18/10/2023
Hackerangriff: So viel Lösegeld zahlen deutsche Unternehmen für ihre Daten
Hackerangriffe mit Lösegeldforderungen sind heute keine Seltenheit mehr. Doch wie viel Lösegeld zahlen Unternehmen tatsächlich, um nach einem Hackerangriff wieder Zugriff auf ihre Daten zu erhalten? Eine neue Studie liefert Zahlen.
Cyber-Angriffe auf Unternehmen und Behörden haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Ziel der Angreifer ist häufig die Zahlung eines Lösegeldes, ohne das die betroffenen Unternehmen nicht mehr an ihre Daten kommen.
Eine neue Studie des IT-Sicherheitsanbieters Splunk hat ergeben, dass 90 Prozent der befragten Unternehmen im vergangenen Jahr einen disruptiven Cyberangriff erlebt haben. Für den so genannten CISO-Report befragte der IT-Sicherheitsdienstleister zahlreiche CISOs (Chief Information Security Officers), CSOs (Chief Security Officers) und andere Sicherheitsverantwortliche.
Wie viele Unternehmen zahlen nach einem Hackerangriff Lösegeld?
Insgesamt haben 83 Prozent der befragten Unternehmen nach einem Hackerangriff Lösegeld gezahlt. Bei mehr als der Hälfte lagen die Summen über 100.000 US-Dollar. Besonders betroffen ist der Einzelhandel. So haben 59 Prozent der befragten Unternehmen aus dieser Branche einen Cyberangriff erlebt. Ganze 95 Prozent haben im Zuge des Angriffs auch Lösegeld bezahlt. Dies geschah laut Splunk entweder direkt, über eine Cyberversicherung oder über sogenannte Mittelsmänner.
Neben dem Einzelhandel sind aber noch weitere Branchen enorm von Hackerangriffen betroffen. Dazu zählen unter anderem die Branche der Finanzdienstleister mit 59 Prozent sowie das Gesundheitswesen mit 52 Prozent.
Was steckt hinter der Erhebung?
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie basieren auf zwei Befragungsrunden. Dabei wurden sowohl quantitative als auch qualitative Untersuchungen durchgeführt. Eine erste Befragungsrunde richtete sich an 350 Chief Information Security Officers, Chief Security Officers sowie weitere Sicherheitsverantwortliche aus zehn Ländern. Darunter waren unter anderem Deutschland, Frankreich, Großbritannien sowie die USA.
Der qualitative Teil der Studie richtete sich an 20 Sicherheitsfachleute aus den USA, Kanada sowie Großbritannien. Sie wurden in 60-minütigen Telefoninterviews ausführlich zum Thema befragt.