30/12/2025
Bahia Bakari war 12 Jahre alt, als das Flugzeug, in dem sie mit ihrer Mutter reiste, abstürzte. Sie war die einzige Überlebende. Sie verbrachte elf endlose Stunden allein im Indischen Ozean mit gebrochenen Knochen, Verbrennungen und anderen Verletzungen.
In der Nacht des 30. Juni 2009 stürzte der Yemenia-Flug 626 mit 153 Menschen an Bord ins Meer.
Trotz ihrer Verletzungen und der überwältigenden Katastrophe war Bahias Überlebenswille außergewöhnlich.
Sie erinnerte sich an die Momente vor dem Absturz: „Wir landeten und ich begann, Turbulenzen zu spüren, aber die Menschen schienen sich keine Sorgen zu machen. Dann spürte ich einen elektrischen Schlag und erlangte im Wasser das Bewusstsein zurück.“
Sie hat einen „Blackout“ bezüglich des Moments des Aufpralls.
Da Bahia nicht schwimmen konnte, keine Schwimmweste trug und Schwierigkeiten hatte, klar zu sehen, ergriff sie instinktiv ein Wrackteil, entweder ein Rumpffragment oder ein Meer, und klammerte sich verzweifelt daran fest.
Viele schreckliche Stunden lang trieb sie in den kalten, dunklen, mit Trümmern gefüllten Wellen unter einem sternenlosen Himmel. Sie kämpfte gegen Isolation, Angst und den unerbittlichen Ozean.
Können Sie sich ein zwölfjähriges Mädchen vorstellen, das verloren und allein mitten im Meer ist?
Das Ausmaß ihrer Einsamkeit ist herzzerreißend.
Umgeben von der Dunkelheit der Tiefe und der Stille der Tragödie ertrug sie Angst und Erschöpfung, denen nur wenige Erwachsene standhalten konnten.
„Ich hätte fast aufgegeben. Ich habe fast die Hoffnung verloren.“
Es war der Gedanke an ihre Mutter, der sie zum Durchhalten motivierte:
„Der Gedanke an meine Mutter hat mir geholfen, durchzuhalten. Ich habe mich davon überzeugt, dass alle außer mir es sicher nach Hause geschafft haben.“
Verwundet und entblößt, ihre Haut vom Treibstoff verbrannt, ließ sie nicht los. Ihre stille, unerschütterliche Entschlossenheit hielt sie am Leben.
Als die Morgendämmerung anbrach, entdeckte ein Rettungsschiff die winzige Gestalt, die in den Wellen schwamm.
Nachdem die Besatzung des Schiffes stundenlang die Absturzstelle abgesucht hatte, entdeckte sie schließlich etwas Kleines, das gegen die Strömung kämpfte, inmitten der riesigen Fläche des dunklen Ozeans und der verstreuten Überreste des Flugzeugs.
Bahia, die die kalte Nacht an ihrem kleinen Wrackstück überstanden hatte, war kaum zu sehen. Ein Matrose sprang ein und holte Bahia an Bord.
Mit schnellem Handeln und großer Erleichterung betrat einer der Retter das Wasser, um den Zwölfjährigen zu bergen.