20/10/2022
Sie sind ein Ergebnis…Teil 1
☑️ Meist ist der Versuch Komplikationen zu vermeiden die Ursache, warum Komplikationen entstehen…
❣️ Um das zu verstehen, erzähle ich dir eine kleine Geschichte:
Frau Mustermann kommt mit Wehen alle 8 Minuten in den Kreißsaal.
Ihre Hebamme sagte, es reiche wenn sie bei Wehen alle 3-4 Minuten losfährt, aber Frau Mustermann war zu aufgeregt.
Als sie die Klinik betritt und ans CTG angeschlossen wird, hören die Wehen schlagartig auf.
Also bietet man Frau Mustermann ein Einleitungsmedikament an, um sanft abzuschubsen, weil sie ja auch schon 7 Tage über den Termin sei.
Sie stimmt zu, die Wehen starten wieder und sind sehr schmerzhaft.
Man bietet Frau Mustermann eine PDA an, aber sie will keine, also arbeitet sie so 2-3 Stunden vor sich hin. Das CTG zeigt etwas auffällige Herztöne, das Kind hat also Stress.
Schmerzen der Mutter = gestresstes Baby.
Man bietet Frau Mustermann erneut die PDA an, um zu entspannen. Sie stimmt zu.
Allerdings lassen so die Wehen wieder nach. Nach einiger Zeit muss also ein Wehentropf her um das ganze wieder in Gang zu bringen, immerhin sei der Muttermund ja schon 6cm geöffnet.
Aufstehen darf Frau Mustermann wegen der PDA nicht.
Jetzt werden die Wehen wieder schmerzhaft, und aufstehen ist untersagt.
Frau Mustermann hat Schmerzen und kann sich nur sehr, sehr eingeschränkt bewegen. Sie ist somit super gestresst und angespannt. Diesen Stress erlebt natürlich auch das Baby. Wieder werden die Herztöne auffällig. Diesmal bei jeder Wehe.
Irgendwann sagt man Frau Mustermann sie solle schonmal mitschieben, das Kind hat Stress und muss jetzt schnell geboren werden.
Frau Mustermann hat aber noch gar keinen Pressdrang.
Fortsetzung folgt…