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25/08/2025
09/07/2025

Warum Microsoft Word für barrierefreie PDFs nur bedingt geeignet ist

Microsoft Word bietet grundlegende Funktionen zur Erstellung barrierefreier Dokumente. Allerdings ist es in erster Linie ein Textverarbeitungsprogramm – kein vollwertiges Layout- oder Publishing-Tool. Die Umsetzung von Barrierefreiheit ist daher oft eingeschränkt oder mit zusätzlichem Aufwand verbunden:

1. Begrenzte Tag-Struktur
Beim PDF-Export erzeugt Word eine eingeschränkte und häufig fehleranfällige Tag-Struktur. Diese entspricht oft nicht den Anforderungen internationaler Standards wie PDF/UA. Überschriften, Listen, Tabellen oder Alternativtexte müssen meist manuell nachbearbeitet werden.

2. Unklare Lese- und Tag-Reihenfolge
Die Lesereihenfolge lässt sich in Word nur eingeschränkt steuern. Besonders bei Layouts mit Spalten, Bildern oder Infoboxen stimmt die optische Anordnung nicht mit der logischen Struktur im PDF überein.

3. Keine gezielte Rollenabbildung
Word weist Formatvorlagen automatisch PDF-Rollen zu – eine gezielte Steuerung ist nicht möglich. In Adobe InDesign können Absatzformate hingegen präzise mit semantischen PDF-Tags verknüpft werden.

4. Eingeschränkte Unterstützung für komplexe Inhalte
Elemente wie Fußnoten, Querverweise, beschriftete Grafiken oder strukturierte Formulare lassen sich in Word nur teilweise oder gar nicht barrierefrei umsetzen. InDesign bietet hierfür deutlich bessere Werkzeuge.

5. Hoher Nachbearbeitungsaufwand
Aus Word exportierte PDFs müssen in der Regel in Adobe Acrobat Pro manuell korrigiert werden, um den Anforderungen von PDF/UA oder WCAG zu entsprechen. Der Aufwand ist deutlich höher als bei einem korrekt aufbereiteten InDesign-PDF.

6. Probleme mit Nicht-Standardschriften
Word hat Schwierigkeiten mit Schriften, die nicht zum Standardumfang von Windows gehören. Beim PDF-Export werden diese entweder durch andere ersetzt oder in Bilder umgewandelt. Dadurch verändern sich Zeilenfall und Umbruch – oder der Text kann nicht mehr vorgelesen werden.



Fazit:
Word eignet sich für einfache, lineare Inhalte mit geringem Layoutaufwand. Für professionell gestaltete, barrierefreie Publikationen mit komplexer Struktur, klarer Semantik und hohem Qualitätsanspruch ist Adobe InDesign die bessere und effizientere Lösung.

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10/06/2025
10/06/2025

Barrierefreiheit in Sozialen Medien

„Bitte 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 essen. Fliegenpilz ist gut, 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐠𝐢𝐟𝐭𝐢𝐠.“
Klar, oder?

Nicht für alle.

Ein Gedankenexperiment:
Stell dir vor, du bist blind und hörst diesen Satz über einen Screenreader. Was kommt an?
Oft nur:
„Bitte essen. Fliegenpilz ist gut.“
Oder etwas wie:
„Bitte n-fett-i-fett-c-fett-h-fett-t-fett essen…“

Das Problem:
Die Worte „nicht“ und „aber giftig“ waren mit einem Unicode-Tool fett bzw. kursiv gesetzt – ein beliebter Trick, den viele auf LinkedIn, Instagram oder in Posts zur Textbetonung nutzen. Aber: Das ist nicht barrierefrei.

Warum das uns alle angeht:
Als Kreative gestalten wir Kommunikation für alle – oder sollten es zumindest tun. Unicode-Schriften sind keine echten Formatierungen, sondern Sonderzeichen, die viele Screenreader nicht korrekt verarbeiten. Dadurch wird unsere Botschaft im schlimmsten Fall verfälscht oder unverständlich.

Barrierefreiheit im digitalen Raum ist kein „Nice-to-have“, sondern ein Qualitätsmerkmal guter Kommunikation.

Was man stattdesse tun kann:
Verwende echte Formatierungen – oder verzichte darauf zugunsten klarer Sprache
Strukturiere Inhalte mit sinnvollen Absätzen und einfachem Satzbau
Setze Emojis gezielt und ergänzend ein, nicht als Ersatz für Worte
Wenn Hervorhebungen notwendig sind: Erläutere den Kontext im Text
Teste deine Kommunikation mit einem Screenreader (z. B. VoiceOver auf dem iPhone)

Barrierefreie Kommunikation bedeutet: alle erreichen.
Und das ist doch unser gemeinsames Ziel – für Marken, für Inhalte, für Menschen.

≠barrierefrei

17/05/2025

🚨 Ab 28. Juni 2025 wird’s ernst: Barrierefreiheit ist Pflicht!Websites, Apps – und auch PDFs – müssen barrierefrei sein....
05/05/2025

🚨 Ab 28. Juni 2025 wird’s ernst: Barrierefreiheit ist Pflicht!

Websites, Apps – und auch PDFs – müssen barrierefrei sein.
Nicht irgendwann. Sondern ab jetzt.

👉 Was viele vergessen:
PDFs, die ab dem Stichtag online gehen oder verschickt werden, müssen nach dem PDF/UA-Standard barrierefrei sein.
Und ja – das ist aufwendig. Aber machbar. Vor allem mit dem richtigen Know-how.

Barrierefreie PDFs bedeuten:
✅ Mehr Reichweite
✅ Bessere Nutzererfahrung
✅ Echte Inklusion
✅ Gesetzliche Sicherheit

Tipp: Wer schon in InDesign auf saubere Struktur achtet, spart später viel Zeit und Geld.

Ich helfe gern – unkompliziert, erfahren, zielgerichtet.
📞 +43 664 3082503
✉️ [email protected]

The „Artist“ Collection
10/03/2025

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