27/01/2017
Googles Kampf gegen Betrüger
Es gibt gute Werbung und schlechte Werbung. Aber es gibt auch solche, die störend, irreführend oder sogar rechtlich bedenklich ist. Letztere hat sich Google wieder einmal zur Brust genommen und ist verstärkt dagegen vorgegangen. So hat Google im vergangenen Jahr die gigantische Anzahl von 1,7 Milliarden schlechten Werbeanzeigen gelöscht. Das sind doppelt so viele wie noch im Jahr 2015.
Solch schlechte Werbeanzeigen überschwemmen förmlich das Netz. Sie verstoßen gegen die Werberichtlinien von Google. Es nervt nicht nur Kunden, sondern ist natürlich auch ungünstig für seriöse und professionelle Werbetreibende, deren Anzeigen womöglich zwischen dem ganzen Werbemüll verloren gehen.
Wann werden Werbeanzeigen von Google gelöscht? – Hierauf gibt es viele Antworten: Vornehmlich geht es um Täuschung, um unangemessene, gefährliche oder vielleicht sogar illegale Inhalte. Näheres dazu führt Google selbst aus und nennt spezielle Fälle von geblockter Werbung:
Zum einen haben wir da natürlich Werbeanzeigen für illegale Produkte oder Aktivitäten. Allein 2016 hat Google beispielsweise 17 Millionen schlechte Anzeigen im Bereich des illegalen Glücksspiels und 68 Millionen aufgrund gesundheitlicher bzw. medizinischer Risiken entfernt. Genannte werden hierbei zum Beispiel „Wunderpillen“ oder Medikamente, die für Gewichtsverlust sorgen sollen. Häufig gehen solche Anzeigen auch mit einer Irreführung einher. Doch da Anzeigen, die mit falschen oder irreführenden Informationen versehen sind, Nutzer verunsichern oder ihnen sogar gefährlich werden können, geht Google auch gegen solche Inhalte vor. Neben irreführenden oder illegalen Inhalten nennt Google zum anderen auch Werbeanzeigen, die ein reibungsloses Surfen im Internet gefährden: beispielsweise Anzeigen, durch die ungewollte Apps heruntergeladen werden. Auch Anzeigen, die falsche News oder Berichterstattungen verbreiten, fallen der Löschung anheim – übrigens genau wie Anzeigen für Plagiate bzw. Produktfälschungen.
Obwohl Google 2016 mehr schlechte Werbeanzeigen gelöscht habe als jemals zuvor, höre der Kampf an dieser Stelle natürlich nicht auf: „Da wir in bessere Erkennungssysteme investieren, investieren auch die Betrüger in ausgefeiltere Versuche, unsere Systeme zu betrügen“, schreibt das Unternehmen. Um Menschen in der Online-Welt zu schützen und ihnen das Beste aus der Welt des offenen Internets präsentieren zu können, sei es daher essenziell, schlechte, irreführende und gefährliche Anzeigen aufzuspüren und gegen diese vorzugehen.
Google nennt für den starken Anstieg gegenüber dem Vorjahr zwei Gründe. Zum einen habe man die Richtlinien erweitert. Zum anderen habe man den Mechanismus verbessert, der die schlechte Werbung erkennt. Welche Werbeanzeigen genau blockiert werden, erklärt Google in einem Blogeintrag
https://blog.google/topics/ads/how-we-fought-bad-ads-sites-and-scammers-2016/
In 2016, we took down 1.7 billion ads that violated our advertising policies, more than double the amount of bad ads we took down in 2015.