02/10/2026
Muss ich After Effects eigentlich noch lernen? 🤔
Die Frage wird gerade interessanter.
Adobe testet in der aktuellen After Effects Beta einen KI-Assistenten, mit dem sich Aufgaben in natürlicher Sprache beschreiben lassen. Und dabei geht es nicht nur darum, irgendwelche Bilder oder Videos zu generieren.
Der Assistent kann direkt beim Arbeiten in After Effects helfen: Projekte organisieren, bei komplexeren Arbeitsschritten unterstützen und sogar Expressions erstellen oder korrigieren.
Gerade Letzteres finde ich sehr spannend.
Bisher musste ich wissen, wie ich After Effects etwas beibringe. Künftig könnte es immer öfter reichen, ziemlich genau zu wissen, was ich am Ende erreichen möchte. Und das verändert meiner Meinung nach mehr als nur die Bedienung eines Programms.
Brauche ich dann überhaupt noch After-Effects-Kenntnisse?
Ich glaube: ja. Vielleicht sogar mehr, als man zunächst denkt.
Denn die KI kann mir helfen, eine Expression zu schreiben. Sie kann mir aber nicht abnehmen zu beurteilen, ob eine Animation gutes Timing hat. Ob eine Bewegung glaubwürdig ist. Ob eine Komposition funktioniert. Oder ob das Ergebnis einfach nur nach billigem Effekt aussieht.
Je leichter die Bedienung wird, desto wichtiger wird das Verständnis dahinter. Vielleicht lernen wir Programme wie After Effects deshalb in Zukunft anders:
Weniger: Wo finde ich welche Funktion?
Mehr: Was will ich eigentlich erreichen – und warum?
Genau diese Herangehensweise – das visuelle Verständnis und das »Warum« hinter den Effekten – steht für mich auch im Mittelpunkt, wenn ich Wissen weitergebe. Zum Beispiel bei meinem nächsten 3-tägigen After Effects Seminar im WIFI Niederösterreich in St. Pölten vom 11.11. bis 13.11. 😉
Ich bin jedenfalls gespannt, wie viel davon aus der Beta tatsächlich in unseren Arbeitsalltag wandert.
Wie seht ihr das? Erleichtert euch die KI den Einstieg in komplexe Programme oder befürchtet ihr, dass das kreative Handwerk darunter leidet?