Andrea Kux

Andrea Kux Atelier für Illustration & Artwork

Ausstellungsempfehlung 🙂
24/04/2026

Ausstellungsempfehlung 🙂

Ob ich diese Arbeiten zeigen sollte?

Die „Schwarzen Zeichnungen" von Thomas Duttenhoefer sind solche Werke. Großformatig, Kohle auf Leinwand, bis zu 120 × 160 Zentimeter groß und dicht gedrängt im Bildvordergrund eine Welt, die uns gleichzeitig fremd und erschreckend vertraut vorkommt: Stiermenschen, Hundemenschen, Wildschweinmenschen. Kreaturen zwischen Tier und Mensch, zwischen Mythos und Gegenwart. Hybride Wesen, die in Aufruhr sind. Dazu noch in monochromer Farbigkeit.

Ich gebe zu: Ich habe etwas gezögert, ob ich Arbeiten dieser Art zeigen kann / soll. Ob ich sie zeigen will. Unsere Welt steht in Flammen — Krieg, Gewalt, Entmenschlichung, wohin man schaut.

Braucht es das auch noch in einer Galerie? Muss Kunst diesen Abgrund spiegeln, wenn der Alltag ihn ohnehin kaum erträglich macht?

Ich glaube und bekenne mich: Ja.

Denn Duttenhoefer erfindet das Grauen nicht. Er hier letztlich sichtbar, was immer schon da war.

Die Hybridwesen, die Szenen der Unterwerfung und Gewalt sind nicht aus unserer Gegenwart destilliert, sondern aus Homer und Ovid, aus jahrtausendealten Erzählungen, in denen die Menschen sich selbst beim Schlimmsten zugeschaut haben.

Odysseus und Kassandra, Marsyas und Apollon, Minotaurus und Medusa: Diese Figuren kehren wieder. Sie kehren immer wieder. In anderen Kostümen, mit anderen Waffen, aber in denselben Konstellationen aus Macht, Begehren, Gewalt und Untergang.

Genau das meint der Titel unserer Ausstellung: Von der Gegenwart der Mythen. Der Mythos ist eben nicht Vergangenheit.

Er ist Struktur. Und Duttenhoefer zeigt uns diese Struktur mit der Schwärze der Kohle, mit der Wucht des Alptraums und mit der Präzision eines Künstlers, der genau weiß, was er tut.

Kunst schützt uns nicht vor der Realität. Aber sie gibt uns einen Ort, sie auszuhalten. Anzuschauen. Zu benennen.

Wer diese Zeichnungen auf Leinwand sieht, wird ruhiger — und unruhiger zugleich.

„Thomas Duttenhoefer. Ein Bildner. Von der Gegenwart der Mythen."

Eröffnung im Beisein von Thomas Duttenhoefer am 26.04.2026 um 12 Uhr.

Laudatio: Prof. Dr. Stiegemann, ehemaliger Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn.

Im Zuge der Jahresausstellung des des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen zum Thema Licht und Schatten ist dieses Werk en...
23/04/2026

Im Zuge der Jahresausstellung des des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen zum Thema Licht und Schatten ist dieses Werk entstanden:

„Inmitten – Licht und Schatten“ ist ein 100cm x 100cm großes Statement Werk, dass meine Auseinandersetzung mit dem Thema auf philosophische Art verbildlicht.

Die Wölfe verkörpern archetypische Gegensätze: Licht und Schatten, Instinkt und Bewusstsein, Sanftheit und Kraft, Schutz und Gefahr. Doch anstatt im Konflikt zu sein, begegnen sie einander ruhig und würdevoll. Die Frau hält die Pfoten der Tiere nur lose in den Händen, ohne Kontrolle auszuüben, sondern um die unterschiedlichen Kräfte zu verbinden.

Die streng zentrierte, geometrische Komposition verstärkt den Eindruck innerer Ordnung. Umgeben von einer goldenen Kuppel entsteht ein Schutzraum, der an Heiligkeit, Würde und seelische Integrität erinnert. Über ihrem Kopf schwebt die Triskele. Ein altes Symbol für Bewegung, Wandel und zyklische Kräfte. Sie weist darauf hin, dass Balance kein statischer Zustand ist, sondern ein fortwährender Prozess.

Dunkle, wässrig fließende Rinnsale ziehen sich durch das goldene Kleid der Frau.

Weiter in den Kommentaren..

Es tut gut, für einen Moment alles los zu lassen und sich dem Rhythmus der Natur und dem Ein und Aus des eigenen Atems h...
11/03/2026

Es tut gut, für einen Moment alles los zu lassen und sich dem Rhythmus der Natur und dem Ein und Aus des eigenen Atems hin zu geben.

Das Bild "Von Moos gehalten" beschäftigt sich mit einem inneren Zustand: die Gedanken werden still und man spürt wieder, dass man Teil der Natur ist.
Die hier dargestellte Frau liegt auf der Erde und fühlt sich vertrauensvoll gehalten vom Untergrund und der weichen Beschaffenheit der lebendigen Moose unter ihr. Sie empfindet Frieden und ein tröstliches Gefühl des Geborgen seins.

Moos ist eine sehr verbreitete und kraftvolle Pflanze auf unserer Erde und doch oft so unscheinbar. Es wächst langsam, geduldig und unaufhaltsam. Dabei überzieht es Steine, Erde und Holz und verwandelt harte Oberflächen in weiche Landschaften.

Dieses Werk richtet sich an Menschen, die sich nach Stille, Naturverbundenheit und Geborgenheit sehnen. Meine Inspiration zu dem Bild war ein kleines Gedicht, das ich vor ein paar Wochen verfasst habe.
Falls dich das interessiert und du mehr über das Bild erfahren möchtest, kommentiere mit "Moos". Ich sende dir daraufhin eine Nachricht mit dem Gedicht und weiteren Infos zum Bild.

Alles Liebe eure Andrea 🌸




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