04/09/2026
Was gibt es Neues aus unserer Darknet-Analyse zu berichten?
Kurz und direkt: Hier ist die Zusammenfassung der relevantesten Funde, Zahlen und Vorfälle der vergangenen vier Wochen auf einen Blick.
Die Zahlen im Überblick Im August wurden weltweit 1.173 Opfer von Ransomware (Double Extortion) auf den Leak-Seiten der Erpressergruppen veröffentlicht. 66 Fälle davon entfielen auf den DACH-Raum, 11 betroffene Unternehmen kamen direkt aus Österreich.
Auffällige Angriffsvektoren
Session-Diebstahl: Kampagnen wie Mirage2FA (über 4.500 betroffene Organisationen) und Phishing-Kits wie Kali365 zeigen die Verlagerung hin zu Adversary-in-the-Middle-Techniken. Statt Zugangsdaten abzufangen, werden aktive Microsoft 365-Sitzungs-Tokens und Session-Cookies gekapert, wodurch klassische 2FA umgangen wird.
Schwachstellen-Exploitation: Akteure wie Clop und Gunra nutzten gezielt internet-exponierte Schwachstellen, unter anderem in Softwarelösungen von Fortinet und PTC Windchill.
Medusa-Aktivität: Laut US-Behördenmeldungen hat die Medusa-Gruppe mittlerweile über 500 Organisationen kompromittiert.
Vorfälle bei Infrastruktur und OT
Norwegen: Ein großflächiger DDoS-Angriff legte temporär Teile der staatlichen Digitalinfrastruktur lahm.
USA: In Minnesota kam es zu Ausfällen bei 30 kommunalen Wasserversorgern durch Angriffe auf Betriebssysteme. Parallel meldete die North Carolina Ports Authority Betriebsunterbrechungen an drei Hafenstandorten.
Erfolge der Strafverfolgung
Operation Jackal IV: 58 Festnahmen in 22 Ländern im Umfeld westafrikanischer Cybercrime-Netzwerke.
Festnahmen in Brasilien und Europa nach einem 30-Millionen-Euro-Betrug über manipulierte Bank-Schnittstellen.
Das FBI zerschlug Teile der Spionage-Infrastruktur der Gruppe QTFY.
Welche dieser Vorfälle oder Angriffsmuster sind euch im August besonders aufgefallen?