08/08/2026
Schön sieht sie aus, oder?
Eine stolze Sonnenblume im goldenen Licht.
Doch dieser erste, idyllische Blick täuscht gewaltig.
Es ist eine Szene aus einer dystopischen Zukunft, die hier längst Gegenwart ist:
Diese Blume ist eine Pracht, aber sie ist die letzte Überlebende.
Sie steht in einem Meer aus verdorrten bzw. sterbenden Pflanzen – Pflanzen, die keine Chance haben.
Hier bei uns in Pöttsching haben wir gefühlt seit Anfang Juni keinen nennenswerten Niederschlag. Ein paar Tropfen, die gerade die Regensensoren anspringen lassen – aber nichts, was den durstigen Boden erreicht. Die Vegetation leidet massiv: Bäume und Hecken werfen jetzt, Anfang August, ihre Blätter ab, um irgendwie zu überleben. Wildtiere suchen verzweifelt nach Wasser; unsere Tränken im Garten sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Ein Spaziergang durch den Wald macht derzeit nur noch traurig.
Und während die Natur vor unserer Haustür vertrocknet, hören wir aus der Politik Warnungen wie Arbeitsplätze dürften nicht „auf dem Altar der Klimaideologie geopfert werden“.
Was für eine verdrehte Realität.
Hier werden keine Arbeitsplätze geopfert – hier wird vor unseren Augen unser aller Lebensgrundlage geopfert. Es ist die Klimakrise selbst, die Äcker verdorren lässt und die Wälder ruiniert. Welche Ernten sollen Bauern einfahren, welche Wirtschaft soll bestehen, wenn der Boden schlicht tot ist?
Diese eine Sonnenblume kämpft noch. Aber sie ist die Ausnahme. Wir haben keine Zeit mehr für Parolen. Echtes Handeln ist der einzige Schutz für unsere Zukunft.
Freie Nutzung des Bildes:
Falls ihr dieses Motiv als Beispiel für die Klimakrise im Osten Österreichs verwenden wollt: Ich stelle das Foto (im Originalzustand) gerne NGOs, Aktiven und Medien zur freien Nutzung zur Verfügung – ausschließlich im Rahmen von Aktivitäten und Berichterstattung zum Klimaschutz. Meldet euch per DM.