Apps öffnen.
• Keine sensiblen Daten über SMS-Links eingeben.
• Verdächtige Nachrichten löschen und melden.
• Im Zweifel direkt bei der angeblichen Organisation nachfragen.
📱 2G deaktivieren:
• Android: Einstellungen → Netzwerk & Internet → Mobilfunknetz → «2G zulassen» deaktivieren (Bezeichnung je nach Hersteller unterschiedlich).
• iPhone: Eine direkte Deaktivierung von 2G ist nicht möglich. Als Alternative kann unter Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit der Blockierungsmodus aktiviert werden, der Verbindungen zu 2G-Netzen einschränkt (kann auch die Funktionalität des Geräts einschränken).